Meta zeigt, wohin die Reise geht. Berichten von Bloomberg zufolge arbeitet der Konzern an Plänen, überschüssige KI-Rechenleistung sowie Zugang zu eigenen KI-Modellen an externe Kunden zu verkaufen. Zusätzlich soll offenbar auch rohe Rechenkapazität vermarktet werden, ganz ähnlich wie es sogenannte Neocloud-Anbieter wie CoreWeave bereits tun.
Starkes Plus für Meta, harte Landung für CoreWeave
Die Märkte haben die Meldung eindeutig eingepreist. Die Meta-Aktie schoss kurz nach Handelsbeginn um 7 Prozent nach oben. CoreWeave dagegen verlor im Nasdaq 100 satte 11 Prozent, was wenig überrascht, wenn ein Tech-Gigant mit enormen Ressourcen plötzlich auf dein Revier zielt. Amazon und Oracle gaben jeweils um 0,8 Prozent nach. Microsoft legte hingegen um 1,2 Prozent zu, die Alphabet-Aktie blieb stabil.
Ein neuer Konkurrent für AWS, Azure und Google Cloud
Werden Metas Pläne tatsächlich umgesetzt, tritt der Konzern in direkte Konkurrenz zu Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud. Drei Platzhirsche, die diesen Markt seit Jahren dominieren. Meta bringt dabei eine Trumpfkarte mit, nämlich die massiven KI-Investitionen der vergangenen Jahre, die offenbar zu Rechenkapazitäten geführt haben, die intern allein nicht ausgelastet werden können.
Was das für die Meta-Aktie bedeutet
Das Plus von 7 Prozent war kein Zufallsausreißer. Anleger sehen in einem möglichen Cloud-Geschäft eine substanzielle neue Einnahmequelle für Meta, die bislang fast vollständig von Werbeerlösen abhängig ist. Eine solche Diversifizierung würde den Konzern defensiver machen und das Bewertungsniveau langfristig stützen. Das ist aus Anlegerperspektive grundsätzlich positiv zu werten, auch wenn die Pläne noch nicht bestätigt sind und bis zur Umsetzung noch ein langer Weg sein kann.
Quelle: dpa-AFX
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