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SAP-Aktie auf 3-Jahres-Tief – ist das die große Kaufchance?

Rebound im Fokus
Die SAP-Aktie ist auf ein neues 3-Jahres-Tief gefallen und steht damit charttechnisch an einem entscheidenden Punkt. Nach den anhaltenden Kursverlusten der vergangenen Monate bleibt das Chartbild klar angeschlagen, während wichtige Unterstützungsbereiche zunehmend in den Fokus rücken. Gleichzeitig nähert sich der Kurs einer Zone, in der eine größere Stabilisierung oder sogar eine Trendwende möglich werden könnte. Wie es für den Preis der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Chartanalyse zur SAP-Aktie

Der SAP-Kurs steht erneut unter Druck. Nach der Ablehnung kurz vor dem Widerstandsbereich fiel der Kurs dynamisch zurück in den abwärtsgerichteten Trendkanal und zeigte eine sogenannte bearish engulfing candle, im Wochenchart. Dies ist ein Kerzenmuster, das auf weitere Abverkäufe hindeutet, welche zu einem 3-Jahres-Tief geführt hat.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Der Kurs steht kurz vor dem nächsten Unterstützungsbereich, welcher zwischen 119 und 129 € liegt. Sollte diese Halten ohne einen nachhaltigen Durchbruch nach unten aufzuzeigen, könnte sich hier eine potenziell interessante Einstiegsgelegenheit bieten.

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SAP-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gestiegen. Aktuell notiert dieser bei 33 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von unten nach oben durchstoßen, wodurch ein bullisches Crossover entstanden ist. Auch beim MACD ist ein bullisches Cross gelungen.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Wochenchart senden derzeit bullische Signale. Der RSI hat bereits den Cross vollzogen und der MACD folgte leicht versetzt, obgleich dieser wieder abnehmendes Momentum zeigt. Zudem zeigt der RSI auf Wochenbasis eine bullische Divergenz, was auf eine mögliche Trendwende hindeuten könnte.

Elliott-Wellen

Im Wochenchart bleibt die übergeordnete Struktur zwar bullisch, doch die Länge und Tiefe der aktuellen Bewegung sprechen eher für den Beginn einer größeren A-B-C-Korrektur. Nach dem impulsiven Anstieg der Welle 3 bis 283,50 € befindet sich die Aktie derzeit in einer ausgedehnten Welle 4.

Diese Korrektur könnte sich noch weiter ausdehnen. Der relevante Trendwendebereich liegt dabei zwischen dem 0,236er Fibonacci-Retracement bei 128,40 € und dem 0,5er Retracement bei 53,00 €, in dem eine Stabilisierung einsetzen könnte.

SAP SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

In einem Alternativszenario könnte die Welle 4 (hier röm. iv) in Kürze abgeschlossen sein und der Kurs könnte sich auf direktem Wege zu neuen Allzeithochs befinden. Allerdings war die Korrektur verglichen mit der Korrektur der Welle 2 (hier röm ii) zeitlich sehr kurz.

Solange der Kurs über der Marke von 53,00 € notiert, bleibt das bullische Szenario bestehen. In diesem Fall könnte sich nach Abschluss der aktuellen Korrektur eine neue impulsive Aufwärtsbewegung im Rahmen einer Welle 5 entfalten. Wird der angenommene Trendwendebereich der Welle 4 hingegen nachhaltig unterschritten, droht eine ausgeweitete Korrektur, die das Chartbild der SAP-Aktie deutlich eintrüben könnte.

ℹ️ SAP in Kürze

  • Die SAP SE (WKN: 716460) gehört weltweit zu den führenden Softwareunternehmen im Bereich Unternehmenssoftware. Der Konzern bietet Lösungen für Geschäftsprozesse, Datenmanagement und Cloud-Anwendungen für Unternehmen jeder Größe.
  • Der Hauptsitz befindet sich in Walldorf (Deutschland). SAP ist weltweit tätig und verfügt über zahlreiche Standorte und Kunden in nahezu allen Branchen.
  • Die Aktie ist im DAX und Euro Stoxx 50 gelistet und zählt mit einer Marktkapitalisierung von rund 157,46 Milliarden € zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen Europas.

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Fazit

Die SAP-Aktie befindet sich weiterhin in einer schwierigen charttechnischen Lage und notiert auf dem tiefsten Stand seit drei Jahren. Zwar deuten RSI und MACD auf Wochenbasis mit ihren bullischen Crossovern auf eine mögliche Stabilisierung hin, gleichzeitig bleibt das Momentum verhalten. Die zusätzlich vorhandene bullische Divergenz im RSI spricht dafür, dass die Abwärtsdynamik allmählich nachlassen könnte.

Aus Sicht der Elliott-Wellen ist die laufende Korrektur jedoch möglicherweise noch nicht vollständig abgeschlossen. Der Bereich zwischen 119 € und 129 € stellt eine wichtige, strukturelle Unterstützungszone dar, an der eine größere Trendwende einsetzen könnte. Solange der Kurs oberhalb der entscheidenden Fibonacci-Marken bleibt, ist das langfristig bullische Szenario weiterhin intakt. Kurzfristig bleibt das Chartbild jedoch angeschlagen und weitere Schwankungen sind einzuplanen.