Hensoldt-Aktie: Drohen jetzt -30%?
Korrektur könnte sich verschärfen
Mein Kollege Peter Wolf-Karnitschnig hatte bei Hensoldt zuletzt bewusst den Finger in die Wunde gelegt. Neben einer negativen Branchenstudie von Morgan Stanley standen dabei vor allem die hohe Bewertung, fehlende Gewinnrevisionen und die Frage im Fokus, ob der Markt die Rüstungsfantasie inzwischen zu weit vorweggenommen hat.
Der Chart liefert dazu jetzt die passende Bestätigung. Seit dem Hoch bei 117,50 € hat die Hensoldt-Aktie deutlich an Höhe verloren und zuletzt mehrfach unterhalb der Zone um 91,45 € abgedreht. Folglich rückt mit dem Bruch der Unterstützung um 67,35 € die Unterseite wieder klar in den Fokus.
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Die Signallage

Quelle Chart: stock3
Mit dem aktuellen Rutsch unter 67,35 € steht die bisherige Seitwärtsrange unmittelbar vor der Auflösung nach unten. Bleibt eine schnelle Rückeroberung dieser Marke aus, müsste zunächst ein Rücklauf in Richtung der steigenden Trendlinie eingeplant werden. Darunter würde sich der Abwärtsimpuls weiter verschärfen und die Unterstützungszone um 44,90 € als nächstes größeres Ziel in den Fokus rücken. Dies würde nochmaligen Verlusten von rund -30% je Anteilsschein entsprechen.
Für eine erste Entspannung müsste Hensoldt dagegen zügig über 67,35 € zurückkehren und diesen Bereich per Tagesschlussstand verteidigen. Erst dann wäre ein technischer Konter in Richtung der fallenden Abwärtstrendlinie denkbar. Darüber wartet mit 91,45 € jedoch bereits die nächste massive Widerstandszone. Bis dahin bleibt die Aktie charttechnisch klar angeschlagen.
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ℹ️ Hensoldt in Kürze
- Die Hensoldt AG (WKN: HAG000) mit Sitz in Taufkirchen bei München ist ein Rüstungsunternehmen, das auf die Entwicklung und Herstellung von Radar- und Sensortechnologien spezialisiert ist.
- Hauptprodukte sind Radar-, Avionik- und optoelektronische Systeme sowie Lösungen zur elektronischen Kampfführung.
- Hensoldt ging 2017 aus Geschäftsbereichen von Airbus Defence and Space hervor und notiert seit 2020 an der Börse.
- Das Unternehmen ist Mitglied im deutschen Nebenwerteindex MDAX und ca. 7,5 Milliarden € an der Börse wert.
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Fazit
Die Hensoldt-Aktie bleibt kritisch. Unterhalb von 67,35 € ist das Verkaufssignal nicht mehr zu ignorieren, wobei zunächst die Trendlinie und später sogar 44,90 € berücksichtigt werden müssten. Erst eine schnelle Rückeroberung von 67,35 € würde den unmittelbaren Druck reduzieren. Neueinstiege drängen sich daher weiterhin nicht auf.