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B2Gold-Aktie: Besser als Barrick Gold?

Tipp aus der zweiten Reihe

Der Goldpreis befindet sich auf historisch hohen Niveaus, und viele Produzenten profitieren davon mit deutlich steigenden Einnahmen. Auch die Aktie von B2Gold hat zuletzt kräftig zugelegt, doch im Vergleich zu anderen Minenbetreibern bleibt die Bewertung weiterhin moderat.

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Nach einer Phase operativer Unsicherheit und steigender Projektkosten beginnt sich das Bild für den kanadischen Goldproduzenten B2Gold wieder aufzuhellen. Neue Produktionskapazitäten und strukturelle Veränderungen könnten die Grundlage für steigende Cashflows in den kommenden Jahren legen.

Starke operative Entwicklung

Das Unternehmen betreibt derzeit vier Minen in Mali, den Philippinen, Namibia und Kanada. In den vergangenen Jahren standen vor allem Sicherheitsrisiken in Mali sowie Kostenüberschreitungen beim kanadischen Goose-Projekt im Mittelpunkt der Anlegerdiskussion.

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Mittlerweile haben sich mehrere dieser Belastungsfaktoren relativiert. Die Förderung in Mali läuft weiterhin stabil, nachdem Vereinbarungen unter dem neuen Bergbaugesetz des Landes getroffen wurden. Gleichzeitig hat die Goose-Mine in Kanada die Produktion aufgenommen und befindet sich derzeit in der Hochlaufphase. Unterstützt durch den deutlich gestiegenen Goldpreis legte die Aktie im Jahr 2025 um rund 90 Prozent zu.

Trotz dieser starken Entwicklung blieb die Aktie hinter dem Branchenindex zurück. Der VanEck Gold Miners ETF, ein wichtiger Maßstab für Goldproduzenten, gewann im selben Zeitraum rund 155 Prozent. Die relative Schwäche spiegelt weiterhin bestehende Sorgen der Investoren hinsichtlich der Mali-Risiken sowie der operativen Umsetzung bei B2Gold wider.

Produktionswachstum durch neue Mine

Im vierten Quartal 2025 meldete B2Gold eine Goldproduktion von 303.029 Unzen. Damit lag die Förderung rund 63 Prozent beziehungsweise etwa 117.000 Unzen über dem Vorjahreswert. Treiber dieses Wachstums war vor allem die neue Goose-Mine in Kanada, die im Laufe des Jahres 2025 in Betrieb ging und allein im Schlussquartal 38.616 Unzen produzierte.

Auch die Fekola-Mine in Mali verzeichnete einen deutlichen Produktionsanstieg. Die Förderung erhöhte sich um 95 Prozent auf 163.720 Unzen. Ausschlaggebend waren deutlich höhere Erzgehalte von 2,29 Gramm pro Tonne gegenüber 1,17 Gramm im Vorjahr sowie leicht verbesserte Rückgewinnungsraten. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit dem Abbau eines höhergradigen Erzbereichs sowie der Aufnahme der Produktion im genehmigten Untertageprojekt von Fekola.

Auf den Philippinen setzte die Masbate-Mine ihre stabile Entwicklung fort und produzierte 49.900 Unzen Gold. Das entspricht zwar nur einem leichten Plus gegenüber dem Vorjahr, übertraf jedoch die ursprünglichen Erwartungen. Höhere Durchsatzmengen der Mühle und bessere metallurgische Rückgewinnung kompensierten dabei leicht niedrigere Erzgehalte.

Auch die Otjikoto-Mine in Namibia lieferte solide Ergebnisse. Obwohl der Tagebau inzwischen beendet ist und derzeit hauptsächlich Haldenmaterial verarbeitet wird, sank die Produktion lediglich leicht auf 50.793 Unzen. Niedrigere Erzgehalte wurden durch höhere Verarbeitungsmengen ausgeglichen, während die Rückgewinnungsraten stabil blieben. Die Verarbeitung der Lagerbestände soll fortgesetzt werden, bis die Entwicklung der Antelope-Lagerstätte abgeschlossen ist, deren Produktionsstart für Ende 2027 geplant ist.

Für das Gesamtjahr 2025 belief sich die Goldproduktion auf 979.604 Unzen und lag damit innerhalb der prognostizierten Spanne von 970.000 bis 1.075.000 Unzen.

Höhere Goldpreise treiben Umsatz und Cashflow

Der durchschnittlich realisierte Goldpreis lag im vierten Quartal bei 3.718 US-Dollar je Unze und damit rund 40 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals. Dass dieser Wert unter den aktuell häufig genannten Marktpreisen liegt, hängt mit einem bestehenden Gold-Vorauszahlungsvertrag zusammen.

Im Rahmen dieser Vereinbarung liefert B2Gold vierteljährlich 66.000 Unzen Gold zu einem Preis von 2.191 US-Dollar je Unze. Der Vertrag läuft noch bis Juni 2026 und umfasst insgesamt rund 264.775 Unzen.

Im Berichtsquartal wurden 283.490 Unzen verkauft. Damit lag das Verkaufsvolumen rund 20.000 Unzen unter der Produktion, was hauptsächlich auf zeitliche Verschiebungen bei Lieferungen aus der Fekola-Mine zurückzuführen ist. Der Umsatz stieg dennoch deutlich und erreichte 1,05 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 111 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch beim operativen Cashflow zeigte sich der Einfluss des höheren Goldpreises. Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft lag bei 290,6 Millionen US-Dollar und damit deutlich über den 120,5 Millionen US-Dollar des Vorjahres.

Solide Bilanz und strategische Beteiligungen

Zum Quartalsende verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 380,4 Millionen US-Dollar, während sich die Gesamtverschuldung auf 598 Millionen US-Dollar belief. Nach dem Abschluss der Investitionsphase für die Goose-Mine dürften die Kapitalausgaben künftig deutlich sinken. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von den derzeit hohen Goldpreisen, was die Bilanzstruktur zusätzlich stärkt.

Mit dem Auslaufen des Vorauszahlungsvertrags im Juni 2026 könnte sich der Cashflow spürbar beschleunigen. Danach kann die entsprechende Produktionsmenge zu Marktpreisen verkauft werden.

Darüber hinaus hält B2Gold ein Portfolio von Beteiligungen im Wert von rund 600 Millionen US-Dollar. Diese Investments haben ebenfalls von der Entwicklung des Goldpreises profitiert und eröffnen dem Unternehmen zusätzliche Optionen für zukünftige Wachstumsprojekte.

Kostenanstieg während der Anlaufphase

Die sogenannten All-in Sustaining Costs lagen im vierten Quartal bei 1.754 US-Dollar je Unze und damit um 106 US-Dollar höher als im Vorjahr. Hauptursache für den Anstieg war die neue Goose-Mine, deren Kosten während der Anlaufphase noch überdurchschnittlich hoch ausfallen.

Da die kommerzielle Produktion erst im vierten Quartal offiziell erklärt wurde, dürfte sich die Kostenstruktur mit steigenden Produktionsmengen und abgeschlossenen Erweiterungsinvestitionen deutlich verbessern. Für 2027 wird daher ein klarer Rückgang der Kosten erwartet.

In Mali lag der Kostenwert der Fekola-Mine bei 1.903 US-Dollar je Unze und damit rund 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Höhere Lizenzgebühren infolge des gestiegenen Goldpreises sowie zeitliche Verschiebungen bei Verkäufen beeinflussten die Entwicklung.

Die Masbate-Mine wies Kosten von 1.230 US-Dollar je Unze aus, während die Otjikoto-Mine auf 1.085 US-Dollar kam. In beiden Fällen sorgten höhere Lizenzabgaben sowie zusätzliche Investitionen für einen moderaten Kostenanstieg.

Unter dem Strich erzielte das Unternehmen im Quartal einen Nettogewinn von 180,3 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatte noch ein Verlust von neun Millionen US-Dollar zu Buche gestanden. Bereinigt lag der Gewinn bei 147,3 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,11 US-Dollar je Aktie.

Übergangsjahr 2026 mit höheren Kosten

Parallel zu den Quartalsergebnissen veröffentlichte das Unternehmen seine Prognose für das Jahr 2026. Auf den ersten Blick wirkt diese zurückhaltend: Die Produktionsprognose liegt mit 820.000 bis 970.000 Unzen unter dem Niveau von 2025, während die Kosten deutlich steigen sollen.

Diese Entwicklung ist jedoch vor allem auf Übergangseffekte zurückzuführen. Mehrere Investitionsprogramme laufen gleichzeitig, während die Goose-Mine noch nicht ihre volle Produktionskapazität erreicht hat.

Die Produktion der Goose-Mine soll 2026 etwa 200.000 Unzen erreichen. Dagegen wird bei den anderen Minen ein Rückgang erwartet. In Namibia sinkt die Förderung nach dem Ende des Tagebaus deutlich, während in Mali zusätzliche Abraumarbeiten notwendig sind. Auf den Philippinen werden leicht niedrigere metallurgische Rückgewinnungsraten erwartet.

Die prognostizierten Gesamtkosten liegen zwischen 2.400 und 2.580 US-Dollar je Unze. Dieser Anstieg hängt mit mehreren Faktoren zusammen: höheren Lizenzgebühren infolge des gestiegenen Goldpreises, der noch laufenden Hochlaufphase der Goose-Mine sowie temporären Investitionen in bestehende Projekte.

Langfristig dürfte 2026 damit den Höhepunkt der Kostenentwicklung markieren. Für 2027 wird ein deutlicher Rückgang erwartet, sobald höhere Erzgehalte gefördert werden, neue Anlagen in Kanada vollständig installiert sind und zusätzliche Lagerstätten erschlossen werden.

Führungswechsel an der Unternehmensspitze

Ein weiterer bedeutender Schritt steht im Management an. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Clive Johnson wird in den Ruhestand treten. Seine Nachfolge übernimmt der bisherige Finanzchef Michael Cinnamond.

Die Entscheidung deutet auf Kontinuität hin. Der Aufsichtsrat setzt offenbar bewusst auf einen Manager aus den eigenen Reihen, der mit der Struktur und Strategie des Unternehmens vertraut ist. Gleichzeitig verbinden viele Investoren mit einem ehemaligen Finanzchef die Erwartung einer strengeren Kapitaldisziplin.

Offen bleibt allerdings, in welchem Umfang der neue CEO operative Veränderungen vornehmen wird. Die Balance zwischen finanzieller Steuerung und operativer Exzellenz dürfte eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre sein.

Bewertung im Vergleich zur Branche

Trotz der Kursgewinne notiert die Aktie weiterhin mit einem deutlichen Abschlag gegenüber vielen Wettbewerbern. Ein Vergleich über das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA zeigt, dass B2Gold aktuell den niedrigsten Multiplikator unter mehreren großen Goldproduzenten aufweist.

Zum Vergleich wurden unter anderem Gold Fields AngloGold Ashanti, Equinox Gold, Barrick Mining, Agnico Eagle Mines und IAMGOLD herangezogen.

Der Bewertungsabschlag lässt sich teilweise durch das politische Risiko in Mali erklären. Dennoch erscheint die Differenz im Branchenvergleich vergleichsweise groß, insbesondere nachdem die neue Mine in Kanada inzwischen in Betrieb ist.

Auf Basis konservativer Annahmen für Goldpreis, Produktionsvolumen und Kosten ergibt sich ein geschätzter fairer Wert von rund 7,20 US-Dollar je Aktie. Damit liegt das theoretische Kurspotenzial über 40 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Chancen und Risiken für Investoren

Der wichtigste Einflussfaktor für die Aktie bleibt der Goldpreis. Steigende Preise wirken sich unmittelbar positiv auf Umsatz und Gewinn aus, während ein deutlicher Rückgang die Profitabilität entsprechend belastet.

Hinzu kommt das politische Risiko in Mali. Das westafrikanische Land gilt als anspruchsvolle Bergbauregion mit regulatorischen Unsicherheiten. Auch wenn B2Gold bislang konstruktive Beziehungen zur Regierung unterhält und neue Genehmigungen erhalten hat, bleibt dieser Standort ein wichtiger Bewertungsfaktor für Investoren.

Ausblick

B2Gold hat das Jahr 2025 mit starken operativen Ergebnissen abgeschlossen. Rekordproduktion und steigende Umsätze wurden vor allem durch den Produktionsstart der Goose-Mine unterstützt.

Die Prognose für 2026 wirkt zunächst zurückhaltend, spiegelt jedoch vor allem die laufende Übergangsphase wider. Gleichzeitig läuft der Gold-Vorauszahlungsvertrag im Juni 2026 aus. Danach kann eine Produktionsmenge von 66.000 Unzen pro Quartal zum Marktpreis verkauft werden, der derzeit deutlich über dem bisherigen Vertragspreis liegt.

Sollte sich die operative Entwicklung wie geplant fortsetzen, könnte sich der freie Cashflow deutlich beschleunigen. Trotz politischer Risiken und potenziell steigender Energiekosten wirkt die Bewertung der Aktie im Branchenvergleich weiterhin attraktiv. Unter diesen Voraussetzungen erscheint die Aktie weiterhin als Kaufkandidat.

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