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Micron-Aktie mit -13% – platzt jetzt die KI-Rallye?

Gewinnmitnahmen laufen
Die Micron-Aktie ist am vergangenen Freitag um über -13% eingebrochen und geriet damit nach ihrer zuvor starken Rallye deutlich unter Druck. Nach den jüngsten Rekordständen nehmen die Gewinnmitnahmen spürbar zu, während sich das kurzfristige Chartbild zunehmend eintrübt. Besonders die hohe Dynamik des Rücksetzers sorgt aktuell für neue Unsicherheit im Trendverlauf. Wie es für den Preis der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Chartanalyse zur Micron-Aktie

Die Micron-Aktie war zuletzt ziemlich heißgelaufen und brach sogar aus dem Trendkanal nach oben aus. Nach der massiven Rallye von über +1.600% seit dem lokalen Tief im April 2025 korrigierte der Techkonzern am vergangenen Freitag deutlich und fiel zurück in den Trendkanal.

Micron Technology, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Der nächste potenziell relevante Supportbereich für die Micron-Aktie liegt zwischen 441 US$ und 457,50 US$ und damir relativ weit weg vom aktuellen Kursniveau. Zusätzlich könnte die Unterkante des Trendkanals dem Kurs als Support dienen. Bricht der Micron-Kurs jedoch nachhaltig unter den Trendkanal, könnte das den Preis der Tech-Aktie deutlicher unter Druck setzen.

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Micron-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Tageschart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei etwa 56 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf tendenziell fallende Kurse hindeutet. Beim MACD ist bislang noch kein Verkaufssignal zu vernehmen, jedoch könnte dieser unmittelbar bevorstehen.

Micron Technology, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Tageschart wirken aktuell negativ. Der RSI hat bereits bärisch gecrosst und der MACD steht kurz davor. Auch auf Wochenbasis beginnen sich die Indikatoren etwas einzutrüben. Angesichts der zuvor stark gestiegenen Kurse sind die aktuellen Gewinnmitnahmen jedoch nicht verwunderlich.

Elliott-Wellen

Die Elliott-Wellen-Analyse im Tageschart zeigt, dass sich der Micron-Kurs in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Nach Abschluss der internen Welle 4 am 09.03.2026 stieg der Kurs der Micron-Aktie deutlich an und könnte nun nah an der Vervollständigung der Welle 5 stehen, oder diese bereits komplementiert haben.

Micron Technology, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Die Elliott-Wellen-Struktur wirkt im mittelfristigen Bild bereits weit fortgeschritten. Das spricht dafür, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung bald ausgereizt sein könnte, oder bereits ist. Entsprechend ist mit weiteren Rücksetzern zu rechnen.

ℹ️ Micron in Kürze

  • Micron Technology (WKN: 869020) ist ein US-amerikanischer Halbleiterkonzern mit Sitz in Boise (Idaho), der sich auf Speicherchips und Datenspeicherlösungen spezialisiert hat.

  • Das Unternehmen produziert vor allem DRAM- und NAND-Speicherchips, die in Rechenzentren, KI-Systemen, Smartphones und Computern eingesetzt werden.

  • Die Micron-Aktie ist an der NASDAQ gelistet und Bestandteil wichtiger US-Indizes wie NASDAQ-100 und S&P 500.

  • Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 974,37 Milliarden US$, womit Micron zu den größten Halbleiterunternehmen weltweit zählt.

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Fazit

Die Micron-Aktie zeigt nach ihrer außergewöhnlichen Rallye erstmals deutlichere Ermüdungserscheinungen. Der RSI hat auf Tagesbasis bereits ein bärisches Crossover ausgebildet und der MACD steht kurz davor, ebenfalls ein Verkaufssignal zu liefern. Der Rückfall in den Trendkanal nach dem vorherigen Ausbruch ist zudem ein erstes Zeichen dafür, dass die Aufwärtsdynamik nachlässt.

Auch die Elliott-Wellen sprechen zunehmend für eine fortgeschrittene Trendphase. Die laufende Welle 5 könnte bereits ihr Ende erreicht haben oder kurz davorstehen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer größeren Korrektur, insbesondere wenn die Unterkante des Trendkanals und wichtige Unterstützungszonen nicht verteidigt werden können.