Quelle: energytransfer.com

Energie und Dividende: Diese 2 Aktien sind eine exzellente Wahl

Hohe Ausschüttungen, stabile Perspektiven
Redaktion
Die starke Entwicklung der Energiepreise hat den Energiesektor in diesem Jahr zu einem der größten Gewinner an den Börsen gemacht. Vor allem der deutliche Anstieg des Ölpreises infolge des Iran-Krieges sorgte für kräftige Kurszuwächse bei zahlreichen Energieaktien. Trotz der insgesamt hohen Bewertungen lassen sich jedoch weiterhin Unternehmen finden, die vergleichsweise günstig bewertet sind und gleichzeitig mit attraktiven Dividendenrenditen überzeugen.

Energy Transfer-Aktie

Der Midstream-Energiekonzern Energy Transfer zählt zu den Unternehmen, die von den gestiegenen Energiepreisen und einer hohen Nachfrage nach Transportkapazitäten profitieren konnten. Anders als klassische Öl- und Gasförderer hängt das Geschäft des Unternehmens weniger von den Rohstoffpreisen selbst ab als von den transportierten Mengen. Zu den Kernaktivitäten gehören der Transport von Öl und Erdgas über Pipelines sowie die Lagerung und Verarbeitung von Energierohstoffen.

Im ersten Quartal verzeichnete Energy Transfer in nahezu allen Geschäftsbereichen steigende Transportvolumina. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31,1 Prozent auf 27,8 Milliarden US-Dollar zu. Das bereinigte EBITDA, eine zentrale Kennzahl für die operative Ertragskraft und den Cashflow, stieg um 20,5 Prozent auf 4,9 Milliarden US-Dollar.

Von dieser Entwicklung profitieren auch die Aktionäre. Nachdem das Unternehmen seine Dividende zu Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 deutlich gekürzt hatte, erhöht der Vorstand die Ausschüttung inzwischen wieder regelmäßig. Zuletzt wurde die Quartalsdividende von 0,335 auf 0,3375 US-Dollar je Aktie angehoben. Auf Jahresbasis ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von rund 7,2 Prozent und damit ein Vielfaches der Rendite des S&P 500.

Die Aktie gewann seit Jahresbeginn bis zum 11. Juni rund 13,8 Prozent an Wert. Damit blieb die Performance zwar hinter dem Energiesektor insgesamt zurück, Anleger erhalten dafür jedoch ein vergleichsweise stabiles Geschäftsmodell. Auch die Bewertung erscheint weiterhin attraktiv: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt aktuell bei rund 16 und damit deutlich unter dem Durchschnitt des S&P-500-Energiesektors, der bei etwa 21 liegt.

Enterprise Products Partners-Aktie

Auch Enterprise Products Partners gehört zu den führenden Midstream-Unternehmen in Nordamerika. Das Unternehmen betreibt ein umfangreiches Netzwerk aus Pipelines sowie Anlagen zur Verarbeitung und Lagerung von Energierohstoffen und erzielt einen Großteil seiner Einnahmen aus Transport- und Infrastrukturleistungen.

Im ersten Quartal sank der Umsatz zwar um 6,7 Prozent auf 14,4 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich dafür waren vor allem niedrigere Vermarktungserlöse sowie rückläufige Rohstoffpreise und Transportvolumina. Diese Entwicklungen gelten jedoch als zyklisch und werden nicht als Zeichen einer strukturellen Schwäche des Geschäftsmodells gewertet. Positiv fiel insbesondere aus, dass das bereinigte EBITDA trotz des Umsatzrückgangs um 10 Prozent zulegen konnte.

Gleichzeitig investiert das Management weiterhin in Wachstumsprojekte. Dazu zählen der Ausbau von Verarbeitungskapazitäten im Permian Basin sowie Erweiterungen des Pipeline-Netzwerks. Diese Investitionen sollen die Ertragskraft des Unternehmens langfristig stärken und zusätzliche Umsatzquellen erschließen.

Auch bei Enterprise Products Partners spielt die Dividende eine zentrale Rolle für Investoren. Im vergangenen Jahr wurden rund 57 Prozent des bereinigten operativen Cashflows für Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe verwendet. Die Ausschüttung wurde über viele Jahre hinweg kontinuierlich erhöht. Zuletzt hob der Vorstand die Quartalsdividende von 0,545 auf 0,55 US-Dollar je Aktie an.

Auf Basis der aktuellen Jahresdividende von 2,20 US-Dollar ergibt sich eine Rendite von rund 5,9 Prozent. Die Aktie legte seit Jahresbeginn um 15,7 Prozent zu und blieb damit ebenfalls hinter der Entwicklung des Gesamtsektors zurück. Mit einem KGV von etwa 14 ist die Bewertung jedoch weiterhin moderat und liegt deutlich unter dem Durchschnitt des S&P-500-Energiesektors.

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Redaktion

Fazit

Für einkommensorientierte Anleger könnten sowohl Energy Transfer als auch Enterprise Products Partners interessante Optionen darstellen. Beide Unternehmen verbinden vergleichsweise stabile Geschäftsmodelle im Midstream-Segment mit hohen Dividendenrenditen, regelmäßigen Ausschüttungserhöhungen und Bewertungen, die trotz der starken Entwicklung des Energiesektors noch Spielraum nach oben lassen.

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