Dall E

Diese 3 KI-Aktien haben korrigiert – und könnten sich jetzt lohnen

Chance nutzen?
Redaktion
Die aktuelle Korrektur im KI-Chipsektor hat Anleger weltweit aufgeschreckt. Innerhalb weniger Handelstage wurden Milliardenwerte vernichtet, nachdem die zuvor euphorische Stimmung rund um künstliche Intelligenz einen deutlichen Dämpfer erhielt. Doch gerade solche Marktphasen können langfristig orientierten Investoren interessante Einstiegsmöglichkeiten eröffnen – insbesondere dann, wenn die zugrunde liegenden Unternehmen weiterhin stark wachsen.

Nvidia-Aktie

Der KI-Champion Nvidia ist trotz der jüngsten Kursverluste weiterhin das wertvollste Unternehmen der Welt. Seit dem Erreichen seines 52-Wochen-Hochs hat die Aktie zwar rund 18 Prozent eingebüßt, operativ präsentiert sich das Unternehmen jedoch unverändert stark.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 steigerte Nvidia seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um beeindruckende 85 Prozent auf 81,6 Milliarden US-Dollar. Besonders das Rechenzentrumssegment erwies sich erneut als Wachstumsmotor und legte um 92 Prozent zu. Für das laufende zweite Quartal stellt das Management einen Umsatz von rund 91 Milliarden US-Dollar in Aussicht, was einem Wachstum von etwa 95 Prozent entsprechen würde. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Prognose keinerlei Umsätze aus dem chinesischen Markt für Rechenzentrums-Computing berücksichtigt.

Unternehmensgründer und CEO Jensen Huang sieht den Ausbau der KI-Infrastruktur weiterhin erst am Anfang. Die Entwicklung sogenannter KI-Fabriken stelle die größte Infrastrukturinvestition der Menschheitsgeschichte dar und beschleunige sich mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit, erklärte er bei der Vorlage der Quartalszahlen.

Trotz des enormen Wachstums wird Nvidia aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 31 bewertet. Angesichts der Dynamik im KI-Markt erscheint diese Bewertung für viele Anleger weiterhin attraktiv, sofern die Nachfrage nach KI-Infrastruktur auf hohem Niveau bleibt.

AMD-Aktie

Auch die Aktie von AMD geriet nach der jüngsten Marktkorrektur deutlich unter Druck. Nachdem das Papier Anfang Juni noch ein Rekordhoch von 542,52 US-Dollar erreicht hatte, fiel der Kurs innerhalb weniger Tage um rund 17 Prozent. Dennoch hat sich die Aktie seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt.

Die starke Kursentwicklung wird von einem dynamischen operativen Geschäft getragen. Im ersten Quartal erhöhte AMD den Umsatz um 38 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar. Besonders das Rechenzentrumsgeschäft überzeugte mit einem Wachstum von 57 Prozent. Konzernchefin Lisa Su bezeichnete diesen Bereich als wichtigsten Treiber für Umsatz- und Gewinnwachstum des Unternehmens.

Für das zweite Quartal erwartet AMD Erlöse von rund 11,2 Milliarden US-Dollar. Das würde einem Wachstum von etwa 46 Prozent entsprechen und damit eine weitere Beschleunigung gegenüber dem Vorquartal darstellen.

Zusätzliche Fantasie liefert die für dieses Jahr angekündigte Markteinführung von Helios, dem ersten vollständigen KI-Rack-System des Unternehmens. Mit OpenAI und Meta verfügt AMD bereits über prominente Kunden für die neue Plattform.

Allerdings bleibt die Bewertung ambitioniert. Selbst nach dem Kursrückgang wird die Aktie mit mehr als dem Hundertfachen des Gewinns der vergangenen zwölf Monate gehandelt. Entsprechend wenig Spielraum besteht für operative Enttäuschungen.

Broadcom-Aktie

Besonders hart traf die jüngste Korrektur die Aktie von Broadcom. Innerhalb einer Woche verlor das Papier rund ein Fünftel seines Wertes – und das ausgerechnet nach der Veröffentlichung eines starken Quartalsberichts.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Broadcom seinen Umsatz um 48 Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar. Das Geschäft mit KI-Chips entwickelte sich sogar noch dynamischer und legte um 143 Prozent auf 10,8 Milliarden US-Dollar zu. Damit übertraf das Unternehmen die eigenen Prognosen.

Für das dritte Quartal stellt Broadcom KI-Chip-Umsätze von rund 16 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Für das Gesamtjahr erwartet das Management Einnahmen von etwa 56 Milliarden US-Dollar aus diesem Bereich. Darüber hinaus bestätigte das Unternehmen sein Ziel, im Geschäftsjahr 2027 mehr als 100 Milliarden US-Dollar KI-Chip-Umsatz zu erzielen.

Ein Teil der Anleger sorgte sich jedoch um die Profitabilität. Durch das rasante Wachstum des KI-Geschäfts verändert sich die Umsatzstruktur des Konzerns, was die Bruttomarge belastet. Vorstandschef Hock Tan betonte jedoch, dass die Margen im Halbleitergeschäft weiterhin stabil und robust seien. Der Rückgang der Gesamtmarge sei vor allem auf den veränderten Umsatzmix zwischen Software, traditionellen Halbleiterprodukten und dem besonders schnell wachsenden KI-Segment zurückzuführen.

Zudem hatten einige Marktteilnehmer offenbar darauf gehofft, dass Broadcom seine Umsatzprognose für 2027 anheben würde. Die bloße Bestätigung des bestehenden Ziels wurde von Teilen des Marktes als Enttäuschung aufgenommen.

Wenn Du Nvidia beobachtest, solltest Du Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung sichern. Im SD Insider Newsletter berichten wir regelmäßig über Entwicklungen bei diesem und ähnlichen Werten – kompakt und ohne Umwege.

Nvidia weiter verfolgen – Newsletter kostenlos abonnieren »

Redaktion

Fazit

Trotz des jüngsten Ausverkaufs wachsen Nvidia, AMD und Broadcom weiterhin mit hohem Tempo und profitieren vom anhaltenden Boom rund um künstliche Intelligenz. Die Kursrückgänge haben die Bewertungen zwar etwas attraktiver gemacht, dennoch bleiben die Erwartungen an das zukünftige Wachstum hoch. Für langfristig orientierte Anleger könnten die drei KI-Chipwerte nach der Korrektur interessante Einstiegschancen bieten, wobei aufgrund der hohen Volatilität ein schrittweiser Positionsaufbau ratsam erscheint.

Jetzt dabei sein: Als Mitglied bei sharedealsPlus profitierst Du von wahren Börsenstars und den richtigen Aktientipps zur richtigen Zeit!