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Porsche-Vorzugsaktie: Rebound geglückt – was ist jetzt ratsam?

Restrukturierung greift
Die Porsche-Vorzugsaktie hat sich nach dem Tief im Frühjahr deutlich erholt. Am Mittwoch verliert sie aktuell -2,3% und steht bei 47,30 €. Die entscheidende Frage lautet nun, ob der Rebound erst der Anfang einer nachhaltigen Trendwende war oder ob bereits ein Großteil der positiven Erwartungen im Kurs enthalten ist.

Umstrukturierung soll die Wende bringen

In den vergangenen Jahren geriet die Porsche AG zunehmend unter Druck. Insbesondere die Profitabilität litt unter einer schwächeren Nachfrage in China, einem herausfordernden Marktumfeld sowie strategischen Fehlentscheidungen. Hinzu kamen Belastungen durch internationale Handelskonflikte und höhere Zölle.

Der neue Vorstandsvorsitzende Michael Leiters, der seit dem 1. Januar im Amt ist, hat daher ein umfassendes Restrukturierungsprogramm angekündigt. Ziel ist es, die Kostenbasis zu senken und die Ertragskraft nachhaltig zu verbessern.

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem: Eine Verschlankung der Führungsstruktur, die Reduzierung des Vorstands von acht auf vier Mitglieder, der Abbau von rund 2.000 Stellen, die Überprüfung unrentabler Tochtergesellschaften und eine Straffung des Produktportfolios.

Auch die Produktstrategie wird angepasst. Während Porsche zuletzt stark auf Elektromobilität setzte, orientiert sich das Unternehmen nun wieder stärker an der tatsächlichen Kundennachfrage. Der Anteil der vollelektrischen Fahrzeuge sank im ersten Quartal von 25,9 auf 19,8%. Gleichzeitig sollen neue Modelle die Attraktivität der Marke erhöhen.

Porsche-Chef Michael Leiters erklärte hierzu:

Wir werden Porsche umfassend neu aufstellen, das Unternehmen schlanker, schneller und die Produkte noch begehrlicher machen.

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Zahlen wie erwartet ausgefallen

Nach dem schwachen Vorjahr waren die Erwartungen an den Jahresauftakt bereits deutlich reduziert worden. Die Ergebnisse des ersten Quartals entsprachen weitgehend diesen Prognosen und lagen teilweise sogar am oberen Ende der Erwartungen.

Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,2% auf 8,4 Milliarden € zurück. Hintergrund war ein rückläufiger Fahrzeugabsatz. Die Auslieferungen reduzierten sich von 71.470 auf 60.991 Fahrzeuge.

Das operative Ergebnis sank von 762 auf 595 Millionen €. Die operative Marge verringerte sich entsprechend von 8,6 auf 7,1%, blieb damit jedoch innerhalb der avisierten Bandbreite.

Positiv entwickelte sich der Netto-Cashflow. Dank konsequentem Kostenmanagement und geringerer Investitionen verbesserte er sich von 198 auf 514 Millionen €.

Insgesamt fielen die Quartalszahlen solide aus. Die Belastungen waren bereits bekannt und spiegeln die aktuelle Übergangsphase des Unternehmens wider.

Jahresprognose bestätigt

Nach dem ersten Quartal hält Porsche an seiner Prognose fest. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern: Einen Umsatz von 35 bis 36 Milliarden €, eine operative Umsatzrendite von 5,5 bis 7,5% und einen Netto-Cashflow zwischen 3 und 5% des Umsatzes.

Auch das Jahr 2026 dürfte noch im Zeichen des Konzernumbaus stehen. Erst in den darauffolgenden Jahren soll die Strategie 2035 ihre volle Wirkung entfalten. Ziel ist es, die Gewinnschwelle zu senken und die Position als führender Hersteller exklusiver Sportwagen weiter auszubauen.

Ergänzend sei erwähnt: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.

ℹ️ Porsche AG in Kürze

  • Der Sportwagenhersteller Porsche AG (WKN: PAG911) mit Sitz in Stuttgart ist seit Ende September an der Frankfurter Börse gelistet und nicht zu verwechseln mit der ebenfalls börsennotierten Porsche Automobil Holding SE.
  • Die Produktion erfolgt überwiegend in Stuttgart-Zuffenhausen sowie in Leipzig und Bratislava.
  • Die im DAX notierte Vorzugsaktie kommt auf eine Börsenbewertung von 21,6 Milliarden €.