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Quelle: ChatGPT

SpaceX-Aktie: Dieser Belastungstest überrascht die Börse

Lock-up-Test bestanden?
Die SpaceX-Aktie sorgt weiter für extreme Bewegungen. Nach dem Börsengang schoss der Kurs zeitweise bis über 225 US$, ehe fast die Hälfte der Gewinne wieder abgegeben wurde. In dieser Woche stand nun einer der größten Belastungsfaktoren an: Mehr als 900 Millionen Aktien wurden nach Ablauf einer Lock-up-Frist erstmals handelbar. Statt eines erneuten Absturzes legte die Aktie am Freitag aber rund +10% auf knapp 126 US$ zu.

Lock-up war der große Belastungsfaktor

Beim Börsengang im Juni waren weniger als 5% aller SpaceX-Aktien frei handelbar. Ein großer Teil der Anteile von Mitarbeitern und frühen Investoren blieb zunächst gesperrt. Genau das hatte den Kurs nach dem IPO mit nach oben getrieben, weil vergleichsweise wenige Aktien auf eine enorme Nachfrage trafen. SpaceX war mit 135 US$ an die Börse gekommen und stieg wenige Tage später bis auf rund 225 US$.

Mit dem Ablauf der ersten größeren Lock-up-Frist hat sich das nun deutlich verändert. Rund 912 Millionen zusätzliche Aktien dürfen seit Donnerstag verkauft werden. Die Zahl der handelbaren Aktien erhöhte sich damit um mehr als 140%. Wichtig ist dabei aber: Freigegeben bedeutet nicht automatisch verkauft. Frühere Investoren und Mitarbeiter können ihre Aktien nun veräußern, müssen es aber nicht.

Der Markt hatte sich schon vorher auf möglichen Verkaufsdruck eingestellt. Einen Tag vor dem Ablauf der Frist verlor die Aktie fast -14% und markierte ein neues Tief. Am eigentlichen Lock-up-Tag kam dann die Gegenbewegung. Das spricht zumindest dafür, dass ein Teil der erwarteten Verkäufe bereits vorher eingepreist worden war.

Zahlen liefern trotz hoher Ausgaben Argumente

Dazu kommen die ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang. SpaceX steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um rund 90% auf 7,8 Milliarden US$. Der Verlust lag bei 541 Millionen US$ beziehungsweise 9 Cent je Aktie und fiel damit geringer aus als erwartet. Vor allem Starlink wächst weiterhin stark.

Der Punkt, der Anleger weiter bremst, sind die hohen Ausgaben. SpaceX steckt enorme Summen in Starship, Starlink und die KI-Infrastruktur rund um xAI. Das Wachstum ist also da, kostet im Moment aber sehr viel Geld. Nach dem starken IPO-Hype reicht deshalb nicht mehr nur die Aussicht auf enormes Wachstum. Anleger schauen inzwischen stärker darauf, wie schnell daraus dauerhaft Gewinne und Cashflow entstehen.

Auch die Analysten bleiben teilweise sehr optimistisch. Morgan Stanley sieht laut AP ein Kursziel von 300 US$ bis Mitte 2027 und wertet den Rückgang nach dem Börsengang eher als Einstiegschance. Vom Hoch bei rund 225 US$ liegt die Aktie derzeit allerdings weiterhin fast +50% entfernt.

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Weitere Aktien kommen auf den Markt

Ganz durch ist das Lock-up-Thema noch nicht. Die Freigabe dieser Woche war nur eine von mehreren Stufen. In den kommenden Monaten können weitere Aktien handelbar werden. Damit bleibt das Risiko bestehen, dass frühe Investoren nach ihren teils enormen Buchgewinnen Stück für Stück Kasse machen.

Der erste große Test ist aber besser gelaufen, als viele Anleger befürchtet hatten. Trotz einer Erhöhung des handelbaren Aktienbestands um mehr als 140% brach die Aktie nicht weiter ein, sondern drehte nach oben. Das macht die kommenden Handelstage interessant: Hält sich SpaceX oberhalb des jüngsten Tiefs, könnte sich der Verkaufsdruck erst einmal beruhigen. Kommen dagegen größere Insider-Verkäufe auf den Markt, dürfte das Thema Lock-up schnell wieder zurückkehren.

ℹ️ SpaceX in Kürze

  • SpaceX ist ein führendes privates Raumfahrtunternehmen mit dem Ziel, die Raumfahrt durch kostengünstige Raketen zu revolutionieren. Mittlerweile sind viele Raketenteile wiederverwendbar, somit wurde die Raumfahrt wesentlich preiswertet.
  • Das Unternehmen wurde 2002 von Elon Musk gegründet und entwickelte sich zu einem der führenden Weltraumunternehmen der Welt. Der Konzern gliedert sich in die Sparten Raumfahrt, und Satelliten, verbunden mit Starlink sowie neuerdings in die KI-Sparte xAI.
  • Die Aktie wird an der Nasdaq gelistet. Der Unternehmenswert liegt bei etwa 1,67 Billionen US$.

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Fazit

Der erste große Lock-up-Termin hat weniger Verkaufsdruck ausgelöst als befürchtet. Das ist für die Aktie zunächst positiv. Trotzdem ist das Thema noch nicht komplett durch, weil in den kommenden Monaten weitere Anteile handelbar werden können. Dazu kommen die hohen Investitionen, die trotz des starken Wachstums weiter auf der Profitabilität lasten. Solange SpaceX aber zeigt, dass Starlink weiter kräftig wächst und neue Aktien nicht in größerem Stil auf den Markt geworfen werden, bleibt die Ausgangslage deutlich stabiler als noch vor wenigen Tagen.