Allianz-Aktie: Aktienrückkauf von 1.000.000 Aktien im Juni – günstiger Zeitpunkt?!
Aktienrückkauf zu einem fundamental günstigen Zeitpunkt
Das Management der Allianz-Aktie setzt die Aktienrückkäufe weiterhin zu einem fundamental günstigen Zeitpunkt ein. Die Anteilsscheine sind derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 15 bewertet. Für einen profitablen DAX-Konzern, der außerdem in diesem Jahr und im kommenden Jahr ein Gewinnwachstum je Aktie von 7 bis 9% pro Jahr anpeilt, gilt das als nicht zu teuer.
Demnach dienen die Aktienrückkäufe weiterhin als wertschöpfender Katalysator, um das Gewinnwachstum je Aktie anzukurbeln. Aktienrückkäufe reduzieren in diesem Fall die Anzahl ausstehender Aktien, da die Allianz die gekauften Aktien einzieht und vernichtet. So verbleibt mehr vom Konzerngewinn für die noch ausstehenden Aktien und auch um mehr Dividende zu bezahlen.
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Aktienrückkäufe im größeren Zusammenhang sehen
Das Management der Allianz-Aktie setzt Aktienrückkäufe aber nicht nur punktuell ein. Seit dem Jahre 2017 erwirbt der DAX-Konzern regelmäßig eigene Aktien. Insgesamt flossen bis zum Ende des Jahres 2025 rund 16 Milliarden € in diese Kapitalmaßnahme. Damit konnten 76 Millionen Aktien gekauft und eingezogen werden, was die Anzahl ausstehender Aktien um fast 20% bis auf ca. 380 Millionen Aktien reduzierte.
Da die Allianz die Rückkäufe zu einem durchschnittlichen Aktienkurs von 208,93 € ausführte, gelten diese Kapitalrückführungen bereits als Erfolg und Werttreiber. Das Management kaufte günstig und erhöhte damit effektiv den Wert jeder ausstehender Aktie.
Auch die Historie zeigt: Die Allianz kauft heute ähnlich wie damals
Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Allianz stets zu ähnlichen Bewertungen kauft. Damals, wie heute. Seit dem Jahre 2017 lag das KGV bei dem Versicherer zwischen 10 und 14. Mit einem Wert von 15 liegen wir momentan leicht darüber. Wobei sich das KGV im laufenden Geschäftsjahr 2026 bei dem bisherigen Gewinnwachstum von (bereinigt um Verkaufsgewinne) 9% im ersten Quartal wieder auf ca. 14 verbilligen könnte. Auch das unterstreicht, dass die Juni-Aktienrückkäufe rein fundamental nicht zu teuer gewesen sind.
Auch in der zweiten Jahreshälfte 2026 dürften weitere ca. 1,2 Milliarden € in den Rückkauf eigener Aktien fließen. Keine Frage: Der Aktienkurs ist jetzt höher. Trotzdem erreichen Dividende und Rückkauf eine Kapitalrückführungsrendite von ca. 6% in diesem Jahr. Das ist ein guter Wert, der zeigt: Die Anteilsscheine des DAX-Versicherers führen in hohem Maße Kapital an die Investoren zurück.
Erwähnt sei jedoch auch: Natürlich bieten auch andere Aktien derzeit attraktive Cashflows und die Aussicht auf steigende Kurse. Hier geht es zu interessanten Möglichkeiten: Diese zehn Dividenden-Titel könnten 2026 beides liefern.
ℹ️ Allianz in Kürze
- Die Allianz (WKN: 840400) mit Hauptsitz in München ist der größte Versicherungskonzern der Welt.
- Kerngeschäft des Konzerns sind die Kranken-, Lebens-, Sach- und Unfallversicherung.
- Darüber hinaus betreibt die Allianz den Geschäftsbereich Asset Management, in dem sie das Vermögen von Privatpersonen und institutionellen Anlegern verwaltet.
- Die Allianz ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX und dem europäischen Leitindex EuroStoxx 50. An der Börse ist der Konzern aktuell 156 Milliarden € wert.
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Fazit
Die laufenden Aktienrückkäufe sind bei der Allianz-Aktie gut investiertes Geld. Die fundamentale Bewertung ist mit einem KGV von 15 und voraussichtlich ca. 14 für 2026 tendenziell preiswert. Auch die 4% Dividendenrendite unterstreichen eine günstige Bewertung. Entscheidend bleibt aber das Wachstum der Allianz: Mit dem guten ersten Quartal und der Aussicht auf ein hohes, einstelliges Gewinnwachstum je Aktie rechtfertigt der DAX-Versicherer Kurse deutlich über 400 €.
Die Aktienrückkäufe dienen dabei lediglich als Katalysator eines Geschäftsmodells, das in den vergangenen Jahren mit einem konsequenten Wachstum punkten konnte. Die Allianz-Aktie bleibt für mich damit ein Basisbestandteil für Einkommensportfolios. Kursgewinne und Aktienrückkäufe gibt es als Bonus.