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IBM-Aktie: Kommt nach der Korrektur jetzt der nächste Anlauf?

Erholung nimmt Fahrt auf
Nach einer deutlichen Korrektur vom Allzeithoch zeigt die IBM-Aktie wieder erste Lebenszeichen. Während Quantum Computing langfristig für Fantasie sorgt, belasteten zuletzt Sorgen um das Beratungsgeschäft. Vorbörslich legt die Aktie nun jedoch wieder deutlich zu.

Milliarden für Quantum Computing sorgen für Fantasie

IBM sorgte zuletzt mit einer milliardenschweren Ankündigung für Aufmerksamkeit. Das Unternehmen plant, in den kommenden fünf Jahren rund 10 Milliarden US$ in den Ausbau seiner Quantum-Computing-Sparte zu investieren. Zusätzlich erhielt IBM im Rahmen verschiedener staatlicher Programme Fördermittel in Höhe von rund 1 Milliarde US$. Ziel bleibt die Entwicklung eines fehlertoleranten Quantencomputers bis zum Jahr 2029.

Anleger reagierten zunächst positiv auf diese Meldung. Quantum Computing gilt neben Künstlicher Intelligenz als einer der potenziell wichtigsten Technologietrends der kommenden Jahre. IBM gehört dabei zu den wenigen Unternehmen, die über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, solche Investitionen in großem Umfang zu stemmen und gleichzeitig profitabel zu wirtschaften.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Aktie zuletzt durch politische Signale aus Washington. Die US-Regierung betont weiterhin die strategische Bedeutung heimischer Technologie- und Halbleiterunternehmen. Gerade Zukunftstechnologien wie KI und Quantum Computing stehen dabei zunehmend im Fokus. Davon profitieren Unternehmen wie IBM, die in diesen Bereichen bereits umfangreiche Infrastruktur und Forschung aufgebaut haben.

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Warum die Aktie zuletzt trotzdem unter Druck geriet

Trotz der positiven Quantum-Schlagzeilen folgte nach dem Anstieg eine spürbare Korrektur. Auslöser waren unter anderem die schwächeren Geschäftszahlen und der vorsichtigere Ausblick von Accenture. Da IBM im Beratungs- und Enterprise-Geschäft in direkter Konkurrenz zu Accenture steht, sorgten die Meldungen für Unsicherheit im gesamten Sektor.

Viele Investoren befürchteten, dass Unternehmen ihre IT-Ausgaben derzeit vorsichtiger planen und größere Transformationsprojekte verschieben könnten. Gleichzeitig halten sich die Diskussionen rund um KI-getriebene Veränderungen im klassischen Beratungs- und Softwaregeschäft hartnäckig. Nach dem starken Anstieg bis auf neue Rekordstände nutzten zahlreiche Anleger die Gelegenheit daher für Gewinnmitnahmen.

Diese Kurszonen werden jetzt wichtig

Nach der deutlichen Korrektur vom Allzeithoch versucht die IBM-Aktie aktuell wieder etwas Stabilität aufzubauen. Vorbörslich konnte das Papier bereits um rund +3,5% zulegen und notiert damit wieder im Bereich von 260 US$.

Der Bereich um 248 US$ rückt dabei besonders in den Fokus. Dort befindet sich eine der größten Unterstützungszonen innerhalb des aktuellen Volumenprofils. In dieser Region fand in den vergangenen Monaten viel Handelsaktivität statt, weshalb dort erneut Kaufinteresse aufkommen könnte. Nach dem jüngsten Rücksetzer dürfte dieser Bereich für viele Anleger nun die entscheidende Marke auf der Unterseite darstellen.

Auf der Oberseite wartet dagegen die nächste größere Hürde im Bereich von 280 US$. Dort liegt die nächste relevante Volumenzone, an der sich zeigen dürfte, ob die Käufer wieder ausreichend Momentum aufbauen können. Nach der Korrektur der vergangenen Wochen hat sich die Aktie damit einer wichtigen Unterstützungsregion angenähert. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob die positive Stimmung rund um Quantum Computing und die staatlichen Förderprogramme ausreicht, um die zuletzt aufgekommenen Sorgen über das Beratungsgeschäft wieder in den Hintergrund zu drängen.

IBM-Aktie auf TradingView

ℹ️ IBM in Kürze

  • Die International Business Machines Corporation, kurz IBM, (WKN: 851399) ist ein IT- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Armonk im US-Bundesstaat New York.
  • Der bereits 1911 gegründete Konzern entwirft und entwickelt hochmoderne IT wie KI, Cloud- und Unternehmenssoftware sowie Quantencomputeranwendungen.
  • IBM ist Mitglied in den US-Leitindizes Dow Jones Industrial und S&P 500. Der Börsenwert liegt aktuell bei 237 Milliarden US$.

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Fazit

IBM bleibt einer der spannendsten Werte im Bereich Quantum Computing. Die milliardenschweren Investitionen und staatlichen Förderungen sorgen weiterhin für Fantasie. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Reaktionen auf die Accenture-Zahlen, wie sensibel Anleger derzeit auf mögliche Schwächen im Beratungs- und Softwaregeschäft reagieren. Kurzfristig dürfte nun vor allem die Unterstützungszone um 248 US$ im Fokus stehen. Kann sich die Aktie dort stabilisieren, könnte die Erholung in Richtung der nächsten Widerstandsbereiche fortgesetzt werden.