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Ferrari-Aktie: Den Fuß wieder auf dem Gaspedal

3 gute Nachrichten
Die Ferrari-Aktie gibt wieder Gas. Mit einem Kursgewinn von +4% gehört der italienische Sportwagenbauer zu den Spitzenreitern im EuroStoxx 50 zum Wochenauftakt und setzt seine jüngste Kurserholung fort. Über die letzten vier Wochen hat die Ferrari-Aktie rund +15% zugelegt. Was gibt ihr neuen Rückenwind und können Anleger darauf setzen, dass Ferrari weiterhin den Fuß auf dem Gaspedal hat?

Gleich drei gute Nachrichten

Zum Beginn der neuen Handelswoche gibt es gleich drei gute Nachrichten für Ferrari: Eine Kaufempfehlung, einen Grand Prix-Sieg und ein Waffenstillstand. Der Reihe nach:

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Eine Kaufempfehlung

Die renommierte Investmentbank Morgan Stanley erhöhte das Rating der Ferrari-Aktie zum Wochenauftakt von „Neutral“ auf „Übergewichten“ und schraubte gleichzeitig das Kursziel von 330 auf 380 € hoch. Damit sehen die Investmentbanker knapp +20% weiteres Upside für den Autotitel.

Morgan Stanley begründet den neuen Optimismus in Bezug auf die Kursentwicklung der Ferrari-Aktie mit gleich mehreren Argumenten. Die Nachfrage nach den besonders gewinnträchtigen Sonderserien, Supersportwagen und Sammlerstücken sei immer noch ungebrochen hoch, so die Investmentbank.

Zudem hat der Markt nach Ansicht von Morgan Stanley zu große Bedenken hinsichtlich des Erfolgs des ersten Elektromodells Luce in den Aktienkurs von Ferrari eingepreist. Und nicht zuletzt interpretiert die Bank die Entscheidung der Italiener positiv, das Volumenwachstum zugunsten der Preissetzungsmacht zu verlangsamen.

Ein Grand Prix-Sieg

Der emotionalste Kurstreiber für die Ferrari-Aktie liegt jedoch auf der Rennstrecke. Am gestrigen Sonntag feierte Lewis Hamilton beim Großen Preis von Spanien in Barcelona seinen allerersten Grand-Prix-Sieg im Ferrari. Die Italiener schlugen die bislang dominierenden Mercedes-Silberpfeile durch eine taktisch meisterhafte Drei-Stopp-Strategie im direkten Duell.

Im Gegensatz zu vielen anderen Automarken ist die Formel 1 für Ferrari kein reines Marketinginstrument, sondern der direkte Treibstoff für den Markenwert und die extrem lukrativen Sponsoreneinnahmen. Nach einer schwierigen Phase beweist dieser Sieg der Börse, dass das sündhaft teure Engagement von Rekordweltmeister Hamilton die Marke sportlich wie kommerziell wieder auf den Thron katapultieren kann.

Ein Waffenstillstand

Auch der Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran am Wochenende gibt der Ferrari-Aktie am Montag Rückenwind. Als Luxusgüterhersteller profitiert der Sportwagenhersteller von globaler Stabilität und dem Vertrauen vermögender Käufergruppen.

Das gilt vor allem für die so wichtige Vertriebsregion Naher Osten. In den letzten Monaten konnte Ferrari aufgrund logistischer Herausforderungen die arabischen Staaten nicht wie gewünscht beliefern.

Von Hoch zu Hoch

Das Chartbild der Ferrari-Aktie hat sich zuletzt deutlich aufgehellt. Das 3-Jahrestief bei 270 € hat im Frühjahr mehreren Angriffen standgehalten.

Seit einem Monat zeichnet sich eine Erholungsbewegung ab. Heute steigt die Ferrari-Aktie auf ein neues 3-Monatshoch. Bis zum Jahreshoch bei 330 € ist es nur noch ein Katzensprung.

Ferrari fährt in seiner eigenen Liga

Wie in meiner letzten Analyse der Ferrari-Aktie Ende Mai empfehle ich den ikonischen Autowert auch weiterhin zum Kauf. Mit einem Forward-KGV von knapp über 30 ist Ferrari für ein Unternehmen, das nur noch mit 6 bis 8% pro Jahr wächst, sehr sportlich bewertet.

Aber meiner Meinung nach ist diese ambitionierte Bewertung gerechtfertigt, denn Ferrari fährt in einer völlig anderen Liga als alle anderen Autobauer. Die Italiener besitzen eine völlig „außerirdische“ operative Gewinnmarge von rund 30% — und das jedes Jahr.

Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Markenattraktivität von Ferrari ist so hoch, dass Autokäufer bereit sind, so gut wie jeden Preis zu bezahlen, um überhaupt ein Fahrzeug aus Maranello zu bekommen.

Auch die Einführung von Elektroautos wird diese extreme „Luxusmacht“ nicht in Gefahr bringen. Der Luce als erstes vollelektrisches Modell von Ferrari ist unter Autoexperten durchaus umstritten.

Ich mache mir überhaupt keine Sorgen um den Erfolg des elektrischen Premierenmodells. Ganz im Gegenteil. Ich glaube, dass es ausreichend Sportwagenfans in aller Welt gibt, für die das erste E-Auto aus dem Hause Ferrari einen ganz besonderen Kaufanreiz darstellt.

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ℹ️ Ferrari in Kürze

  • Ferrari (WKN: A2ACKK) entwickelt, produziert und vermarktet exklusive Sportwagen und Formel-1-Fahrzeuge. Das 1947 vom legendären italienischen Rennfahrer Enzo Ferrari gegründete Unternehmen hat seinen Verwaltungssitz in Maranello bei Modena in Italien und seinen Rechtssitz in Amsterdam.
  • Nachdem der Sportwagenhersteller über viele Jahrzehnte ein Tochterunternehmen von Fiat war, notiert die Ferrari-Aktie seit 2015 an der Börse.
  • Ferrari ist Mitglied im europäischen Leitindex Euro Stoxx 50 und an der Börse ca. 62 Milliarden € wert.

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Fazit

Während andere Autobauer nicht aus dem Tal der Tränen an der Börse herausfinden, wird die Ferrari-Aktie meiner Überzeugung nach in Zukunft wieder Gas geben. Die Attraktivität und Preismacht der Italiener ist und bleibt ungebrochen. Das rechtfertig auch die sportliche Bewertung der Aktie.