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Vossloh-Aktie: Ein Nebenwert mit Potenzial?

Rekord bei Aufträgen
Die Vossloh-Aktie befindet sich seit September vergangenen Jahres in einem Abwärtstrend. Zwar kommt es immer wieder zu stärkeren Erholungsbewegungen, diese erweisen sich bislang jedoch als nicht nachhaltig. Am Dienstag gewinnt die Aktie leicht hinzu und notiert bei 66,80 €. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie viel Potenzial besitzt der Nebenwert aktuell?

Übernahme von Sateba macht sich bemerkbar

Im Herbst des vergangenen Jahres wurde die Übernahme des französischen Schwellenherstellers Sateba abgeschlossen. Im ersten Quartal wurden dessen Geschäftszahlen erstmals vollständig konsolidiert.

Dadurch stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25,3% auf 314,6 Millionen €. Ohne den Beitrag von Sateba hätte der Umsatz in etwa auf dem Vorjahresniveau gelegen.

Die Übernahme belastete allerdings die Ertragslage. Höhere Zinsaufwendungen und zusätzliche Abschreibungen führten dazu, dass die EBITDA-Marge von 8,6% auf 7,7% zurückging. Absolut betrachtet verbesserte sich das EBITDA dennoch von 21,7 auf 24,3 Millionen €.

Unter dem Strich verzeichnete Vossloh einen Konzernverlust von 5,7 Millionen €, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 6,9 Millionen € erzielt worden war.

Trotz der rückläufigen Profitabilität können die Quartalszahlen insgesamt als solide bezeichnet werden.

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Prognose bestätigt

Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Management seine Prognose. Der Umsatz soll von zuletzt 1,34 Milliarden € auf 1,56 bis 1,66 Milliarden € steigen. Maßgeblich hierfür ist die erstmalige vollständige Einbeziehung von Sateba.

Auch bei der Profitabilität wird eine Verbesserung erwartet. Nach einer EBITDA-Marge von 13,4 % im Vorjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem Wert zwischen 13,5% und 14,5%. Damit würde Vossloh wieder an die Ertragsstärke der vergangenen Jahre anknüpfen.

Grundlage für diesen Optimismus sind der hohe Auftragseingang sowie ein Auftragsbestand von 1,1 Milliarden €. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill-Ratio) liegt bei 1,34 und signalisiert weiterhin eine robuste Nachfrage.

Vorstandsvorsitzender Oliver Schuster erklärte hierzu:

Die über alle Geschäftsbereiche spürbar positive Auftragsentwicklung stimmt uns trotz der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten für das Gesamtjahr 2026 zuversichtlich, beim Umsatz und operativen Ergebnis erneut deutlich zulegen zu können.

Analysten optimistisch

Die Analysten zeigen sich gegenüber der Vossloh-Aktie überwiegend zuversichtlich. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei rund 79 € und damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau von etwa 66,80 €. Daraus ergibt sich rechnerisch ein Kurspotenzial von rund +18%.

Die Einschätzungen fallen dabei unterschiedlich aus. Das vorsichtigste Kursziel stammt von Warburg Research mit 74 €, während die Deutsche Bank mit 87 € das höchste Ziel ausgerufen hat. Die breite Spanne verdeutlicht, dass die Experten zwar grundsätzlich von einer positiven Entwicklung ausgehen, die Auswirkungen der Integration von Sateba sowie die zukünftige Margenentwicklung jedoch unterschiedlich bewerten.

ℹ️ Vossloh in Kürze

  • Vossloh ist ein international agierender Konzern rund um die Bahninfrastruktur. Auf dem chinesischen Markt ist der Konzern sogar als einziger ausländischer Anbieter tätig. Dies zeigt, wie leistungsstark die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns sind.
  • Neben dem Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Werdohl ist der Konzern mit Niederlassungen auf allen Kontinenten vertreten.
  • Das im SDAX gelistet Unternehmen wird an der Börse aktuell mit 1,3 Milliarden € bewertet.

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Fazit

Aus meiner Sicht ist die Vossloh-Aktie auf dem aktuellen Niveau attraktiv bewertet. Das Unternehmen profitiert von langfristigen Infrastrukturtrends, einer guten Auftragslage und den positiven Effekten der Sateba-Übernahme.

Ein erstes Kursziel im Bereich von 75 € erscheint daher durchaus realistisch. Vor allem die kommenden Quartale könnten zeigen, dass sich die Profitabilität wie angekündigt verbessert.

Ergänzend dazu: Für wachstumsorientierte Anleger bietet unser brandneuer Report „3 Top-Picks 2026“ wertvolle Einblicke in drei Technologie-Aktien, die das Potenzial haben, zu den großen Gewinnern des neuen Jahres zu werden.