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Adidas-Aktie: Nur ein Profiteur der WM?

WM beflügelt
Die Adidas-Aktie hat sich nach dem Rücksetzer im Mai deutlich erholt und notiert aktuell bei 175,40 €. Die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada könnte dem DAX-Konzern zusätzlichen Rückenwind verleihen. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Ist Adidas lediglich ein kurzfristiger WM-Profiteur oder steckt mehr dahinter?

WM als möglicher Kurstreiber

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird mit 48 teilnehmenden Nationen die größte ihrer Geschichte. Für die Sportartikelhersteller bedeutet das eine enorme Vermarktungsplattform.

Adidas ist besonders gut positioniert: Das Unternehmen stattet 14 Nationalmannschaften aus. Damit liegt Adidas vor Nike (12 Teams) und Puma (11 Teams). Zudem stellt Adidas den offiziellen Spielball des Turniers.

Vor allem die Ausrüstung prominenter Fußballnationen wie Argentinien, Spanien und Deutschland könnte sich auszahlen. Je erfolgreicher diese Mannschaften abschneiden, desto größer dürfte die Nachfrage nach Trikots und Fanartikeln ausfallen.

Nach Unternehmensangaben könnte die Weltmeisterschaft mehr als 1 Milliarde € Umsatz generieren. Ein Teil dieser Erlöse wurde bereits im Vorfeld durch den Verkauf neuer Kollektionen erzielt.

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Markterwartungen übertroffen

Die operative Entwicklung zeigt jedoch, dass Adidas nicht ausschließlich von der WM abhängig ist. Die Zahlen für das erste Quartal fielen überzeugend aus. Der Umsatzanstieg um 7% auf 6,6 Milliarden €, währungsbereinigtes Wachstum von 14%. Beim Betriebsergebnis mit 705 Millionen € lag das Plus bei 15,5%. Die sich daraus ergebende Marge verbesserte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 10,7%. Das Periodenergebnis verbessert sich um 12,6% auf 482 Millionen €.

Besonders dynamisch entwickelte sich das Bekleidungsgeschäft mit einem Wachstum von 31%. Der Onlinehandel legte um 25% zu, die eigenen Geschäfte steigerten ihre Umsätze um 19%. Gleichzeitig wurde der margenärmere Großhandel bewusst zurückgefahren.

Vorstandschef Bjørn Gulden kommentierte die Entwicklung mit den Worten:

Ich bin sehr stolz auf die Ergebnisse, die unsere Teams im ersten Quartal erzielt haben.

Jahresprognose bestätigt

Für das Gesamtjahr bleibt Adidas optimistisch. Der Konzern rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich.

Beim Betriebsergebnis werden 2,3 Milliarden € erwartet. Bereits berücksichtigt sind dabei Belastungen durch US-Zölle und negative Wechselkurseffekte von insgesamt rund 400 Millionen €.

Analysten bleiben zuversichtlich

Die Mehrheit der Analysten sieht weiteres Kurspotenzial, deren durchschnittliches Kursziel: 211 €. Die Bandbreite reicht von 190 € bei Jefferies bis 245 € von Bernstein Research. Warburg Research sieht den fairen Wert jedoch bei 165 € und damit unter dem aktuellen Kursniveau.

ℹ️ Adidas in Kürze

  • Adidas mit Sitz in Herzogenaurach bei Nürnberg ist nach Nike der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt. Fast jedes Kind kennt die Marke mit den drei Streifen, die sich vor allem als Ausstatter in Leistungssport und Popkultur einen Namen gemacht hat.
  • Das Produktspektrum des Konzerns reicht von Bekleidung und Schuhen über Sportausrüstung bis zu Accessoires. Zudem werden unter Lizenz Brillen, Kosmetik und Uhren vermarktet.
  • Der Adidas ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX und im europäischen Leitindex EuroStoxx 50. An der Börse ist der Konzern aktuell 31,4 Milliarden € wert.

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Fazit

Adidas ist mehr als nur ein WM-Profiteur. Der Kurseinbruch beruhte weitestgehend auf dem Konflikt im Iran. Hier ist jedoch eine Einigung in Aussicht.

Ich halte die Aktie ebenfalls für unterbewertet, ein erstes Kursziel sollte bei 200 € liegen. Die aktuelle Dividendenrendite von 1,6% ist ebenfalls zufriedenstellend.

Hier sei erwähnt: Nicht jede Dividenden-Aktie bietet auch Kurspotenzial – doch einige tun es durchaus. Diese zehn Titel wurden nach beiden Kriterien ausgewählt und könnten 2026 für eine doppelte Rendite sorgen.