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Almonty-Aktie: Kommt jetzt die nächste Kaufwelle?

Nach Rücksetzer im Aufwind
Die Aktie des US-Wolframherstellers Almonty Industries hatte zuletzt einen deutlichen Rückschlag erlitten. Nach der Ankündigung einer Wandelanleihe brach der Kurs um fast -30% ein, doch seit dem Tief ging es für den Titel schon wieder um mehr als +26% hinauf, womit das Gap vom 05. Juni annähernd geschlossen wurde. Ist der Schock damit endgültig verdaut und wie kann es jetzt weitergehen?

Sangdong wird zum Rohstoff-Hub

Der Grund für die neue Dynamik liegt nicht nur in der strategischen Bedeutung von Wolfram. Immer stärker rückt ein zweites Standbein in den Fokus: Molybdän.

Mit der Inbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea hat sich Almonty vom Projektentwickler zum Produzenten entwickelt. Die Mine gilt als eines der wichtigsten Wolfram-Projekte außerhalb Chinas und könnte bei voller Auslastung einen Großteil der westlichen Wolframversorgung absichern.

Doch direkt neben dem Wolfram-Projekt entsteht bereits die nächste Wachstumsstory. Almonty treibt die Erschließung des Sangdong-Molybdän-Projekts voran. Die laufenden Bohrungen bestätigen bislang die historischen Lagerstättendaten. Rund 37% des 12.000 Meter umfassenden Programms sind bereits abgeschlossen.

Das Timing könnte kaum besser sein. Südkorea kämpft mit einer zunehmenden Knappheit bei Molybdän, einem Schlüsselmetall für Hochleistungsstähle, die Halbleiterindustrie sowie zahlreiche Anwendungen im Verteidigungssektor. Die Regierung drängt Unternehmen inzwischen aktiv dazu, heimische Bezugsquellen aufzubauen.

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Wolfram und Molybdän: Eine seltene Kombination

Für Almonty entsteht damit ein strategisch hochinteressantes Geschäftsmodell. Wolfram und Molybdän gehören zu den wichtigsten kritischen Rohstoffen für moderne Industrie- und Verteidigungsanwendungen. Beide Metalle können über dieselbe Infrastruktur am Standort Sangdong erschlossen werden.

Während China den globalen Wolframmarkt weiterhin dominiert und seine Exportkontrollen verschärft, suchen die USA und Europa dringend nach alternativen Lieferquellen. Genau hier positioniert sich Almonty zunehmend als westlicher Schlüsselanbieter.

Frisches Kapital für die Expansion

Die finanzielle Basis für den Ausbau wurde ebenfalls geschaffen. Erst vor wenigen Tagen platzierte das Unternehmen erfolgreich eine Wandelanleihe über rund 800 Millionen US$. Der Nettoerlös von knapp 773 Millionen US$ soll vor allem in die Weiterentwicklung der Minenprojekte, Betriebskapital und mögliche Akquisitionen fließen.

Die erfolgreiche Platzierung zeigt, dass institutionelle Investoren bereit sind, die langfristige Wachstumsstrategie des Unternehmens zu finanzieren.

Russell-Aufnahme als nächster Kurstreiber

Zusätzliche Aufmerksamkeit dürfte Ende Juni auf die Aktie zukommen. Am 29. Juni wird Almonty in die Indizes Russell 1000 und Russell 3000 aufgenommen.

Dieser Schritt sorgt normerweile für zusätzliche Nachfrage, da zahlreiche ETFs und Indexfonds die Aktie kaufen müssen. Gleichzeitig erhöht die Aufnahme die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren und Analysten.

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Chartbild hellt sich auf

Die Aktie hat sich nach dem Rücksetzer stabilisiert und das Gap vom 05. Juni fast geschlossen. Hierzu bedarf es eines Anstiegs bis auf 19,38 US$. Darüber wartet die 50-Tage-Linie (SMA50) als nächster Widerstand. Kann auch dieser überwunden werden, wäre der Weg zum Rekordhoch von Mitte April bei 24,41 US$ eigentlich frei.

ℹ️ Almonty Industries in Kürze

  • Almonty Industries (WKN: A1JSSD) mit Sitz in Toronto, Kanada, ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wolfram.
  • Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
  • Die Hauptbörsen der Aktie sind die Toronto Stock Exchange und der Nasdaq; in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 5,27 Milliarden € bewertet.

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Fazit

Almonty entwickelt sich zunehmend von einem reinen Wolfram-Spezialisten zu einem strategischen Lieferanten kritischer Rohstoffe für den Westen. Die Sangdong-Mine spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie könnte nicht nur die Abhängigkeit von chinesischem Wolfram reduzieren, sondern mit Molybdän künftig ein zweites hochattraktives Standbein liefern.

Nach der jüngsten Konsolidierung scheint der Markt diese Perspektive wieder stärker einzupreisen. Mit operativen Fortschritten in Südkorea, einer prall gefüllten Kriegskasse und der bevorstehenden Aufnahme in die Russell-Indizes bleiben die nächsten Wochen für die Aktie spannend. Entscheidend wird nun sein, ob Almonty die hohen Erwartungen auch operativ erfüllen kann.

Ich traue es dem Unternehmen zu und gehe davon aus, dass der übergeordnete Aufwärtstrend fortgesetzt wird.