SAP-Aktie mit -54% – Lohnt sich jetzt der Einstieg?
Chartanalyse zur SAP-Aktie
Der SAP-Kurs steht auch weiterhin unter Druck. Nach der Ablehnung kurz vor dem Widerstandsbereich fiel der Kurs dynamisch zurück in den abwärtsgerichteten Trendkanal und zeigte eine sogenannte bearish engulfing candle, im Wochenchart. Dies ist ein Kerzenmuster, das auf weitere Abverkäufe hindeutet, welches zu einem 3-Jahres-Tief geführt hatte.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Der Kurs nähert sich dem nächsten Unterstützungsbereich zwischen 119 € und 129 €. Gelingt es, diese Zone ohne einen nachhaltigen Bruch nach unten zu verteidigen, könnte sich daraus eine potenziell interessante Einstiegsgelegenheit ergeben.
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SAP-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gestiegen. Aktuell notiert dieser bei 35 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von unten nach oben durchstoßen, wodurch ein bullisches Crossover entstanden ist. Auch beim MACD ist ein bullisches Cross gelungen, obgleich das Momentum wieder rückläufig ist.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Die Indikatoren im Wochenchart senden derzeit bullische Signale. Der RSI hat bereits den Cross vollzogen und der MACD folgte leicht versetzt. Zudem zeigt der RSI auf Wochenbasis eine bullische Divergenz, was auf eine mögliche Trendwende hindeuten könnte.
Elliott-Wellen
Im Wochenchart bleibt die übergeordnete Struktur zwar bullisch, doch die Länge und Tiefe der aktuellen Bewegung sprechen eher für den Beginn einer größeren A-B-C-Korrektur. Nach dem impulsiven Anstieg der Welle 3 bis 283,50 € befindet sich die Aktie derzeit in einer ausgedehnten Welle 4.
Diese Korrektur könnte sich noch weiter ausdehnen. Der relevante Trendwendebereich liegt dabei zwischen dem 0,236er Fibonacci-Retracement bei 128,40 € und dem 0,5er Retracement bei 53,00 €, in dem eine Stabilisierung einsetzen könnte.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
In einem Alternativszenario könnte die Welle 4 (hier röm. iv) in Kürze abgeschlossen sein und der Kurs könnte sich auf direktem Wege zu neuen Allzeithochs befinden. Allerdings war die Korrektur verglichen mit der Korrektur der Welle 2 (hier röm ii) zeitlich sehr kurz.
Solange der Kurs über der Marke von 53,00 € notiert, bleibt das bullische Szenario bestehen. In diesem Fall könnte sich nach Abschluss der aktuellen Korrektur eine neue impulsive Aufwärtsbewegung im Rahmen einer Welle 5 entfalten.
ℹ️ SAP in Kürze
- Die SAP SE (WKN: 716460) gehört weltweit zu den führenden Softwareunternehmen im Bereich Unternehmenssoftware. Der Konzern bietet Lösungen für Geschäftsprozesse, Datenmanagement und Cloud-Anwendungen für Unternehmen jeder Größe.
- Der Hauptsitz befindet sich in Walldorf (Deutschland). SAP ist weltweit tätig und verfügt über zahlreiche Standorte und Kunden in nahezu allen Branchen.
- Die Aktie ist im DAX und Euro Stoxx 50 gelistet und zählt mit einer Marktkapitalisierung von rund 157,78 Milliarden € zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen Europas.
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Fazit
Die SAP-Aktie befindet sich weiterhin in einer Korrekturphase und nähert sich mit dem Unterstützungsbereich zwischen 119 € und 129 € einer charttechnisch wichtigen Zone. Gelingt dort eine Stabilisierung, könnte sich das Chartbild wieder aufhellen. RSI und MACD senden auf Wochenbasis bereits bullische Signale, zudem spricht die bullische Divergenz im RSI für nachlassenden Verkaufsdruck. Dennoch sollte das rückläufige Momentum im MACD nicht außer Acht gelassen werden.
Aus Sicht der Elliott-Wellen befindet sich die Aktie wahrscheinlich in einer größeren Welle 4, die sich noch etwas ausdehnen könnte. Gleichzeitig bleibt ein alternatives Szenario mit einem bereits abgeschlossenen Korrekturmuster bestehen. Solange die Marke von 53,00 € nicht unterschritten wird, bleibt der langfristige Aufwärtstrend intakt und eine anschließende Welle 5 mit neuen Allzeithochs weiterhin möglich.