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KI-Aktien: Diese Werte profitieren jetzt vom Boom außerhalb der Rechenzentren

Nächstes KI-Kapitel voraus
Redaktion | Börse

KI ist kein Hype, der sich verflüchtigt. Das ist die entscheidende Prämisse hinter zwei Aktien, die 2026 noch deutlich unterschätzt werden, weil der Markt das falsche Bild von KI hat. Tatsächlich übertrafen die Berichtsergebnisse des S&P 500 im ersten Quartal die Konsensschätzungen um mehr als 1.000 Basispunkte, was zeigt, dass die Angst vor KI-Disruption und die dahinterstehenden Fundamentaldaten meilenweit auseinanderliegen. Der Grund dafür ist simpel: Die KI-Nachfrage stützt sich auf vertraglich gesicherte Auftragsbestände, gebunden an die großen Hyperscaler, die das Rückgrat des heutigen Internets bilden.

NVIDIA: Mehr als ein GPU-Spieler

NVIDIA ist meiner Meinung nach das interessanteste Beispiel dafür, wie eine Bewertung den realen Ausblick eines Unternehmens komplett verfehlen kann. Der Umsatz wächst schnell, übertrifft Schätzungen und wird durch starke Prognosen getragen. Trotzdem verbrachte die Aktie einen Großteil des vergangenen Jahres in einer breiten Handelsspanne. Das ist ein klassisches Bewertungs-Paradox. Auf dem aktuellen Niveau spiegelt NVIDIAs Bewertung schlicht nicht die Marktprämie wider, die dem wichtigsten KI-Infrastrukturunternehmen eigentlich zustehen würde.

Klar ist: NVIDIA hat sich längst von seiner GPU-Kerngeschichte emanzipiert. Die GPU bleibt zentral, aber die generierten Cashflows und getätigten Investitionen machen das Unternehmen zur Grundlagenschicht für KI insgesamt. Robotik, IoT-Geräte, autonome Maschinen, selbstfahrende Fahrzeuge, das alles läuft künftig über NVIDIAs Infrastruktur. Das Umsatzwachstum wird langfristig an Vernetzung, Unternehmenssoftware und Robotik hängen.

54 Analysten bewerten die Aktie im Konsens mit Kaufen. Beim mittleren Kursziel liegt das Aufwärtspotenzial bei mehr als 50 Prozent. Das obere Kursziel von 500 US$ bedeutet einen Anstieg von über 100 Prozent gegenüber den Handelsniveaus von Anfang Juli. Langfristig sehen die Bewertungskennzahlen sogar ein Potenzial von 400 bis 600 Prozent, abhängig davon, welche Marktprämie NVIDIA dauerhaft zugestanden wird. Mit einem KGV im niedrigen bis mittleren 30er-Bereich bei voller Marktbewertung und einem prognostizierten einstelligen KGV auf Zehnjahressicht könnte die Zeit allein diesen Wert freisetzen.

SoundHound AI: Stabiler als der Markt denkt

SoundHound AI  versteckt sich gewissermaßen in aller Öffentlichkeit. Der Markt fixiert sich auf Akquisitions- und Verwässerungsrisiken, während das Unternehmen seine Bilanz gezielt nutzt, um in Wachstum zu investieren und den eigenen Wettbewerbsvorteil auszubauen. Dieser Burggraben basiert auf proprietären, langfristigen Mehrjahresverträgen, die planbare, sichtbare Umsatzströme erzeugen. Das Unternehmen verfolgt dabei einen dreigleisigen Umsatzansatz mit Abonnements, Dienstleistungen und Commerce, den drei Säulen, die für SaaS-Erfolg entscheidend sind.

Fazit

Beide Aktien könnten davon profitieren, dass der Markt KI noch immer zu eng denkt und zu stark auf kurzfristige Risiken schaut. Für NVIDIA würde eine Neubewertung in Richtung der historischen Prämie allein schon einen zweistelligen bis dreistelligen Kursanstieg bedeuten. SoundHound AI wiederum dürfte bei fortgesetztem Aufbau wiederkehrender Umsatzströme eine deutliche Neubewertung erfahren, sobald der Markt die Stabilität des Geschäftsmodells erkennt. Beide Titel wären damit weniger Spekulation als unterschätzte Substanzwetten auf das nächste Kapitel der KI-Ära.

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