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BMW-Aktie -7%: Gehen jetzt die Lichter aus?

Neues Mehrjahrestief
Der Sturzflug der BMW-Aktie setzt sich fort. Am Mittwoch bricht der Kurs zeitweise um mehr als -11% ein und fällt mit 60,08 € auf den tiefsten Stand seit Oktober 2020. Seit Jahresbeginn belaufen sich die Abschläge damit bereits auf rund -32%. Das steckt hinter dem Ausverkauf und so sollten sich Anleger nun verhalten?

Marge bricht ein, Ausblick deutlich gesenkt

Grund für den Kurssturz ist eine überraschende Gewinnwarnung des bayerischen Autobauers. Besonders schwer wiegt die Senkung der Prognose für das Kerngeschäft. Statt einer EBIT-Marge von 4 bis 6% erwartet BMW in der Autosparte nun nur noch eine operative Rendite von 1 bis 3%.

Auch an anderen Stellen musste der Konzern zurückrudern. Die weltweiten Auslieferungen sollen nun leicht zurückgehen, nachdem bislang mit einem Absatz auf Vorjahresniveau gerechnet wurde. Gleichzeitig wurde die Prognose für den Free Cashflow im Automobilgeschäft von mehr als 4,5 Milliarden € auf lediglich über 2,5 Milliarden € reduziert. Zudem rechnet BMW mit einem deutlichen Rückgang des Vorsteuergewinns.

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China wird zum Belastungsfaktor

Hauptgrund für die Gewinnwarnung ist die anhaltende Schwäche des chinesischen Automarkts. Vor allem bei Verbrennern verschärft sich der Absatzrückgang, während heimische Hersteller mit günstigen und technologisch starken Modellen Marktanteile gewinnen.

Zusätzlich belasten hohe Energiepreise und die wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts die Geschäftsentwicklung. BMW kündigte deshalb weitere Spar- und Effizienzmaßnahmen an, die kurzfristig jedoch zunächst auf das Ergebnis drücken dürften.

Analysten reagieren unterschiedlich

Die Analysten zeigen sich nach der Gewinnwarnung gespalten. Goldman Sachs hält an seiner Kaufempfehlung fest (Kursziel: 107 €) und verweist auf die weiterhin attraktive Kapitalausschüttung sowie mögliche zusätzliche Aktienrückkäufe.

Deutlich vorsichtiger zeigt sich dagegen Jefferies. Das Analysehaus senkte das Kursziel von 92 auf 70 € und verweist auf die überraschend starke Verschlechterung der Profitabilität. Zudem sehen die Experten Anzeichen dafür, dass BMW sein bisheriges Geschäftsmodell möglicherweise grundlegend überdenken könnte.

Auch andere Analysten haben ihre Kursziele reduziert. Dennoch liegt das durchschnittliche Analystenkursziel mit 87,38 € weiterhin deutlich über dem aktuellen Aktienkurs.

Chartbild trübt sich weiter ein

Charttechnisch hat sich das Bild deutlich eingetrübt. Mit dem Fall auf ein neues Mehrjahrestief wurde der Abwärtstrend bestätigt. Die nächsten wichtigen Unterstützungen liegen bei 63/64 € und im Bereich 58/60 €. Sollte auch hier keine Stabilisierung gelingen, wäre sogar ein Abverkauf in den Bereich um 50/52 € denkbar.

Abschließend: Aktien, denen wir mehr zutrauen als BMW, findest Du in unseren Top-Picks 2026.

ℹ️ BMW in Kürze

  • Die BMW AG (WKN: 519000) baut Automobile und Motorräder im Premiumbereich. Neben der Stammmarke BMW gehören auch die Marken Mini und Rolls-Royce zum Autokonzern aus München.
  • Mit rund 2,6 Millionen abgesetzten Fahrzeugen (2025) zählt BMW zu den 15 größten Autoherstellern der Welt.
  • BMW ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX und im europäischen Leitindex EuroStoxx 50. Mit einem Börsenwert von 38,8 Milliarden € ist der Autobauer eines der wertvollsten Unternehmen Deutschlands.

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Fazit

Die Gewinnwarnung markiert einen herben Rückschlag für BMW. Der Konzern setzt nun auf die neue Generation vollelektrischer Fahrzeuge der „Neuen Klasse“, um wieder Wachstum und Profitabilität zu steigern. Kurzfristig dürfte jedoch die Unsicherheit dominieren.

Anleger warten auf Belege dafür, dass die Gegenmaßnahmen greifen und sich die Lage in China stabilisiert. Positiv ist immerhin, dass BMW bislang an seiner Ausschüttungspolitik festhält und auch die Aktienrückkäufe nicht infrage stellt. Das Vertrauen der Anleger muss sich der Konzern dennoch erst zurückerarbeiten. Und das wird meiner Meinung nach alles andere als einfach.