SAP-Aktie: Dreht der Kurs jetzt wieder nach oben?
Chartanalyse zur SAP-Aktie
Der SAP-Kurs steht erneut unter Druck. Nach der Ablehnung kurz vor dem Widerstandsbereich fiel der Kurs dynamisch zurück in den abwärtsgerichteten Trendkanal und zeigt eine sogenannte bearish engulfing candle. Dies ist ein Kerzenmuster, das auf weitere Abverkäufe hindeutet.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Daher ist davon auszugehen, dass auch das lokale Tief nochmals unterschritten wird und der Kurs der SAP-Aktie in den nächsten Unterstützungsbereich einlaufen könnte. Dieser liegt zwischen 119 und 129 €.
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SAP-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gestiegen. Aktuell notiert dieser bei 36 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von unten nach oben durchstoßen, wodurch ein bullisches Crossover entstanden ist. Auch beim MACD ist der bullische Cross nun gelungen.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Die Indikatoren im Wochenchart senden derzeit bullische Signale. Der RSI hat bereits den Cross vollzogen, während der MACD etwas später ebenfalls ein Kaufsignal geliefert hat. Aufgrund des aktuellen Abverkaufs haben die Indikatoren auf Tagesbasis hingegen wieder in einen bärischen Bereich gedreht.
Elliott-Wellen
Im Wochenchart bleibt die übergeordnete Struktur zwar bullisch, doch die Länge und Tiefe der aktuellen Bewegung sprechen eher für den Beginn einer größeren A-B-C-Korrektur. Nach dem impulsiven Anstieg der Welle 3 bis 283,50 € befindet sich die Aktie derzeit in einer ausgedehnten Welle 4.
Diese Korrektur könnte sich noch weiter ausdehnen. Der relevante Trendwendebereich liegt dabei zwischen dem 0,236er Fibonacci-Retracement bei 128,40 € und dem 0,5er Retracement bei 53,00 €, in dem eine Stabilisierung einsetzen könnte.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
In einem Alternativszenario könnte die Welle 4 (hier röm. iv) bereits abgeschlossen sein und der Kurs könnte sich auf direktem Wege zu neuen Allzeithochs befinden. Allerdings war die Korrektur verglichen mit der Korrektur der Welle 2 (hier röm ii) zeitlich sehr kurz.
Solange der Kurs über der Marke von 53,00 € notiert, bleibt das bullische Szenario bestehen. In diesem Fall könnte sich nach Abschluss der aktuellen Korrektur eine neue impulsive Aufwärtsbewegung im Rahmen einer Welle 5 entfalten. Wird der angenommene Trendwendebereich der Welle 4 hingegen nachhaltig unterschritten, droht eine ausgeweitete Korrektur, die das Chartbild der SAP-Aktie deutlich eintrüben könnte.
ℹ️ SAP in Kürze
- Die SAP SE (WKN: 716460) gehört weltweit zu den führenden Softwareunternehmen im Bereich Unternehmenssoftware. Der Konzern bietet Lösungen für Geschäftsprozesse, Datenmanagement und Cloud-Anwendungen für Unternehmen jeder Größe.
- Der Hauptsitz befindet sich in Walldorf (Deutschland). SAP ist weltweit tätig und verfügt über zahlreiche Standorte und Kunden in nahezu allen Branchen.
- Die Aktie ist im DAX und Euro Stoxx 50 gelistet und zählt mit einer Marktkapitalisierung von rund 163,76 Milliarden € zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen Europas.
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Fazit
Die SAP-Aktie sendet derzeit widersprüchliche Signale. Während RSI und MACD auf Wochenbasis jeweils ein bullisches Crossover ausgebildet haben und damit auf eine mögliche Bodenbildung hindeuten, bleibt das kurzfristige Chartbild angeschlagen. Die Rückkehr in den fallenden Trendkanal sowie die bearish engulfing candle sprechen zunächst für weiteren Abwärtsdruck und einen möglichen Test tieferer Unterstützungszonen.
Aus Sicht der Elliott-Wellen befindet sich die Aktie weiterhin in einer größeren Korrekturphase der Welle 4. Kurzfristig könnten daher noch tiefere Kurse folgen, bevor sich eine nachhaltige Trendwende ausbildet. Solange der übergeordnete Trendwendebereich verteidigt wird, bleibt das langfristig bullische Szenario mit einer späteren Welle 5 und neuen Allzeithochs jedoch weiterhin intakt.