SpaceX-IPO: Wie komme ich an Aktien?
SpaceX baut seine technologische Dominanz weiter aus
SpaceX gilt inzwischen als eines der ambitioniertesten Technologieunternehmen der Welt. Der Konzern verfügt durch seine wiederverwendbaren Raketen über einen erheblichen Kostenvorteil beim Zugang zum Orbit und hat sich damit eine nahezu konkurrenzlose Marktstellung erarbeitet. Traditionelle Rüstungs- und Raumfahrtkonzerne können bei den Startkosten pro transportiertem Kilogramm kaum mithalten.
Zusätzliche Wachstumsfantasie liefert das Satelliteninternetgeschäft Starlink. Anders als klassische Telekommunikationsanbieter ist der Dienst nicht von terrestrischen Glasfasernetzen abhängig und kann dadurch Kunden in entlegenen Regionen ebenso bedienen wie Fluggesellschaften, Schifffahrtsunternehmen oder staatliche Verteidigungsprojekte weltweit.
Nach dem Zusammenschluss mit xAI arbeitet SpaceX zudem an solarbetriebenen KI-Rechenzentren. Ziel ist es, sich von klassischen Einschränkungen wie Stromnetzen, Kühlwasser oder verfügbaren Flächen unabhängiger zu machen. Parallel dazu verfolgt das Unternehmen Pläne zur Entwicklung eigener KI-Chips und Hardwarelösungen aus einer Hand.
Direkter Zugang zur Aktie bleibt für Privatanleger schwierig
Für Privatanleger bleibt der Zugang zu SpaceX-Aktien bislang stark eingeschränkt. Vor dem geplanten Börsengang am 12. Juni 2026 unter dem Kürzel SPCX sind Unternehmensanteile überwiegend akkreditierten Investoren vorbehalten. Hinzu kommen hohe Einstiegshürden am Sekundärmarkt sowie längere Sperrfristen, die das Liquiditätsrisiko erhöhen.
Auch einige börsengehandelte Beteiligungsvehikel gelten unter Analysten als problematisch. Bestimmte Fonds handeln mit deutlichen Aufschlägen auf den tatsächlichen Wert ihrer Beteiligungen. Dadurch müssten sich die Bewertungen von SpaceX teils massiv erhöhen, damit Anleger überhaupt die Gewinnschwelle erreichen.
Geplanter Börsengang dürfte hohe Erwartungen einpreisen
Der geplante Börsengang von SpaceX zählt bereits jetzt zu den meistdiskutierten Kapitalmarktprojekten der vergangenen Jahre. Berichten zufolge könnte das Unternehmen rund 75 Milliarden US-Dollar einsammeln und dabei mit mehr als 175 Milliarden US-Dollar bewertet werden.
Kritiker verweisen allerdings darauf, dass die Bewertung gemessen am bisherigen Umsatzniveau äußerst ambitioniert erscheint. Gleichzeitig bleibt unklar, wie sich die Aktie nach dem Börsenstart entwickeln wird. Erinnerungen an den Börsengang von Meta Platforms werden wach, als die Aktie wenige Monate nach dem Debüt deutlich unter Druck geriet.
Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch mögliche Insiderverkäufe nach den ersten Quartalszahlen. Sollten größere Anteilspakete auf den Markt kommen, könnte dies kurzfristig für erhöhte Kursschwankungen sorgen.
Alphabet bietet indirekten Zugang zu SpaceX
Als mögliche Alternative rückt Alphabet in den Vordergrund. Der Mutterkonzern von Google investierte bereits 2015 rund 900 Millionen US-Dollar in SpaceX. Schätzungen zufolge liegt der heutige Anteil zwischen fünf und sechs Prozent.
Sollte SpaceX langfristig tatsächlich eine Bewertung von zwei Billionen US-Dollar erreichen, könnte allein diese Beteiligung einen Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar für Alphabet repräsentieren.
Darüber hinaus verfügt Alphabet über weitere strategisch bedeutende Beteiligungen. Dazu zählt insbesondere die Robotaxi-Tochter Waymo, die inzwischen zu den weltweit führenden Entwicklern autonomer Fahrsysteme zählt. Nach einer jüngsten Finanzierungsrunde wird Waymo mit rund 126 Milliarden US-Dollar bewertet.
Trotz dieser Vermögenswerte wird Alphabet an der Börse weiterhin ähnlich bewertet wie andere große Technologiekonzerne wie Microsoft oder Nvidia. Einige Marktbeobachter sehen darin Hinweise darauf, dass die Beteiligungen an Zukunftstechnologien bislang nur teilweise im Aktienkurs berücksichtigt werden.
Momentum-Modelle sprechen derzeit für Alphabet
Zur Bewertung von Technologieaktien setzen einige Investoren verstärkt auf quantitative Trendmodelle. Ein häufig genutzter Ansatz analysiert die Kursentwicklung über verschiedene Zeiträume hinweg, um die Stärke eines langfristigen Trends zu bestimmen und kurzfristige Marktschwankungen herauszufiltern.
Im aktuellen Vergleich der sogenannten Magnificent-7-Aktien erreicht Alphabet den höchsten Momentum-Wert. Dahinter folgen Nvidia und Amazon. Dagegen zeigen Microsoft und Meta Platforms derzeit schwächere Trendsignale.
Zusätzliche Modelle zur Marktstimmung deuten aktuell weiterhin auf ein konstruktives Umfeld für US-Technologieaktien hin. Anleger orientieren sich dabei häufig an Trendindikatoren und Liquiditätsmodellen, um Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte besser einzugrenzen.
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Fazit
Wer vor dem möglichen Börsengang von SpaceX an der Entwicklung des Unternehmens partizipieren möchte, findet in Alphabet derzeit eine der interessantesten indirekten Optionen am Aktienmarkt. Neben der Beteiligung an SpaceX sprechen auch die Positionierung im KI- und Mobilitätsmarkt sowie die stabile Marktstellung für den Technologiekonzern.
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