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Bayer-Aktie: Chance auf +9%, wenn diese Marke hält

Glyphosat-Erfolg beflügelt zusätzlich
Konrad Speckmaier
Bayer hat nach dem positiven Supreme-Court-Urteil im Glyphosat-Streit einen fulminanten Kurssprung hingelegt und steht nun an einer wichtigen Widerstandszone. Der Pharma- und Agrarkonzern sichert sich zusätzlich frisches Kapital über einen Milliarden-Deal mit Apollo. Nach dem starken Lauf der vergangenen Wochen entscheidet sich jetzt an dieser Zone, wie es weitergeht.

Supreme-Court-Erfolg und frisches Kapital treiben den Kurs

Ende Juni sorgte eine für Bayer günstige Grundsatzentscheidung des US Supreme Court im Glyphosat-Streit für einen Kurssprung von +18,72% an einem einzigen Handelstag. Ein neues 3-Jahres-Hoch war die Folge. Die Deutsche Bank stufte die Aktie daraufhin von Hold auf Buy hoch und hob das Kursziel um ein Drittel auf 60 € an, mit der Begründung, dass sich die Belastung durch die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten zunehmend auflöse und der Fokus wieder auf das operative Geschäft rücke. Aktuell beantragt Bayer vor einem US-Bundesrichter die Abweisung von rund 4.000 gebündelten Roundup-Klagen.

Nicht alle Analysten ziehen bei der Kursziel-Anhebung mit. JPMorgan bestätigte zuletzt zwar sein Overweight-Rating, hält aber weiterhin an einem Kursziel von 50 € fest, nur knapp über dem aktuellen Niveau. Die Einschätzungen, wie viel Erholungspotenzial nach der Rallye noch bleibt, gehen also spürbar auseinander.

Zusätzlichen Rückenwind gibt derweil ein frischer Kapital-Deal. Bayer sicherte sich 3 Milliarden € Eigenkapital durch den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung am LARC-Geschäft an den Finanzinvestor Apollo, behält dabei aber die Mehrheit und operative Kontrolle. Die Kapitalstruktur des Konzerns wird dadurch spürbar gestärkt. Alexander Hirschler hat das ganze am Freitag ausführlich eingeordnet: Bayer-Aktie: Ist der Knoten jetzt endgültig geplatzt?

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An einem wichtigen Widerstandslevel

Quelle Chat: Tradingview

Nach dem fulminanten Lauf befindet sich Bayer nun direkt an einer Widerstandszone zwischen 51,80 € und 54,10 €, wo es bereits zu einer ersten Abwärtsreaktion kam. Spannend wird, ob es dabei bleibt oder eine größere Korrektur folgt. Eine erste Indikation liefert die Unterstützung zwischen 46 € und 47 €. Kommt es hier zu einer Reaktion nach oben, ist ein Anstieg von rund +9% auf die Widerstandszone möglich.

Bricht der Kurs dagegen unter diese Zone, rückt die Aufwärtstrendlinie in den Fokus, auch hier wäre ein Impuls nach oben möglich. Fällt der Kurs auch unter die Trendlinie, würde sich das Bild deutlich in Richtung Short drehen, ohne dass der übergeordnete Aufwärtstrend damit bereits gebrochen wäre. Das wäre erst bei einem Bruch der Unterstützungszone zwischen 29,40 € und 31 € der Fall. Auch dort würde sich dann erneut eine Long-Chance mit den bisherigen Hochs als Ziel oder einer Fortsetzung des Trends, wie bei den beiden anderen Zonen auch, ergeben.

ℹ️ Bayer in Kürze

  • Die Bayer AG ist einer der weltgrößten Chemie- und Pharmakonzerne. Der Konzern ist in drei Geschäftsbereiche untergliedert: Pharmaceuticals (rezeptpflichtige Arzneimittel), Consumer Health (rezeptfreie Medikamente) und Crop Science (Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung).
  • Bayer hat seine Konzernzentrale in Leverkusen und unterhält weltweit Niederlassungen.
  • Das Unternehmen ist im DAX gelistet. An der Börse wird es aktuell mit rund 49 Milliarden € bewertet.

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Konrad Speckmaier

Fazit

Aktuell empfehle ich Anlegern abzuwarten, wie sich Bayer an der Zone zwischen 46 € und 47 € verhält. Kommt es hier zu einer positiven Reaktion, wäre das eine gute Chance auf weiter steigende Kurse. Bleibt sie aus, würde ich auf die beiden anderen Marken schauen und eine Reaktion dort abwarten und nicht vorschnell einsteigen.

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