Bayer-Aktie mit +191% – war das erst der Anfang?
Chartanalyse zur Bayer-Aktie
Die Bayer-Aktie konnte zwischen April 2025 und Februar 2026 deutlich zulegen. Vom lokalen Tief, welches sich am 07 April 2025 ausgebildet hatte, stieg der Kurs um über +190% nach oben an. Nachdem der Kurs zuvor aus dem Trendkanal gefallen war, stabilisierte sich dieser und stieg dynamisch an. Jetzt wurde der Trendkanal sogar nach oben verlassen.
Lesen Sie dazu auch den fundamental-analytischen Artikel von meinem Kollegen Peter Wolf-Karnitschnig: https://www.sharedeals.de/bayer-aktie-6-ist-es-wirklich-an-der-zeit-euphorisch-zu-werden/

Bayer AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Nachdem der Bayer-Kurs im Widerstandsbereich abgelehnt wurde und zurückfiel, stabilisierte sich der Kurs im Supportbereich. Der nächste relevante Resistenzbereich liegt zwischen 56,52 € und 58,46 €. Sollte dieser ebenfalls nach oben verlassen werden, wäre dies ein Zeichen von Stärke.
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Bayer-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gestiegen. Aktuell notiert dieser bei 76 Punkten in der überkauften Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von unten nach oben durchkreuzt, wodurch ein bullisches Crossover entstanden ist, was auf Stärke hindeutet. Relativiert wird dieses Signal jedoch durch eine bärische Divergenz. Weiterhin hat auch der MACD ein bullisches Crossover ausgebildet.

Bayer AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Die Indikatoren im Wochenchart senden derzeit gemischte Signale. Sowohl der RSI als auch der MACD haben ein bullisches Crossover ausgebildet. Der überkaufte RSI inklusive der bärischen Divergenz mahnen jedoch zur Vorsicht, da nach einer solch starken Rallye Gewinnmitnahmen eintreten können.
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Elliott-Wellen
Im Rahmen einer Elliott-Wellen-Analyse lohnt sich der Blick in den Wochenchart. Der Chart der Bayer-Aktie entwickelte ein Allzeithoch bei 144,12 € in einer korrektiven Struktur. Seitdem dominierte ein klarer Abwärtstrend, der sich impulsiv in fünf Wellen nach unten ausgebildet hatte.
Das Tief im Bereich bei 18,41 € markiert dabei das Ende der Welle (i) einer neuen übergeordneten Abwärtsstruktur. Die anschließende dynamische Erholung deutet aktuell auf eine laufende Welle (ii) hin, die typischerweise als Gegenbewegung einen Teil der vorherigen Verluste korrigiert.

Bayer AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Der relevante Zielbereich dieser Welle (ii) liegt zwischen dem 0,5er- und dem 0,887er Fibonacci-Retracement bei 51,70 € bis 114,52 €. In diesem Bereich könnte die Erholung an Dynamik verlieren und in die nächste impulsive Abwärtsbewegung übergehen.
Sollte sich dieses Szenario bestätigen, wäre im Anschluss mit einer Welle (iii) zu rechnen, die erfahrungsgemäß die dynamischste Phase darstellt und den Kurs erneut deutlich unter die bisherigen Tiefs führen könnte.
ℹ️ Bayer AG in Kürze
- Die Bayer AG ist einer der weltgrößten Chemie- und Pharmakonzerne. Der Konzern ist in drei Geschäftsbereiche untergliedert: Pharmaceuticals (rezeptpflichtige Arzneimittel), Consumer Health (rezeptfreie Medikamente) und Crop Science (Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung).
- Bayer hat seine Konzernzentrale in Leverkusen und unterhält weltweit Niederlassungen.
- Bayer ist im deutschen Leitindex DAX und im europäischen Leitindex EuroStoxx 50 gelistet. An der Börse wird der Konzern aktuell mit 52,42 Milliarden € bewertet.
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Fazit
Die Bayer-Aktie hat seit April 2025 eine beeindruckende Rallye von rund +191% hingelegt und zuletzt sogar den übergeordneten Trendkanal nach oben verlassen. Charttechnisch bleibt das Bild damit konstruktiv, auch wenn der Widerstandsbereich zwischen 56,52 € und 58,46 € zunächst eine Hürde darstellt. RSI und MACD senden auf Wochenbasis überwiegend bullische Signale. Der überkaufte RSI sowie die bärische Divergenz sprechen jedoch dafür, dass kurzfristige Gewinnmitnahmen jederzeit einsetzen können.
Aus Sicht der Elliott-Wellen dürfte sich die Aktie weiterhin in einer übergeordneten Welle (ii) befinden. Der avisierte Zielbereich dieser Erholung reicht bis in den Bereich zwischen 51,70 € und 114,52 €, bevor eine neue impulsive Abwärtsbewegung möglich wäre. Trotz der starken Rallye sollten Anleger daher berücksichtigen, dass das langfristige Elliott-Wellen-Szenario weiterhin für erhöhte Korrekturrisiken spricht.