Bitcoin: Darum werden wir durch die Decke knallen!
Die Entwicklung von Bitcoin beziehungsweise börsennahen Bitcoin-Investments wird zunehmend von strukturellen Kapitalströmen bestimmt. Während der Kurs zuletzt deutlich korrigierte, bleibt die Nachfrage aus institutionellen und unternehmerischen Kanälen überraschend robust.
Ein Markt mit begrenztem Angebot und wachsender Käuferbasis
Bitcoin basiert weiterhin auf einem einfachen ökonomischen Prinzip: begrenztes Angebot trifft auf eine Nachfrage, die zwar schwankt, langfristig jedoch wächst. Insgesamt werden maximal 21 Millionen Bitcoin existieren, von denen weniger als eine Million im Laufe des kommenden Jahrhunderts noch geschürft wird.
Die Nachfrage nach Bitcoin hat sich inzwischen deutlich verbreitert. Während der Handel früher vor allem auf spezialisierte Kryptobörsen und private Spekulanten beschränkt war, bieten inzwischen auch traditionelle Broker den Zugang zu Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten an. Teilweise ermöglichen sie sogar die Übertragung in eigene Verwahrungssysteme.
Mit der Zulassung von Spot-Bitcoin-ETPs durch die US-Börsenaufsicht am 10. Januar 2024 entstand zudem ein regulierter Markt für institutionelle Anleger. Produkte wie IBIT sind inzwischen so groß geworden, dass sie kaum noch als kurzfristiges Experiment gelten können. Besonders bemerkenswert ist, dass der Optionshandel rund um IBIT beim offenen Interesse und Handelsvolumen inzwischen sogar etablierte Kryptobörsen wie Deribit übertrifft. Zusammen mit dem wachsenden Volumen der Bitcoin-Futures an der CME deutet dies auf steigende Aktivität traditioneller Finanzinstitutionen hin.
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Unternehmen entdecken Bitcoin als strategische Reserve
Eine der bedeutendsten Entwicklungen bleibt die zunehmende Rolle von Unternehmensbilanzen. Lange galt MicroStrategy (heute Strategy) als Sonderfall, doch inzwischen wächst die Zahl börsennotierter Firmen mit Bitcoin-Beständen deutlich.
Im Jahr 2025 verdoppelte sich die Zahl der neuen börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin-Positionen. Öffentliche Gesellschaften erwarben im selben Jahr fast eine halbe Million Bitcoin. Diese Menge entspricht etwa der Hälfte des verbleibenden Angebots, das über das kommende Jahrhundert noch neu entstehen wird. In dieser Zahl sind weder private Unternehmen noch institutionelle Investoren enthalten.
Für die langfristige Preisentwicklung ist entscheidend, dass nicht jedes Unternehmen ein extremes Bitcoin-Engagement aufbauen muss. Schon eine stetig wachsende Zahl von Firmenkäufern kann die Nachfrage erheblich erhöhen.
Trotz dieser Entwicklung fiel der Bitcoin-Preis im Jahr 2025 um rund 13 Prozent. Der Grund liegt darin, dass viele frühe Investoren ihre Bestände in die neue Nachfrage hinein verkauften. Da der Preis stets durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird, konnte der Verkaufsdruck zeitweise stärker sein als die Käuferseite. Allerdings ist das verfügbare Angebot früher Investoren endlich. Gleichzeitig verfolgen einige der größten Unternehmenskäufer eine Strategie des langfristigen Haltens. Dadurch verschiebt sich Bitcoin zunehmend von kurzfristigen zu langfristigen Besitzern, was perspektivisch zu einem Angebotsengpass führen kann.
Digitale Kreditinstrumente als neuer Nachfragekanal
Ein unterschätzter Treiber der Nachfrage könnte in der Finanzierung über bevorzugte Aktien und ähnliche Instrumente liegen, insbesondere im Fall von STRC. Dieses Papier hat mittlerweile ein Volumen von rund fünf Milliarden Dollar erreicht, obwohl es erst wenige Monate zuvor mit einem Börsengang über 2,5 Milliarden Dollar gestartet war. Zusätzliche Emissionen über ein sogenanntes ATM-Programm verdeutlichen die Nachfrage nach diesem Instrument.
Bei STRC handelt es sich um eine Vorzugsaktie, deren Dividende monatlich angepasst wird, um einen Kurs von ungefähr 100 Dollar pro Anteil stabil zu halten. Da die Dividende derzeit bei rund 11,5 Prozent liegt und steuerlich als Kapitalrückzahlung behandelt wird, entsteht für viele Anleger eine attraktive Kombination aus hohem Ertrag und steuerlicher Verschiebung der Belastung.
Das grundlegende Modell ist einfach. Wenn das Unternehmen STRC ausgibt, fließen die Erlöse in den Kauf von Bitcoin. Die Nachfrage nach diesem Wertpapier wirkt damit indirekt als zusätzlicher Käuferkanal für Bitcoin. Anleger erwerben nicht direkt die Kryptowährung, beteiligen sich jedoch über das Unternehmensvehikel indirekt an deren Entwicklung.
Seit Juni 2025 existierte STRC noch gar nicht. Heute wurden bereits rund fünf Milliarden Dollar eingesammelt, was im Ergebnis zu zusätzlichen Bitcoin-Käufen in gleicher Größenordnung geführt hat. Ohne dieses Instrument wäre ein erheblicher Teil dieses Kapitals vermutlich in andere Anlageklassen geflossen.
Das Konzept des digitalen Kredits
Strategy (STRC) steht exemplarisch für ein breiteres Modell, das zunehmend als digitaler Kredit bezeichnet wird. Unternehmen erwerben Bitcoin und nutzen diesen Bestand anschließend als Grundlage für Kreditinstrumente, mit denen wiederum weiteres Kapital eingesammelt wird.
Steigt der Bitcoin-Preis schneller als die Zinskosten dieser Finanzierung, entsteht ein Wertzuwachs für die Aktionäre. Bitcoin fungiert dabei als digitales Kapital, während die darauf basierenden Finanzierungen als digitaler Kredit bezeichnet werden.
Das Ziel dieser Struktur besteht darin, Bitcoin langfristig nicht verkaufen zu müssen. Wenn der Vermögenswert über mehrere Jahre hinweg stärker wächst als die Finanzierungskosten, kann theoretisch dauerhaft neues Kapital aufgenommen werden, das wiederum in zusätzliche Bitcoin-Käufe fließt.
Ein wichtiger Punkt ist dabei die hohe Überbesicherung vieler Emittenten. Ihre Bitcoin-Bestände übersteigen die ausgegebenen Kreditinstrumente um ein Vielfaches. Manche Unternehmen halten zusätzlich beträchtliche Bargeldreserven, um auch längere Schwächephasen des Marktes überstehen zu können.
Diese Konstruktionen schaffen einen neuen Zuflusskanal in den Bitcoin-Markt. Für viele Investoren ist ein reguliertes, ertragsorientiertes Instrument attraktiver als der direkte Kauf der Kryptowährung. STRC gilt inzwischen sogar als die weltweit liquideste Vorzugsaktie.
On-Chain-Daten signalisieren moderate Bewertung
Auch die Analyse der Blockchain-Daten liefert Hinweise auf die aktuelle Marktlage. Die Kennzahl MVRV zeigt, wie stark der Marktpreis über oder unter dem realisierten Durchschnittspreis liegt.
Historisch lag der Wert nur etwa an 15 Prozent aller Handelstage unter 1,0, während Werte oberhalb von 2,4 häufig mit überhitzten Marktphasen verbunden waren. Der aktuelle Wert von etwa 1,268 deutet darauf hin, dass der durchschnittliche Anleger rund 27 Prozent im Gewinn liegt. Eine extreme spekulative Übertreibung ist damit nicht erkennbar.
Der realisierte Preis liegt derzeit bei etwa 54.342 Dollar. Eine Rückkehr zum Faktor 1,0 würde einen Kurs im mittleren Bereich der 50.000-Dollar-Zone bedeuten. Eine Bewegung zurück in die historische Überhitzungszone von 2,4 würde hingegen Kurse um etwa 130.000 Dollar implizieren. Aus dieser Perspektive liegt Bitcoin derzeit näher an einer fairen Unterstützungszone als an einer Überbewertung.
Weitere mögliche Kurstreiber
Mehrere Entwicklungen könnten die Nachfrage nach Bitcoin zusätzlich stärken.
Ein wichtiger Faktor bleibt die zunehmende Integration in Unternehmensstrukturen. Wenn Vorstände Bitcoin als wiederholbares Element der Finanzstrategie betrachten, kann dies eine zweite Welle der Adoption auslösen. Zahlungsunternehmen wie Square haben bereits Infrastruktur für Bitcoin-Zahlungen bei Händlern aufgebaut, wodurch auch kleinere Unternehmen und wohlhabendere Privatanleger stärker mit der Technologie in Berührung kommen.
Ein weiterer Impuls könnte aus der Marktstruktur kommen. Die CME plant, den Handel mit regulierten Krypto-Futures und Optionen künftig rund um die Uhr anzubieten. Dadurch könnten Probleme wie Wochenendlücken und eingeschränkte Absicherungsmöglichkeiten reduziert werden, die bislang viele institutionelle Investoren abschreckten.
Auch regulatorische Entwicklungen spielen eine Rolle. Der aktuelle Standard des Basler Ausschusses stuft Bitcoin-Engagements noch relativ konservativ ein. Gleichzeitig wurde jedoch angekündigt, die Regeln erneut zu überprüfen. Selbst moderate Anpassungen könnten die Tür für Banken und banknahe Institutionen weiter öffnen.
Zyklische Risiken bleiben bestehen
Trotz der positiven strukturellen Trends existieren weiterhin Risiken. Eines davon ist der bekannte Vierjahreszyklus von Bitcoin. Das letzte Allzeithoch wurde am 6. Oktober 2025 erreicht. Sollte dies tatsächlich den Zyklusgipfel markieren, könnte eine typische Bärenphase bis etwa Oktober 2026 andauern.
Die zuvor beschriebenen On-Chain-Daten zeigen zwar eine relativ attraktive Kaufzone, garantieren jedoch kein endgültiges Tief. Ein Rückfall auf den realisierten Preis würde Kurse im Bereich der mittleren 50.000 Dollar bedeuten. In einem stärkeren Ausverkauf könnten sogar Bereiche in den mittleren 40.000 Dollar erreicht werden.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass sich die Finanzierung über Instrumente wie STRC verlangsamt. Die Mechanik hängt letztlich vom Zugang zu den Kapitalmärkten ab. Wenn die Nachfrage nach solchen Produkten sinkt, verschwindet ein wichtiger marginaler Käufer. Die langfristige Bitcoin-These könnte dennoch bestehen bleiben, doch der kurzfristige Preisdruck nach oben wäre geringer.
Strukturelle Nachfrage spricht weiterhin für steigende Kurse
In der Gesamtbetrachtung sprechen mehrere Faktoren für eine weiterhin positive Perspektive. Das Netzwerk bleibt stabil, institutionelle Investitionskanäle wachsen weiter und Unternehmensstrukturen wie STRC schaffen neue Wege, Kapital in Bitcoin zu lenken.
Auch wenn kurzfristige Schwankungen und zyklische Risiken bestehen, deutet die Kombination aus begrenztem Angebot, wachsender institutioneller Nachfrage und neuen Finanzierungsmodellen darauf hin, dass das langfristige Aufwärtspotenzial weiterhin intakt ist.
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ℹ️ Bitcoin in Kürze
- Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
- Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
- Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.