Palantir: Darum gibt es Saures!
Palantir ist ein Pionier in Big Data. Mit ihren beiden Analyseplattformen arbeitet die Softwareinfrastrukturfirma mit staatlichen Einrichtungen und Unternehmen zusammen.
Anleger mit 22% operativer Marge unzufrieden
Um es vorweg zu sagen, grundsätzlich würde ich die Zahlenvolatilität nicht zu hoch hängen. Dieser Termin dient Earnings-Spekulanten oder Shortsellern zu schnellen Profiten, während für den Privatanleger auf der Long-Seite die mittleren bis langen Perspektiven entscheidend sind.
Im aktuellen Fall ist die Volatilität mit einem von Palantir zurückgenommenen Margen-Ausblick für das laufende Quartal verknüpft. Der Big-Data-Spezialist aus Denver, Colorado, erwartet 22% operative Marge und damit deutlich weniger als zuletzt gewohnt. In allen drei Quartalen von 2021 hatte der Wert jenseits der 30% gelegen.
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Die Q3-Zahlen sind erneut durch einen großen Kostenblock von sogenannter aktienbasierter Vergütung beeinflusst. In der Ergebnisrechnung berichtet Palantir trotz eines 35%-Umsatzsprungs auf 392 Millionen US$ einen Fehlbetrag von 102 Millionen US$ oder 0,05 US$ pro Aktie. Andererseits weist Palantir am Jahresende voraussichtlich einen freien jährlichen Cashflow von mehr als 400 Millionen US$ aus.
Big Picture stimmig
Palantir wird an Zukunftstechnologien wie der autonomen Luftfahrt – Stichwort Lufttaxis (wir berichteten) – verdienen, bei denen große Datenmengen verarbeitet werden.
Wenige Geschäftsmodelle sind so disruptiv für Branchen wie Palantirs Plattformen. Satte 47 Milliarden US$ ist der Konzern nach dem gestrigen Marktwertverlust noch wert. Die Aktie bleibt trotz hoher Bewertung ein Zukunftsfavorit.
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