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BMW-Aktie arbeitet sich an die nächste große Hürde heran

China bleibt das Problem
Die BMW-Aktie versucht sich nach der deutlichen Schwächephase wieder zu stabilisieren. Leicht wird die Erholung allerdings nicht: Mit dem Bereich um 60,76 € wartet bereits der nächste wichtige Widerstand.

Konzern verschärft den Sparkurs

Operativ bleibt die Lage bei BMW angespannt. Besonders das Geschäft in China bereitet dem Autobauer weiterhin Probleme. Im zweiten Quartal gingen die weltweiten Auslieferungen um 4,9% zurück, während der Absatz in China sogar um rund 30% einbrach. In Europa und den USA konnte BMW zwar zulegen, die Schwäche im wichtigsten Einzelmarkt ließ sich damit jedoch nicht vollständig ausgleichen.

Bereits im Juni hatte BMW deshalb die Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Neben dem zunehmenden Wettbewerb chinesischer Hersteller belasteten auch höhere Energiepreise und die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Der Konzern erwartet für das Automobilgeschäft inzwischen nur noch eine operative Marge von 1 bis 3%, nachdem zuvor noch 4 bis 6% angepeilt worden waren.

Um gegenzusteuern, sollen die Kosten weiter sinken und interne Abläufe effizienter werden. Dazu passt auch der jüngste Wechsel im Personalvorstand: Ab September übernimmt Dorothea von Boxberg den Bereich Personal. Sie soll BMW durch die laufende Transformation begleiten, ohne dass der Konzern bislang einen ähnlich großen Stellenabbau wie einige Wettbewerber angekündigt hat.

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Widerstand bei 60,76 € wird zur ersten Bewährungsprobe

Charttechnisch befindet sich die BMW-Aktie weiterhin in einer schwierigen Ausgangslage. Der Kurs notiert nur knapp über den jüngsten Tiefständen und rund -37% unter dem 52-Wochen-Hoch. Mit dem Bereich um 60,76 € liegt nun ein wichtiger Widerstand direkt oberhalb des aktuellen Kursniveaus. Dort kam in der Vergangenheit verstärkt Handelsaktivität zustande. Entsprechend kann in dieser Zone erneut Verkaufsinteresse auftreten, gerade nachdem viele Anleger in den vergangenen Monaten deutliche Verluste hinnehmen mussten.

Kann BMW den aktuellen Erholungsversuch fortsetzen und sich oberhalb von 60,76 € stabilisieren, wäre das ein erstes gutes Signal. Von einem vollständigen Turnaround könnte man deshalb aber noch nicht sprechen. Dafür müsste die Aktie weitere Widerstände zurückerobern und BMW gleichzeitig zeigen, dass die Probleme in China sowie der Druck auf die Margen langsam nachlassen.

BMW-Aktie

ℹ️ BMW in Kürze

  • Die BMW AG (WKN: 519000) baut Automobile und Motorräder im Premiumbereich. Neben der Stammmarke BMW gehören auch die Marken Mini und Rolls-Royce zum Autokonzern aus München.
  • Mit rund 2,5 Millionen abgesetzten Fahrzeugen (2025) zählt BMW zu den 15 größten Autoherstellern der Welt.
  • BMW ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX und im europäischen Leitindex EuroStoxx 50. Das Unternehmen wird aktuell mit 35,5 Milliarden € bewertet.

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Fazit

Die BMW-Aktie zeigt erste Ansätze einer Stabilisierung, steht aber noch am Anfang einer möglichen Erholung. Der Bereich um 60,76 € wird zur nächsten wichtigen Hürde. Gelingt dort der Ausbruch, könnte wieder mehr Interesse in die Aktie kommen. Dafür braucht es allerdings auch operativ bessere Signale.