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Assembly Biosciences: Follow the Money – darum winkt hier Großes!

Investoren drücken Zuversicht aus
Assembly Biosciences konnte am vergangenen Freitag mit gleich zwei wegweisenden Neuigkeiten aufwarten. Neben einer klinischen Expansion und damit größeren Marktchancen steht eine neue Investorenrunde im Fokus. Für die Aktie meines Biotech-Favoriten steht damit der Aufbruch in neue Kursregionen an.

Alte und neue Investoren geben weitere 100 Millionen Dollar

Das neuerliche Engagement verschiedener Top-Tier-Investoren signalisiert vor allem eines: Bei Assembly Bio entsteht etwas Großes. Insgesamt fließen dem Unternehmen in der aktuellen Investorenrunde brutto 100 Millionen US-Dollar zu, weitere 15 Millionen US-Dollar sind im Rahmen der Over-Allotment-Option möglich.

Die neuen Aktien werden zu einem Preis von je 26,50 US$ platziert. Unbezahlte, potenziell kursbremsende Warrants gibt es diesmal keine.

Kapitalspritze stärkt Verhandlungsposition

Mit der aktuellen Kapitalerhöhung schafft Assembly Bio die Voraussetzungen für einen extrem werttreibenden Opt-in den kommenden Wochen: Bis Mitte des Jahres möchte das Unternehmen seine Profit-Cost-Share-Option in Bezug auf seine potenziell viele Milliarden Dollar schwere Herpes-Franchise ziehen. Bestätigen sich die herausragenden Proof-of-Concept-Daten und kommt es in den nächsten Jahren zur Zulassung, winken allein hieraus für Assembly langfristig Milliardengewinne.

Darüber hinaus möchte Assembly das zusätzliche Kapital offenbar auch dafür nutzen, den Markt seines weiteren Mid-Stage-Kandidaten ABI-6250 zu erweitern: Mit der Primären biliären Cholangitis (PBC) und der Primären sklerosierenden Cholangitis (PSC) soll der initial gegen Hepatitis D entwickelte Wirkstoff auch bei anderen schweren Lebererkrankungen zum Einsatz kommen. Während eine möglicherweise zulassungsrelevante HDV-Studie im vierten Quartal starten soll, ist der Beginn einer Phase 2 für PBC und PSC für das Auftaktquartal 2027 vorgesehen.

Assemblys Medizinchef Anuj Gaggar kommentiert:

Wir sind begeistert, das ABI-6250-Programm auf PBC und PSC auszuweiten, wo trotz bestehender PBC-Therapien nach wie vor ein erheblicher ungedeckter medizinischer Bedarf besteht und es im Falle von PSC keine zugelassenen Behandlungen gibt.

Für ABI-6250 bedeutet die Indikationserweiterung erhebliches Zusatzpotenzial, das den bestehenden HDV-Markt im Volumen theoretisch vervielfachen könnte:

Quelle: chatGPT.com

Gilead extrem unter Zugzwang

Assembly Biosciences macht mit seinen neuesten Schritten einmal mehr deutlich, sich nicht unter Wert verkaufen zu wollen. Das große Investoreninteresse untermauert in diesem Zusammenhang die langfristigen Aussichten. Mit nun deutlich über 300 Millionen US-Dollar in der Kasse, weiteren signifikanten Einnahmen aus der höchst wahrscheinlichen Kooperationsverlängerung und potenziellen Auslizenzierungen vor der Brust, ist das Unternehmen nachhaltig stark finanziert.

Für Gilead ist die Situation problematisch: Assemblys zunehmende wirtschaftliche Unabhängigkeit könnte dem Konzern langfristig einen riesigen Gewinnanteil kosten. Zudem benötigt der konzerninterne Forschungsapparat im Virologie-Bereich dringend Innovationen. Assembly Bio schließt mit seinem wissenschaftlichen Fundament und seinem erfahrenen Team genau diese Lücke.

Follow the Money!

Interessante Randnotizen: SD-Volltreffer Cidara Therapeutics war letztes Jahr für 221,50 US$ je Aktie übernommen worden, hatte fünf Monate zuvor noch eine große Kapitalerhöhung bei 44,00 US$ platziert.

Mindestens so bemerkenswert war die Übernahme von Mirati Therapeutics 2023: Nur zwei Wochen, nachdem das Unternehmen im August 300 Millionen US-Dollar durch die Ausgabe von Aktien zu je 27,80 US$ eingesammelt hatte, kontaktierte der spätere Käufer das Unternehmen bezüglich einer Übernahme. Im Oktober kam es dann zum Buyout für 58,00 US$ je Aktie. Bei Mirati seinerzeit im Aufsichtsrat: Assembly-Chairman William Ringo.

Auch bei Gileads letzter riesigen Virologie-Transaktion hatte es bereits ein ähnliches Bild gegeben: 2011 war der Hepatitis-C-Forscher Pharmasset für 11 Milliarden US-Dollar oder 137,00 US$ je Aktie geschluckt worden. Zuvor war noch im gleichen Jahr eine Kapitalerhöhung im Umfang wie jetzt bei Assembly Bio platziert worden. Die Aktien hatte es hierbei für je 46,33 US$ gegeben.

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Fazit

Bereits früher hatte ich eine Übernahmeentscheidung Gileads bis zum 15. Oktober dieses Jahres vermutet. Mit den neuesten Entwicklungen ist eine lukrative Offerte aus meiner Sicht nun sogar noch wahrscheinlicher geworden. Ohne Übernahme könnte Assembly Bio nun aus eigener Kraft langfristig eine zweistellige Milliarden-Marktkapitalisierung erreichen.

Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens Assembly Biosciences in signifikantem Umfang. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.