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Ebola-Ausbruch: Diese Aktien könnten profitieren

Entsteht hier ein Hype?
Redaktion
Der jüngste Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda sorgt weltweit für erhöhte Aufmerksamkeit an den Finanzmärkten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der schnellen Ausbreitung der seltenen Bundibugyo-Variante eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Nach aktuellen Berichten wurden bereits mehrere hundert Verdachtsfälle registriert, die Zahl der Todesopfer steigt weiter. Besonders problematisch: Für diese Ebola-Variante existiert bislang kein zugelassener Impfstoff.

Mit den jüngsten Entwicklungen rücken erneut Biotech-, Impfstoff- und Diagnostikunternehmen in den Fokus der Investoren. Historisch betrachtet reagieren die Märkte bei größeren Virusausbrüchen häufig mit spekulativen Kursbewegungen bei Unternehmen, die potenziell von staatlichen Beschaffungsprogrammen, WHO-Initiativen oder verstärkter Forschung profitieren könnten.

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Warum die Märkte reagieren

Die aktuelle Ebola-Welle unterscheidet sich von früheren Ausbrüchen, weil die Bundibugyo-Variante bislang kaum medizinisch adressiert werden konnte. WHO-Experten prüfen derzeit mehrere experimentelle Impfstoffe und Antikörpertherapien. Parallel laufen internationale Programme zur beschleunigten Entwicklung neuer Vakzine und antiviraler Medikamente.

An der Börse entsteht dadurch ein klassisches „Outbreak-Trade“-Szenario: Anleger setzen auf Firmen mit relevanten Impfstoff-, Diagnostik- oder Therapieplattformen.

Die wichtigsten Ebola-Gewinner-Aktien

Merck & Co.

Der US-Pharmariese gilt als zentraler Profiteur jeder größeren Ebola-Debatte. Mit „Ervebo“ besitzt Merck bereits den einzigen WHO-zugelassenen Impfstoff gegen den Zaire-Ebola-Stamm. Zwar wirkt dieser nicht direkt gegen die aktuelle Bundibugyo-Variante, dennoch diskutieren Experten mögliche Teilwirkungen sowie den Einsatz bestehender Impfstoffplattformen.

Zusätzlich arbeitet Merck gemeinsam mit CEPI an einer verbesserten und kostengünstigeren Version seines Ebola-Impfstoffs.

Investment-These: Merck profitiert weniger von kurzfristiger Spekulation als von seiner globalen Marktstellung im Bereich Pandemie- und Impfstofflogistik. Institutionelle Investoren sehen den Konzern daher als defensiven Ebola-Play.

Regeneron Pharmaceuticals

Regeneron verfügt mit „Inmazeb“ bereits über eine zugelassene Ebola-Antikörpertherapie. Das Unternehmen spendete zuletzt zusätzliche Behandlungseinheiten an WHO-Programme in Hochrisikoregionen. Parallel beobachten Analysten genau, ob bestehende Antikörperplattformen gegen neue Ebola-Stämme angepasst werden können.

Investment-These: Regeneron könnte von neuen Regierungsaufträgen profitieren, insbesondere wenn die WHO oder BARDA zusätzliche Therapiereserven aufbauen.

Gilead Sciences

Der Konzern steht wegen seiner antiviralen Wirkstoffe erneut im Fokus. Laut Reuters werden sowohl Remdesivir als auch das experimentelle Obeldesivir gegen die aktuelle Ebola-Variante untersucht.

Bereits während der Corona-Pandemie zeigte sich, wie schnell antivirale Wirkstoffe bei globalen Gesundheitskrisen an Bedeutung gewinnen können.

Investment-These: Sollten klinische Daten positiv ausfallen, könnte Gilead kurzfristig erheblich von Notfallbeschaffungen profitieren.

Mapp Biopharmaceutical

Der kleinere Biotech-Spezialist erlebt derzeit ein überraschendes Comeback. Die US-Regierung arbeitet laut Reuters gemeinsam mit Mapp an der Weiterentwicklung experimenteller Ebola-Antikörpertherapien wie MBP134.

Das Unternehmen war bereits während der Ebola-Krise 2014 durch die Therapie „ZMapp“ bekannt geworden.

Investment-These: Hohe Spekulationsdynamik möglich — allerdings mit erheblichem Risiko, da Mapp nicht die Finanzkraft großer Pharmakonzerne besitzt.

BioFire Defense

Neben Impfstoffentwicklern profitieren häufig auch Diagnostikfirmen. Reuters berichtet, dass Ebola-Testsysteme von BioFire derzeit verstärkt in den betroffenen Regionen eingesetzt werden.

Investment-These: Diagnostikunternehmen profitieren oft schneller als Impfstoffentwickler, weil Tests bereits in frühen Phasen einer Epidemie massiv benötigt werden.

Spekulative Nebenwerte bleiben hochriskant

Marktbeobachter warnen allerdings vor übertriebener Euphorie. Viele sogenannte „Ebola-Aktien“ erleben kurzfristige Kurssprünge (der exklusive No Brainer Club konnte hierdurch Gewinne von mehr als +200% innerhalb von Stunden realisieren), ohne dass daraus nachhaltige Umsätze entstehen. Bereits während früherer Ausbrüche kam es zu starken Rallyes bei kleinen Biotechfirmen — gefolgt von ebenso schnellen Einbrüchen.

Zudem könnte die aktuelle Ebola-Welle schneller eingedämmt werden als befürchtet. WHO-Experten betonen trotz der angespannten Lage, dass aggressive Eindämmungsmaßnahmen weiterhin Erfolgschancen haben.

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Redaktion

Fazit

Die neue Ebola-Welle in Zentralafrika bringt das Thema Pandemie-Resilienz zurück an die Börsen. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Impfstoffe, antivirale Medikamente und Diagnostik könnten kurzfristig profitieren. Während große Konzerne wie Merck & Co. oder Regeneron Pharmaceuticals eher als stabile Langfrist-Profiteure gelten, bleiben kleinere Biotechfirmen hochspekulative Wetten auf den weiteren Verlauf der Krise.

Für Anleger dürfte entscheidend werden, ob sich die Ausbreitung beschleunigt — und ob Regierungen weltweit erneut milliardenschwere Pandemieprogramme auflegen.

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