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TKMS-Aktie vor der Entscheidung – Ausbruch oder Abverkauf?

Auf Messers Schneide
Die TKMS-Aktie steht aktuell an einem charttechnisch entscheidenden Punkt und könnte schon bald die Richtung für die kommenden Wochen vorgeben. Nach den starken Schwankungen der vergangenen Monate bewegt sich der Kurs in einer Zone, die sowohl die Grundlage für einen neuen Aufwärtsschub als auch für eine Fortsetzung der Korrektur bilden könnte. Entsprechend richten sich die Blicke nun auf wichtige Unterstützungs- und Widerstandsbereiche. Wie es für den Preis der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Chartanalyse zur TKMS-Aktie

Der Unterstützungsbereich, welcher zwischen 70 € und 71,30 € liegt, konnte von der TKMS-Aktie bisher gehalten werden. Obgleich der Kurs erneut die Unterstützungszone testet. Derzeit befindet sich der Kurs an der Oberkante. Von hier hätte der Kurs die Möglichkeit, nach oben durchzustarten. Fällt der Kurs hingegen unter den Support, könnte weiterer Abwärtsdruck ausgelöst werden.

TKMS, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Sollte auch die nächste Unterstützungszone nachhaltig nach unten verlassen werden, steigen die Wahrscheinlichkeiten dafür, dass sich der Kurs der TKMS-Aktie auf direktem Wege zu neuen Allzeittiefs befinden könnte, da es keine relevanten Unterstützungen mehr unter dem Kursniveau von 70 € gibt.

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TKMS-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Tageschart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 37 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist. Auch der MACD hat ein Verkaufssignal ausgebildet.

TKMS, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Tageschart wirken aktuell pessimistisch. Beide Indikatoren haben auf Tagesbasis ein bärisches Cross gebildet, was auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeutet. Der 4-Stundenchart suggeriert hingegen eine mögliche Trendwende nach oben. Ob diese nachhaltig sein wird, oder überhaupt stattfindet ist fraglich.

Elliott-Wellen

Die Elliott-Wellen-Analyse im Tageschart zeigt, dass sich der TKMS-Kurs in einer korrektiven Struktur bewegt. Es ist sowohl eine abwärtsgerichtete, als auch eine aufwärtsgerichtete dreiteilige Bewegung im Chart zu identifizieren, was die Interpretation der Wellenstruktur uneinheitlich macht.

TKMS, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

In der Primärerwartung ist mit einem neuen Allzeittief zu rechnen. Die B-Welle scheint ihr Top gefunden zu haben, weshalb sich der Kurs jetzt in einer Welle C befinden könnte, welche die übergeordnete Y-Welle komplementieren dürfte. C-Wellen sind fünfteilige Bewegungen, weshalb auch die Elliott-Wellen auf weitere Abwärtsbewegungen schließen lassen.

ℹ️ TKMS AG & Co. KGaA in Kürze

  • TKMS (WKN: TKMS00) ist aus der Abspaltung aus dem ThyssenKrupp-Konzern entstanden. Das Unternehmen zählt zu den führenden europäischen Anbietern im militärischen Marinebereich.
  • Der Hauptsitz befindet sich in Kiel, daneben unterhält der Konzern nationale Standorte in Wismar, Bremen, Hamburg und Emden. Daneben bestehen weitere internationale Standorte.
  • Die TKMS-Aktie ist Mitglied im Nebenwerteindex MDAX und an der Börse aktuell mit 4,53 Milliarden € bewertet.

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Fazit

Die TKMS-Aktie steht aktuell an einer wichtigen charttechnischen Weggabelung. Der Unterstützungsbereich zwischen 70 € und 71,30 € konnte bislang verteidigt werden, steht jedoch erneut auf dem Prüfstand. Gleichzeitig haben RSI und MACD auf Tagesbasis bärische Signale ausgebildet, was für anhaltenden Verkaufsdruck spricht. Die kurzfristig freundlicheren Signale im 4-Stundenchart reichen bislang nicht aus, um das angeschlagene Gesamtbild entscheidend aufzuhellen.

Auch die Elliott-Wellen deuten derzeit eher auf Risiken als auf eine nachhaltige Erholung hin. Die aktuelle Struktur spricht dafür, dass sich die Aktie bereits in einer laufenden C-Welle befinden könnte, die typischerweise mit weiteren Abwärtsbewegungen einhergeht. Solange der Unterstützungsbereich nicht nachhaltig verteidigt und wichtige Widerstände zurückerobert werden, bleiben neue Tiefs das wahrscheinlichere Szenario.