Almonty-Aktie: Ankeraktionär verringert Anteil – jetzt verkaufen?

Gewinne realisiert

Die Almonty-Aktie verdreifachte sich fast seit Jahresanfang. Am Donnerstag verliert sie aktuell -1% und steht bei 19,80 €. Ein Ankeraktionär verringert seinen Anteil, was bedeutet das für den weiteren Kursverlauf?

Almonty
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Anteil deutlich verringert

Die Deutsche Rohstoff war mit rund 9% der Anteile ein wichtiger Ankeraktionär von Almonty. Anfang April verkaufte das Unternehmen rund 9 Millionen Aktien. Das waren 38% des Gesamtbestandes. Der restliche Bestand liegt jetzt noch bei 4,9%.

Der Gewinn aus dem Aktienverkauf lag laut Unternehmensangaben bei rund 100 Millionen €. Mit dem Erlös finanzierte das Mannheimer Unternehmen seine Expansion bei der Öl- und Gasförderung. Aufgrund der stark gestiegenen Preise, wird die Förderung deutlich ausgebaut.

Hintergrund dürfte auch sein, einen Teilgewinn der Aktienbeteiligung mitzunehmen. Generell sind Gewinnmitnahmen eine gute Strategie. Aktien zu halten und auf immer höhere Kurse zu warten, funktioniert meistens nicht. Es kommt bei jeder Aktie zu Kursrückgängen.

Almonty bleibt jedoch ein wichtiger Baustein im Gesamtportfolio der Deutschen Rohstoff.

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Wolframnachfrage steigt

Die Nachfrage nach Wolfram ist zuletzt deutlich gestiegen. Der beste Indikator hierfür ist die Preisentwicklung. Lag der Preis pro MTU (Metric Ton Unit) Ende 2025 bei etwa 650 €, so lag er Mitte April bei rund 2.600 €.

Der Preisanstieg wurde durch zwei Faktoren ausgelöst. Einerseits verknappt der wichtigste Lieferant China seine Exporte. Der zweite Faktor ist die deutlich gestiegene Nachfrage aufgrund der weltweiten Aufrüstung.

Wolfram ist aufgrund seiner extrem hohen Dichte, Härte und Temperaturbeständigkeit ein Schlüsselmaterial für moderne, panzerbrechende Munition und Panzerungen. Momentan wird in vielen Ländern massiv aufgerüstet. Ursachen hierfür sind einerseits die Kriege in der Ukraine sowie im Iran. Durch die Exportbeschränkung von China nimmt Almonty eine wichtige Schlüsselrolle ein. Die Sangdong Mine in Südkorea gilt als eine der größten Lagerstätten von Wolfram außerhalb Chinas.

Was bedeutet das für die Aktie?

Aus meiner Sicht bietet die Almonty-Aktie bei dem jetzigen Kursniveau nur ein geringes Kurspotenzial. Anleger, die hohe Gewinne erzielten, sollten ebenfalls über eine Teilgewinnmitnahme nachdenken. Dass die Deutsche Rohstoff teilweise ausgestiegen ist, liegt hauptsächlich jedoch daran, dass sie das Geld für ihre Expansion benötigt.

Mein Fazit: Der teilweise Ausstieg des Ankeraktionärs sollte nicht als Verkaufssignal gewertet werden. Dennoch wird die Luft nach oben immer dünner.

In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die Profiteur zu großen Profiteuren werden dürften.

ℹ️ Almonty Industries in Kürze

  • Almonty Industries (WKN: A1JSSD) mit Sitz in Toronto, Kanada ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen.Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wolfram
  • Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
  • Die Hauptbörsen der Aktie sind die Toronto Stock Exchange und der Nasdaq; in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 5,2 Milliarden € bewertet.
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