POET Technologies-Aktie: Ist das die nächste KI-Rakete?

+75% in 3 Tagen

Die POET Technologies-Aktie hob diese Woche ab wie eine Rakete. Seit Montag schoss der Kurs des Technologieunternehmens um +75% in die Höhe. Was steckt hinter dem Raketenstart von POET und sollten Anleger jetzt noch auf sie aufspringen?

Dall E

Das macht POET

Da POET Technologies den wenigsten Anlegern in Deutschland ein Begriff sein dürfte, hier ein paar einleitende Worte zur Geschäftstätigkeit des Tech-Unternehmens. POET ist ein Design- und Entwicklungsunternehmen, das sich auf die Verbindung von Elektronik und Photonik spezialisiert hat. Ziel ist es dabei, die Datenübertragung in Rechenzentren und KI-Systemen schneller, kompakter und energieeffizienter zu machen.

Das Kernprodukt des Unternehmens ist der POET Optical Interposer, eine patentierte Plattform, die es ermöglicht, elektronische und photonische Bauteile (wie Laser und Detektoren) direkt auf einem einzigen Chip zu integrieren. Damit will POET das Flaschenhalsproblem moderner Hardware lösen. Da KI-Modelle immer komplexer werden, stoßen klassische Kupferkabel und herkömmliche optische Verbindungen an ihre Grenzen bei Geschwindigkeit und Stromverbrauch.

POET entwickelt und produziert zwei Produktgruppen. Die Optical Engines von POET sind winzige optische „Motoren“, die elektrische Signale in Lichtsignale umwandeln. Und bei den Light Source Products handelt es sich um spezialisierte Lichtquellen für die Chip-zu-Chip-Kommunikation innerhalb von KI-Servern. Durch die Integration von Licht direkt auf dem Chip können Daten mit Lichtgeschwindigkeit zwischen Prozessoren (GPUs/CPUs) übertragen werden, was die Latenz massiv senkt.

Drei aktuelle Kurstreiber

Die jüngste Kursexplosion der POET Technologies-Aktie ist auf eine Kombination aus operativer Stärke, dem Ende der steuerlichen Unsicherheit und einem Short Squeeze zurückzuführen.

Vor kurzem veröffentlichte der Leerverkäufer Wolfpack Research einen Bericht, der US-Investoren vor massiven steuerlichen Nachteilen warnte, da POET als "Passive Foreign Investment Company“ eingestuft werden könnte. Diese Nachricht löste eine Verkaufswelle bei Investoren aus.

Am 14. April 2026 reagierte POET mit einer offiziellen Klarstellung. Das Unternehmen stellt US-Aktionären nun die notwendigen Daten bereit, um steuerliche Nachteile zu vermeiden. Zudem kündigte das Unternehmen an, seinen Hauptsitz in die USA zu verlegen. Damit wird das Unternehmen ab Ende 2026 keine ausländische Firma mehr sein, was das Steuerproblem für die Zukunft komplett eliminiert. Investoren kehrten daraufhin schlagartig zurück.

Viele Leerverkäufer hatten aufgrund des Wolfpack-Berichts auf fallende Kurse gewettet und wurden von der schnellen Gegendarstellung von POET kalt erwischt. Als der Kurs die wichtige 200-Tage-Linie nach oben durchbrach, mussten sie ihre Positionen durch Käufe glattstellen, was den Kurs wie eine Lawine nach oben drückte.

Der wahrscheinlich wichtigste Kurstreiber der letzten Tage waren aber konkrete Beweise von POET Technologies, dass das Unternehmen sich endlich in der Phase des Übergangs von der Entwicklung zur Massenproduktion seiner Produkte befindet. Die Bestätigung, dass die 800G- und 1,6T-Optical-Engines planmäßig ab Q2/Q3 2026 in hohen Stückzahlen gefertigt werden, hat institutionelle Anleger überzeugt. Zudem unterstreichen neue Partnerschaften mit Branchengrößen wie LITEON Technology (optische Module für KI-Anwendungen) und Lessengers (1,6T-Transceiver), dass POETs Technologie im Markt für generative KI zum Standard werden könnte.

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Charttechnisches Neuland

Die POET Technologies-Aktie befindet sich seit Monatsbeginn in einem atemberaubenden Aufwärtstrend. Das bisherige Allzeithoch bei 9,20 US$ wurde mit einem Schlag pulverisiert. Aktuell befindet sich der Aktienkurs bei ca. 12,80 US$ auf chartechnischem Neuland.

Eine ganz heiße Tech-Aktie

Die POET Technologies-Aktie ist derzeit zweifellos einer der heißesten Tech-Werte der Welt. Ebenso heiß ist die Bewertung. Das Unternehmen kommt derzeit auf einen Börsenwert von 1,95 Milliarden US$ und das bei einem Umsatz von 1,1 Millionen US$ und einem Nettoverlust von 63 Millionen US$ im vergangenen Jahr.

Wir sprechen hier also von einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von fast 1.800! Aber den Umsatz des letzten Jahres als Bewertungsgrundlage zu nehmen, ist natürlich völlig sinnlos. Die Umsatzprognosen sind eine wesentlich bessere Grundlage.

2026 gehen Analysten von einem Umsatzwachstum auf 14 Millionen US$ aus. 2027 soll der Umsatz dann auf 111 Millionen US$ explodieren. Ein Forward-KUV von 18 bezogen auf den 2027er-Umsatz klingt da schon wesentlich vernünftiger.

Ich rate Anlegern, die noch ein wenig Spielgeld in ihrem Depot übrig haben, in die POET Technologies-Aktie zu investieren. Ich glaube, dass 2026 das Jahr des Produktionshochlaufs und 2027 das Jahr der kommerziellen Skalierung der Produkte wird. Der Beginn der Volumenproduktion für Lichtquellen ist für das 2. Quartal 2026 geplant, gefolgt von Hochgeschwindigkeits-800G-Engines im 3. Quartal 2026.

Hinzu kommt, dass POET eine prall gefüllte Kriegskasse besitzt. Mit einem aktuellen Cash-Bestand von ca. 430 Millionen US$ ist das Tech-Unternehmen komfortabel finanziert.

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ℹ️ ServiceNow in Kürze

  • POET Technologies mit aktuellem Sitz in Toronto ist ein Technologieunternehmen and der Schnittstelle von Elektronik und Lichtwellenleitertechnik (Photonik).
  • Das Unternehmen entwickelt Lösungen, um den massiven Energieverbrauch und die Geschwindigkeitsbegrenzungen moderner KI-Rechenzentren zu überwinden.
  • Das Herzstück des Tech-Unternehmens ist der POET Optical Interpose — eine Plattform, die es ermöglicht, elektronische Komponenten (wie Mikrochips) und optische Komponenten (wie Laser) auf einem einzigen Chip zu vereinen.
  • Statt Daten mühsam und energieintensiv über Kupferkabel oder komplexe externe optische Module zu schicken, ermöglicht POET die Kommunikation mit Licht direkt auf der Chipebene.
  • POET Technologies notiert an der Technologiebörse Nasdaq und ist ca. 1,95 Milliarden US$ wert.
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