Erneuerbare Energien: Diese 2 Aktien könnten langfristig durchstarten
CleanSpark-Aktie
CleanSpark begann ursprünglich als Anbieter sogenannter Microgrids – kompakter Energiesysteme zur Speicherung und Nutzung von Wind- und Solarenergie. Diese Systeme konnten entweder unabhängig betrieben oder in bestehende Stromnetze, Lastmanagementsysteme und Notstromlösungen integriert werden.
Einen entscheidenden Strategiewechsel leitete das Unternehmen im Jahr 2021 mit der Übernahme des Bitcoin-Miners ATL Data Centers ein. CleanSpark modernisierte dessen Anlagen mithilfe eigener energieeffizienter Microgrid-Technologie und weitete dieses Konzept später auf weitere akquirierte Mining-Unternehmen aus. Parallel dazu begann das Unternehmen, selbst Bitcoins zu schürfen und die daraus erzielten Erlöse in den Ausbau seines KI-Infrastrukturgeschäfts zu investieren.
Heute positioniert sich CleanSpark zunehmend als Anbieter von KI-fähigen Rechenzentren, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Damit adressiert das Unternehmen ein zentrales Problem der Branche: den enormen Energieverbrauch von KI- und Bitcoin-Rechenzentren sowie deren hohe Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Durch den Einsatz grüner Energielösungen sollen Kunden nicht nur ihre CO₂-Bilanz verbessern, sondern auch langfristig Energiekosten senken und sich gegen volatile Öl- und Gaspreise absichern.
Kurzfristig steht CleanSpark allerdings vor Herausforderungen. Analysten erwarten für 2026 einen Umsatzrückgang von rund 16 Prozent sowie ein negatives bereinigtes EBITDA. Gründe dafür sind unter anderem der Rückgang des Bitcoin-Kurses nach vorherigen Rekordständen, wetterbedingte Belastungen für das Mining-Geschäft sowie die laufende Transformation zum KI-Infrastruktur-Anbieter.
Für 2027 rechnen Marktbeobachter jedoch wieder mit einer Erholung. Prognostiziert wird ein Umsatzwachstum von rund 17 Prozent und die Rückkehr in die Profitabilität auf EBITDA-Basis. Besonders entscheidend dürfte dabei sein, ob CleanSpark erste sogenannte Hyperscaler-Kunden – also große Cloud- und KI-Konzerne – gewinnen kann. Gelingt dieser Schritt, könnte sich das Wachstum des Unternehmens deutlich beschleunigen.
Mit einem Enterprise Value von rund 5,47 Milliarden US-Dollar wird die Aktie derzeit mit etwa dem Neunfachen des erwarteten Jahresumsatzes bewertet. Das erscheint zwar ambitioniert, könnte sich bei erfolgreicher Expansion des KI-Geschäfts jedoch als gerechtfertigt erweisen.
Plug Power-Aktie
Plug Power zählt zu den führenden Unternehmen im Bereich Wasserstofftechnologie. Das Unternehmen entwickelt Brennstoffzellen, Elektrolyseure und Speichersysteme und erzielt einen Großteil seiner Umsätze mit wasserstoffbetriebenen Gabelstaplerlösungen für Großkunden wie Amazon und Walmart.
Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Elektrolyseure von Plug Power, die für die Herstellung von „grünem Wasserstoff“ benötigt werden. Bei diesem Verfahren wird Wasser mithilfe erneuerbarer Energien wie Wind- oder Solarstrom in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten – ein zentraler Baustein für eine klimaneutrale Industrie.
Zwischen Ende 2021 und Ende 2025 stieg die Zahl der installierten Brennstoffzellensysteme von rund 50.000 auf mehr als 74.000 Einheiten. Vor allem in den Jahren 2022 und 2023 expandierte Plug Power stark, unterstützt durch die Übernahme zweier Spezialisten für kryogene Speichertechnologie.
Im Jahr 2024 geriet das Wachstum allerdings ins Stocken. Höhere Zinsen und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld führten dazu, dass viele Unternehmen geplante Wasserstoffprojekte zunächst verschoben. 2025 zeigte sich jedoch wieder eine deutliche Belebung der Nachfrage. Sinkende Zinsen sowie die Wiederaufnahme staatlicher Förderprojekte im Bereich grüner Wasserstoff sorgten für neue Impulse. Gleichzeitig optimierte Plug Power im Rahmen des Effizienzprogramms „Project Quantum Leap“ seine Kostenstruktur und reduzierte die Ausgaben.
Analysten erwarten nun, dass der Umsatz des Unternehmens zwischen 2025 und 2028 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 18 Prozent steigt. Zudem soll Plug Power im Jahr 2028 erstmals wieder ein positives bereinigtes EBITDA erzielen.
Mit einem Enterprise Value von etwa 6,1 Milliarden US-Dollar erscheint die Bewertung derzeit vergleichsweise moderat. Die Aktie wird aktuell mit dem rund Sechsfachen des erwarteten Jahresumsatzes gehandelt.
Trotz der weiterhin spekulativen Natur des Investments sehen viele Marktbeobachter enormes Potenzial im Wasserstoffsektor. Laut Prognosen von Grand View Research könnte der Markt für grünen Wasserstoff zwischen 2026 und 2033 jährlich um mehr als 30 Prozent wachsen. Sollte Plug Power seine frühe Marktposition erfolgreich verteidigen, könnte das Unternehmen in den kommenden Jahren zu den großen Wachstumsgewinnern der Energiewende zählen.
Wenn Du CleanSpark beobachtet, solltest Du Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung sichern. Im SD Insider Newsletter berichten wir regelmäßig über Entwicklungen bei dieser und ähnlichen Aktien – kompakt und ohne Umwege.
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Fazit
Sowohl CleanSpark als auch Plug Power stehen exemplarisch für die nächste Generation von Energieunternehmen, die von der globalen Transformation hin zu nachhaltigen Technologien profitieren wollen. Während CleanSpark auf die Verbindung von grüner Energie, Bitcoin-Mining und KI-Rechenzentren setzt, fokussiert sich Plug Power auf den langfristigen Ausbau der Wasserstoffwirtschaft.
Beide Unternehmen befinden sich derzeit noch in einer Übergangsphase und kämpfen mit kurzfristigen Belastungen sowie hoher Volatilität. Gleichzeitig bieten sie Anlegern die Chance, frühzeitig auf Märkte zu setzen, die in den kommenden Jahren erheblich wachsen könnten. Wer bereit ist, höhere Risiken in Kauf zu nehmen und einen langfristigen Anlagehorizont mitbringt, könnte in beiden Aktien interessante Zukunftsinvestments finden.
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