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SpaceX-IPO: Alles, was Du jetzt wissen musst

Wie man an die Aktie kommt
Polina Dmitrovskaya
Der größte Börsengang der Geschichte steht vor der Tür. Das von Elon Musk gegründete Raumfahrt- und Satellitenunternehmen wird ganz bald Geschichte schreiben. Wer am 12. Juni dabei sein will, sollte sich jetzt vorbereiten – denn die Zahlen hinter dem Hype sind komplizierter als sie klingen.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

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Wie komme ich als deutscher Anleger an die Aktie?

Da SPCX an der Nasdaq listet, ist der Zugang zum IPO-Preis für deutsche Anleger typischerweise nicht möglich – die 30% Retail-Tranche geht über US-Plattformen wie Robinhood und Fidelity. Ab dem 12. Juni ist SPCX jedoch eine reguläre Nasdaq-Aktie und das bedeutet, dass jeder Broker mit US-Aktien-Zugang dann den Kauf ermöglicht, genau wie bei Apple, Nvidia oder Amazon. 

Was steckt eigentlich im Unternehmen?

SpaceX ist längst keine reine Raketengesellschaft mehr. Das S-1-Prospekt offenbart drei Geschäftsbereiche: Starlink als profitabler Anker, das Raketengeschäft, das mehr als die Hälfte aller weltweiten Raketenstarts abwickelt, sowie ein KI-Segment, das SpaceX nach der Fusion mit xAI als Infrastrukturanbieter für künstliche Intelligenz positioniert. 

Der Gesamtumsatz 2025 lag bei 18,7 Milliarden US$, was einem Plus von rund 33% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Unter dem Strich steht jedoch ein Nettoverlust von knapp 5 Milliarden US$ sowie ein kumuliertes Defizit von 41,3 Milliarden US$ (sprich der gesamte Verlust seit der Gründung 2002). Das ist bei wachstumsorientierten Tech-Unternehmen nicht ungewöhnlich – auch Amazon war jahrelang defizitär. Es zeigt aber, wie kapitalintensiv das Raketengeschäft ist. 

Starlink trägt – xAI verbrennt

Starlink ist das einzige durchgehend profitable Segment. Das globale Satelliten-Internetnetz hat rund 10 Millionen Abonnenten (und die Zahl hat sich innerhalb von zwölf Monaten verdoppelt), 11 Milliarden US$ Umsatz in 2025 und eine operative Marge von 39%. Die Marge ist bemerkenswert , denn klassische Telekommunikationskonzerne wie die Deutsche Telekom erreichen operative Margen von typischerweise 15 bis 20%, und das nach Jahrzehnten am Markt. Starlink ist gerade einmal 5 Jahre lang im Regelbetrieb. Ohne Starlink wäre SpaceX schlicht nicht börsenreif. Auf der Gegenseite steht die KI-Sparte. Das xAI-Segment verlor 2025 allein 6,36 Milliarden US$. Starlinks Gewinne subventionieren faktisch Musks KI-Ambitionen.

Die Risiken, die niemand gerne liest

Elon Musk hält 85,1% der Stimmrechte, was bedeutet, dass öffentliche Aktionäre faktisch keinen Einfluss auf strategische Entscheidungen haben. Der Prospekt nennt Starship ausdrücklich als Hauptrisiko Nummer eins: Verzögerungen bei der kommerziellen Inbetriebnahme der Rakete würden die gesamte Wachstumsstrategie gefährden und machen den Kurs noch volatiler, als er es sowieso schon durch seine IPO-Natur sein dürfte. Hinzu kommt eine Bewertung von über 90-mal den Jahresumsatz – eine Kennzahl, die selbst für Tech-Verhältnisse extrem ist.

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Polina Dmitrovskaya

Fazit

SpaceX ist eine der aufregendsten Wachstumsstorys der Gegenwart und gleichzeitig eines der teuersten Verlustunternehmen, die je an die Börse gegangen sind. Wer am 12. Juni kauft, sollte das als spekulativen Wachstumseinsatz verstehen, nicht als solides Investment. Kleine Position, langer Atem oder abwarten, bis sich der erste IPO-Staub gelegt hat.

Spannend finde ich, dasss Morgan Stanley für das Starlink-Segment bis 2030 einen Umsatz von rund 50 Milliarden US$ bei einer EBITDA-Marge von starken 50% prognostiziert. Sollte das eintreten, wäre Starlink allein eines der profitabelsten Technologieunternehmen der Welt – unabhängig von Raketen und KI. Das ist im Kern auch der Grund, warum SpaceX eine Bewertung von knapp 2 Billionen US$ überhaupt rechtfertigen kann.

Weiter Trends wie diesen, haben wir in unserem Report „3 Top-Picks 2026“ gelistet. Ein Blick darauf lohnt sich!