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BMW-Aktie: Warum kommt sie nicht mehr aus dem Rückwärtsgang raus?

Fast auf dem 3-Jahrestief
Die BMW-Aktie hat den Rückwärtsgang eingelegt und scheint nicht mehr aus ihm rauszukommen. Seit Jahresbeginn hat der bayerische Autokonzern -30% an Wert verloren und auch am Donnerstagvormittag fällt die Aktie auf ein neues 12-Monatstief. Warum verabschieden sich Anleger am laufenden Band von der BMW-Aktie und kann man mit ihr inzwischen ein Schnäppchen machen?

Probleme in China und den USA

Einen konkreten Auslöser für die anhaltende Schwäche der BMW-Aktie gibt es nicht. Vielmehr ist es eine Gemengelage aus Absatzrückgängen und Zollbelastungen sowie fehlenden Gamechangern, die dem Münchner Autobauer zu schaffen machen.

Fundamental leidet BMW — wie die gesamte deutsche Autobranche — seit Monaten unter einer massiven Absatzschwäche im wichtigsten Markt China. Der Preiskampf in der Volksrepublik ist brutal und die lokale Konkurrenz durch chinesische E-Autobauer setzt den Bayern extrem zu.

Im ersten Quartal erlitt BMW in China einen Rückgang der Verkaufszahlen um 10% auf nur noch ca. 144.00 Fahrzeuge. Das größte Problem des deutschen Premiumherstellers ist ausgerechnet die Elektromobilität. Vollelektrische Modelle machten dort bei BMW zuletzt nur magere 6,6% des Gesamtabsatzes aus.

Zudem belasten die Ende 2024 eingeführten EU-Sonderzölle auf E-Autos aus China BMW paradoxerweise selbst, da die Bayern dort unter anderem den elektrischen Mini bauen. BMW verhandelt zwar aktuell fieberhaft mit der EU über Mindestimportpreise, um die Zölle zu umgehen, doch das sorgt für Planungsunsicherheit.

Auch die Zölle aus den USA wirken sich negativ auf BMW aus. Zwar besitzt der Autokonzern sein größtes Werk jenseits des Atlantiks, doch viele Modelle werden auch aus anderen Ländern in die Vereinigten Staaten importiert. Nach Aussage von BMW belasten die US-Zölle die operative Margen mit rund 1,25 Prozentpunkten.

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Vom 1- auf das 3-Jahrestief

Im Chartbild der BMW-Aktie ist es zuletzt zappenduster geworden. Seit Jahresbeginn steckt der DAX-Titel in einem hartnäckigen Abwärtstrend fest.

Das bisherige 12-Monatstief bei 71,50 € wurde Anfang Juni mit einem Schlag durchbrochen. Der Autotitel notiert nur noch hauchdünn über dem 3-Jahrestief bei 63,50 €. Sollte auch dieser Support nicht halten, könnte der Kurs sogar deutlich unter 60 € abstürzen.

Preise und Margen stimmen nicht

Obwohl die BMW-Aktie derzeit mit einem Forward-KGV von 6,5 im historischen und auch im Branchen-Vergleich sehr günstig zu haben ist, rate ich Anlegern nicht zu einem Kauf. BMW ist ein massiv schrumpfender Konzern. In den beiden letzten Geschäftsjahren haben die Bayern ca. 15% ihres Umsatzes verloren.

Noch viel schlimmer sieht das Bild beim operativen Gewinn aus. Er halbierte sich von 2023 auf 2025 in etwa.

Besserung ist nicht in Sicht. Im ersten Quartal lag die EBIT-Marge bei bemitleidenswerten 4,7%. Für das Gesamtjahr rechnet das BMW-Management mit einem Wert zwischen 4 und 6%.

Das ist für einen Hersteller von Premiumfahrzeugen ein miserables Profitabilitätsniveau. Es zeigt, dass BMW seine Kosten überhaupt nicht im Griff hat.

Und das bei Preisen, die sich Ottonormalverbraucher nicht leisten kann. Das Einstiegsmodell in die Neue Klasse an Elektroautos kostet 63.000 €.

Abschließend: Aktien, denen wir mehr zutrauen als BMW, findest Du in unseren Top-Picks 2026.

ℹ️ BMW in Kürze

  • Die BMW AG (WKN: 519000) baut Automobile und Motorräder im Premiumbereich. Neben der Stammmarke BMW gehören auch die Marken Mini und Rolls-Royce zum Autokonzern aus München.
  • Mit rund 2,6 Millionen abgesetzten Fahrzeugen (2025) zählt BMW zu den 15 größten Autoherstellern der Welt.
  • BMW ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX und im europäischen Leitindex EuroStoxx 50. Mit einem Börsenwert von 40,4 Milliarden € ist der Autobauer eines der wertvollsten Unternehmen Deutschlands.

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Fazit

Meiner Meinung nach ist bei der BMW-Aktie derzeit keine Trendwende in Sicht. Chinesische Hersteller drängen die deutschen Premiummarken immer stärker aus ihrem Heimatmarkt und dringen mit Macht auf den europäischen Markt vor. Für BMW wird es nicht einfach, den Chinesen technologisch und vor allem preislich etwas entgegenzusetzen. Ein Autohersteller, der bei solchen Verkaufspreisen so wenig Geld verdient, macht etwas falsch — gravierend falsch.