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Abivax-Aktie durch die Decke: Reuters bestätigt Übernahme-Gespräche

Jetzt zählt's
Was für eine Kehrtwende bei Abivax: Nur wenige Wochen nach den heftig diskutierten Sicherheitsbedenken rund um Obefazimod demonstriert das französische Biotech-Unternehmen eindrucksvoll, wie groß das Vertrauen institutioneller Investoren weiterhin ist. Die jüngste Kapitalerhöhung entwickelte sich zu einem vollen Erfolg – und könnte die Karten im milliardenschweren Übernahmepoker völlig neu mischen.

Riesiges Interesse institutioneller Investoren

Abivax hatte ursprünglich eine Kapitalmaßnahme über 600 Millionen US-Dollar angekündigt. Aufgrund der enormen Nachfrage wurde das Volumen jedoch auf 800 Millionen US-Dollar erhöht. Das Unternehmen selbst sprach von einer hoch überzeichneten Platzierung. Inzwischen wurde sogar die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt, womit dem Unternehmen insgesamt rund 920 Millionen US-Dollar brutto zufließen. Damit gehört die Finanzierung zu den größten Kapitalmaßnahmen, die ein europäisches Biotech-Unternehmen jemals durchgeführt hat.

Das Signal ist eindeutig: Trotz der Turbulenzen Anfang Juni sind namhafte institutionelle Investoren bereit, erhebliche Summen zu investieren. Ein derartiger Zuspruch wäre kaum denkbar gewesen, wenn größere Zweifel am langfristigen Potenzial von Obefazimod, einem potenziellen Blockbuster-Medikament gegen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, bestanden hätten.

Reuters: Verkaufsgespräche dürften wieder laufen

Ein regelrechter Paukenschlag sind aktuelle Informationen der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach hatte Abivax bereits Mitte Juni Gespräche mit potenziellen Käufern geführt. Die erfolgreiche Finanzierung bis deutlich ins Jahr 2029 bringt Abivax nun in eine noch bessere Verhandlungsposition. Dem Bericht zufolge wurden die Gespräche im Zuge der zwischenzeitlichen Sicherheitsfragen unterbrochen – und dürften nach den eindrucksvollen Antworten jetzt entsprechend wieder laufen.

Damit bestätigt Reuters im Kern, worauf viele Investoren seit Wochen spekulieren: Strategische Interessenten haben sich für eine mögliche Übernahme in Stellung gebracht.

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Neue Studiendaten verändern Ausgangslage

Hinzu kommt, dass die jüngsten Langzeitdaten zu Obefazimod die Diskussion um das Sicherheitsprofil deutlich entschärft haben. Wie wir bereits in unserem letzten Update analysiert haben, liefern die neuen Daten wichtige Argumente dafür, dass die zuvor stark beachteten Krebsfälle keinen ursächlichen Zusammenhang mit dem Medikament erkennen lassen. Gleichzeitig wurde die Datenbank an Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten nochmals deutlich erweitert.

Für potenzielle Pharmakonzerne ist genau dieser Punkt entscheidend. Je geringer die regulatorischen Risiken erscheinen, desto attraktiver wird ein möglicher Mega-Deal.

NBC-Einstieg unter 50 Dollar – Bieterkampf voraus?

Vor dem Hintergrund der neuen Faktenlage können sich Anleger das weitere Schauspiel entspannt ansehen. Mitglieder des No Brainer Club waren bereits im vergangenen Jahr zu Kursen unter 50 US-Dollar in Abivax eingestiegen und konnten zwischenzeitlich auf rund 200% Kursgewinn blicken.

Quelle: No Brainer Club

Nach Gewinnmitnahmen und dem massiven Kursdip im Zuge der temporären Unsicherheit zum Monatsbeginn hatten unsere Experten die Chance genutzt, um Abivax noch einmal zu Kursen im zweistelligen Bereich zu erwerben. Aktuell notiert die Abivax-Aktie vorbörslich oberhalb von 140 US-Dollar – und besitzt weiteres massives Upside im Zuge einer potenziellen Übernahmerallye.

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Fazit

Nach den letzten Studiendaten, der hoch überzeichnete Kapitalerhöhung und dem aktuellen Medienbericht sind die Aussichten auf neue Kurshöchststände deutlich gestiegen.

Die Reuters-Meldung deutet auf mehrere Interessenten und verspricht einen kurstreibenden Bieterwettbewerb. Aus meiner Sicht wären Bewertungen, die einem Aktienkurs von deutlich über 200 US-Dollar entsprechen, in einem Übernahmeszenario nicht ausgeschlossen.

Übrigens: Deutlich höhere Kursgewinne im Falle eines Buyouts verspricht mein Biotech-Favorit für das zweite Halbjahr.

Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens Abivax in signifikantem Umfang. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.