Bitcoin-Kurs: Diese Entwicklung ist ein Warnsignal
Schwache Nachfrage belastet den Bitcoin-Kurs weiter
Der Bruch der Marke von 60.000 US$ kommt nicht überraschend. Bereits in den vergangenen Tagen zeigte sich, dass Erholungsbewegungen immer wieder schnell verkauft wurden. Dem Markt fehlt es weiterhin an frischem Kaufinteresse, während viele Anleger angesichts der unsicheren Marktphase abwarten.
Die Stimmung am Kryptomarkt bleibt somit weiter angespannt. Der Fear & Greed Index notiert weiterhin im Angstbereich und signalisiert, dass viele Investoren derzeit eher Risiken reduzieren, anstatt neue Positionen aufzubauen. Solange sich dieses Sentiment nicht verbessert und wieder Kapital in den Markt fließt, dürfte es Bitcoin schwer haben, eine nachhaltige Aufwärtsbewegung einzuleiten.
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Bitcoin-Kurs: Chartbild trübt sich weiter ein
Aus charttechnischer Sicht stellt der Bruch der 60.000-US$-Zone ein klares Warnsignal dar. Das Volumenprofil zeigte in diesem Bereich zuletzt eine hohe Handelsaktivität. Solche Zonen dienen häufig als wichtige Unterstützungen. Da diese nun unterschritten wurde, hat sich das kurzfristige Chartbild weiter verschlechtert.
Entscheidend wird nun sein, ob Bitcoin die Marke von 60.000 US$ zeitnah zurückerobern kann. Gelingt das nicht, rückt zunächst das Verlaufstief bei rund 58.000 US$ in den Fokus. Sollte auch diese Unterstützung nicht halten, könnte sich der Verkaufsdruck nochmals verstärken.
Auf der Oberseite bleibt die Point-of-Control-Zone bei rund 63.580 US$ der wichtigste Widerstandsbereich. Dort fand im aktuellen Betrachtungszeitraum die höchste Handelsaktivität statt. Erst wenn Bitcoin diese Zone wieder erreicht und nachhaltig zurückerobert, würde sich das kurzfristige Chartbild wieder etwas aufhellen.

Bitcoin-Kurs mit Volumen-Profil auf TradingView
Das zeigen On-Chain-Daten
Auch die On-Chain-Daten liefern derzeit ein spannendes Bild. Das Short-Term Holder MVRV basiert auf der realisierten Marktkapitalisierung der kurzfristig orientierten Bitcoin-Halter. Mithilfe von Standardabweichungen wird daraus eine sogenannte Value Zone berechnet. Diese markiert Preisbereiche, in denen sich Bitcoin historisch betrachtet häufig dem Ende größerer Korrekturphasen näherte.
Aktuell reicht diese Value Zone von rund 56.000 bis 48.000 US$. In früheren Marktzyklen wurde dieser Bereich immer wieder angelaufen. Teilweise drehte der Bitcoin-Kurs bereits an der oberen Begrenzung, in anderen Fällen wurde auch der untere Bereich getestet. Zuletzt war dies Anfang April zu beobachten, als Bitcoin kurzzeitig in die Value Zone fiel und anschließend eine kräftige Erholungsbewegung bis in den Bereich von rund 80.000 US$ startete.
Wichtig ist jedoch, dass diese Datenbasis dynamisch ist. Die Value Zone passt sich fortlaufend an die realisierte Kostenbasis der kurzfristigen Bitcoin-Halter an und stellt daher kein festes Kursziel dar. Nach dem Bruch der 60.000-US$-Marke rückt dieser Bereich allerdings wieder stärker in den Fokus.

On-Chain-Grafik
ℹ️ Bitcoin in Kürze
- Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
- Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
- Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.
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Fazit
Mit dem Bruch der 60.000-US$-Marke hat sich die Ausgangslage für den Bitcoin-Kurs zunächst verschlechtert. Die Nachfrage bleibt schwach, das Markt-Sentiment ist weiterhin von Angst geprägt und auch charttechnisch haben die Verkäufer aktuell die Kontrolle. Sollte es den Bullen nicht gelingen, die Marke von 60.000 US$ zeitnah zurückzuerobern, bleibt die Ausgangslage zunächst angespannt und weitere Kursrückgänge können nicht ausgeschlossen werden.