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Intel-Aktie verliert -8,5% – drohen weitere Verluste?

Bären übernehmen
Die Intel-Aktie hat gestern rund -8,5% an Wert verloren und gerät damit nach ihrer starken Aufwärtsbewegung wieder unter Druck. Nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Monate nehmen die Gewinnmitnahmen spürbar zu, während sich das kurzfristige Chartbild zunehmend eintrübt. Gleichzeitig rücken wichtige Unterstützungszonen in den Fokus, die über den weiteren Verlauf der Korrektur entscheiden könnten. Wie es für den Preis der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Chartanalyse zur Intel-Aktie

Die Intel-Aktie korrigierte gestern deutlich. Sieht man sich jedoch den Monatschart an, fällt diese Bewegung kaum ins Gewicht. Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau, ausgelöst durch eine kurzfristige, schlechte Marktstimmung, muss man nicht überbewerten. Sollte sich die Korrektur jedoch ausweiten, liegt der nächste relevante Supportbereich, auf struktureller Basis, erst bei ca. 76 US$.

Intel Corporation, Monatschart, Quelle: Tradingview.com

Solange jedoch der Supportbereich gehalten werden kann, steht einer nachfolgenden Rallye nichts im Wege. Ob der Supportbereich überhaupt angelaufen wird, bleibt abzuwarten. Solche dynamischen Phasen können auch sehr lange anhalten, ohne dass es zu größeren Rücksetzern kommt.

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Intel-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Monatschart ist zuletzt gestiegen. Aktuell notiert dieser bei 86 Punkten, deutlich in der überkauften Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von unten nach oben durchkreuzt, wodurch ein bullisches Crossover entstanden ist, was auf potenziell weiter steigende Kurse hindeutet. Der MACD hat ebenfalls einen bullischen Cross vollzogen und wird von weiter ansteigendem Momentum begleitet.

Intel Corporation, Monatschart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Monatschart wirken aktuell bullisch. Sowohl der RSI, als auch der MACD haben einen bullischen Cross auf dem Monatschart vollzogen. Diese liegen jedoch schon einige Zeit zurück, wodurch das bullische Kaufsignal wieder etwas relativiert wird. Im Wochenchart hat der RSi bereits ein bärisches Cross vollzogen und auch der MACD verliert an Momentum.

Elliott-Wellen

Die Elliott-Wellen-Analyse im Monatschart zeigt, dass sich der Intel-Kurs in einer fortgeschrittenen Phase der aktuellen Bewegung befindet. Es ist eine fünfteilige Bewegung in der internen Wellenstruktur zu erkennen, welche eine größere Welle 3 (hier röm. iii) abschließen könnte. Danach ist mit einem Welle 4-Rücksetzer zu rechnen.

Intel Corporation, Monatschart, Quelle: Tradingview.com

Der Kurs der Intel-Aktie zeigt übergeordnet immer noch Stärke. Weitere lokale Hochs bleiben möglich, sofern der Kurs nicht nachhaltig unter lokale Tiefs fällt. Aufgrund des Verkaufssignals im RSI auf Wochenbasis ist damit zu rechnen, dass die Gewinnmitnahmen sich noch ausweiten könnten.

ℹ️ Intel Corporation in Kürze

  • Die Intel Corporation (WKN:855681) mit Sitz im kalifornischen Santa Clara ist ein führender US-Anbieter von Halbleitern.
  • In seinem Kerngeschäft mit der Herstellung von Mikroprozessoren für PCs und Laptops dominiert der Konzern 70% des weltweiten Markts.
  • Das Unternehmen ist im Dow Jones sowie der Nasdaq gelistet und hat aktuell einen Börsenwert von rund 588,29 Milliarden US$.

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Fazit

Die Intel-Aktie befindet sich trotz des jüngsten Rücksetzers weiterhin in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Auf Monatsbasis bleiben RSI und MACD bullisch, die starke Überkauftheit sowie die ersten Schwächesignale auf Wochenbasis sprechen jedoch für eine zunehmende Konsolidierungsgefahr. Das Verkaufssignal im RSI und das nachlassende Momentum im MACD deuten darauf hin, dass sich die Gewinnmitnahmen kurzfristig noch ausweiten könnten.

Auch die Elliott-Wellen sprechen für eine bereits weit fortgeschrittene Aufwärtsbewegung. Die laufende Struktur könnte sich dem Ende einer größeren Welle 3 nähern, auf die typischerweise eine Welle-4-Korrektur folgt. Solange wichtige lokale Tiefs nicht unterschritten werden, bleibt das langfristige Bild konstruktiv. Kurzfristig sollten jedoch weitere Schwankungen und mögliche Rücksetzer einkalkuliert werden.