Fuchs-Aktie: Sind Analysten-Kurse von 50 € realistisch?

Neue Quartalszahlen

Die Fuchs-Aktie bewegte sich zuletzt überwiegend in einer schmalen Range von 29 bis 31 €. Der Kurseinbruch nach dem Iran-Angriff ist mittlerweile wieder vollkommen aufgeholt. Am Donnerstag gewinnt sie aktuell leicht und steht bei 33 €. Sind die Analystenerwartungen erreichbar?

Bestes Quartalsergebnis erzielt

Das Unternehmen zeichnet sich besonders durch seine hohe Ertragskraft aus. Dieser Trend setzte sich auch in den ersten drei Monaten fort; das Unternehmen spricht von einem neuen Höchstwert auf Quartalsbasis.

Das operative EBIT verbesserte sich um 16% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 125 Millionen €. Hierzu trug ein konsequentes Kostenmanagement bei. Die EBIT-Marge stieg von 11,7% auf 13,4%. Unterm Strich erhöhte sich das Periodenergebnis von 77 auf 89 Millionen €.

Der Konzernumsatz wuchs dagegen nur um 1% auf 934 Millionen €. In Europa stieg er um 5% und in Amerika sank er um 6%. In den anderen Regionen stieg er geringfügig.

Sehr positiv entwickelte sich der Free Cashflow. Gegenüber dem Vorjahr stieg er von 3 auf 54 Millionen €. Insgesamt sind die Geschäftszahlen sehr solide ausgefallen.

Stefan Fuchs, Vorsitzender des Vorstands, kommentierte den Geschäftsverlauf so:

Fuchs ist sehr gut in das Jahr 2026 gestartet. Mit einem EBIT von 125 Mio. EUR wurde das bislang beste Quartalsergebnis erzielt.

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Prognose angepasst

Der Iran-Konflikt hinterlässt auch bei dem Konzern seine Spuren. Der Schmiermittelhersteller ist jedoch in der glücklichen Lage, die steigenden Preise an seine Kunden weiterzugeben. Die EBIT-Prognose von 450 Millionen € wurde bestätigt.

Beim Umsatz wurde der Wert nach oben angepasst. Statt mit einem erwarteten Wert von 3,7 Milliarden € wird jetzt mit deutlich mehr als 3,7 Milliarden € gerechnet. Beim Free Cashflow wurde der Zielwert nach unten angepasst. Statt um 270 Millionen € werden jetzt deutlich weniger als 270 Millionen € erwartet.

Je nach Situation im Iran-Konflikt kann es im Jahresverlauf zu einer erneuten Anpassung kommen.

Was bedeutet das für die Aktie?

Der Kursrückgang durch den Iran-Konflikt ist wieder vollkommen aufgeholt. Positiv ist, dass die EBIT-Prognose bestätigt wurde. Obwohl das Unternehmen sehr profitabel arbeitet, bewegte sich der Kurs überwiegend um die Marke von 31 €.

Die Analysten halten die Aktie einheitlich für unterbewertet, deren mittlerer Zielkurs liegt bei rund 50 €. Jefferies sieht den fairen Wert sogar bei 55 €.

Ich bin da wesentlich vorsichtiger. Den fairen Wert sehe ich zwar bei 40 €; allerdings ist dieser Wert vorerst nicht zu erreichen. Die Aktie ist trotz des Listings im MDAX ein Nebenwert. Hier macht sich der geringe Streubesitz von rund 21% negativ bemerkbar.

Was für die Aktie spricht, ist die gute Dividendenrendite von aktuell 3,6%. Hier könnte es zu einer Anhebung der letzten Dividende von 1,22 € kommen.

Mein Fazit: Die Aktie eignet sich aufgrund der hohen Rendite besonders gut zur Depotbeimischung. Ein Kursanstieg auf 50 € ist momentan unwahrscheinlich.

Hier sei erwähnt: Nicht jede Dividenden-Aktie bietet auch Kurspotenzial – doch einige tun es durchaus. Diese zehn Titel wurden nach beiden Kriterien ausgewählt und könnten 2026 für eine doppelte Rendite sorgen.

ℹ️ Fuchs in Kürze

  • Fuchs SE (WKN: A3E5D6) entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten für nahezu alle Industrien und Anwendungsbereiche. Ein neues Segment ist die Batterietechnologie.
  • Das Unternehmen, das 1931 in Mannheim gegründet wurde, beschäftigt weltweit über 6000 Mitarbeiter in 57 operativ tätigen Gesellschaften. Fuchs ist der weltweit größte Anbieter unter den unabhängigen Schmierstoffherstellern.
  • Die Vorzugsaktie wird an der Börse mit knapp 2,2 Milliarden € bewertet.
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