Hypoport-Aktie: Kann die Trendwende gelingen?
Chartanalyse zur Hypoport-Aktie
Im Wochenchart der Hypoport-Aktie zeigte sich ein bärisches Gesamtbild. Besonders ins Auge fällt eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die als klassisches Umkehrsignal gilt und kurz vor der Erreichung des technischen Ziels stehen könnte. Das technische Kursziel dieser Formation liegt bei etwa 57,50 €. Mit dem Bruch der gelb markierten Nackenlinie wurde das Muster aktiviert und eine kräftige Abwärtsbewegung eingeleitet. Seitdem befindet sich der Kurs in einem anhaltenden Abwärtstrend.

Hypoport, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Zudem wurde die frühere Unterstützungszone zwischen 89,20 € und 102,20 € klar unterschritten und fungiert jetzt als Widerstand. Sollte dieser jedoch nach oben verlassen werden, wäre dies als ein bullisches Signal zu werten. Die nächste wichtige Unterstützungszone liegt zwischen 65,60 € und 73,00 €, die bereits mehrfach getestet wurde.
Tipp: Sichere Dir mit unserem kostenlosen Report „3 Top-Picks 2026“ jetzt die Aktien-Überflieger des Jahres!
Hypoport-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt wieder angestiegen. Aktuell notiert dieser bei 40 Punkten im neutralen Bereich, nachdem die überverkaufte Zone kurzfristig erreicht wurde. Die RSI-Linie hat die Signallinie von unten nach oben durchkreuzt, wodurch ein bullisches Crossover entstanden ist, was auf eine technische Gegenbewegung hindeutet. Der MACD hat ebenfalls ein bullisches Cross unterhalb der Nulllinie vollzogen.

Hypoport, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Die Indikatoren im Wochenchart wirken aktuell bullisch. Sowohl RSI als auch MACD haben ein bullisches Crossover ausgebildet. Das Momentum im MACD auf Wochenbasis ist jedoch rückläufig. Das bisher unerreichte Preisziel der Schulter-Kopf-Schulter-Formation relativiert die positiven Signale jedoch deutlich.
Elliott-Wellen
Im Wochenchart der Hypoport-Aktie lässt sich eine übergeordnete bullische Struktur erkennen. Die Topbildung im Februar 2021 bei 617 € kann als Welle 3 interpretiert werden. Der Abverkauf von besagtem Top als Rücklauf in einer Welle 4. Solange der prognostizierte Trendwendebereich nicht unterschritten wird, besteht für die Hypoport-Aktie die Chance auf ein weiteres Hoch in der Welle 5, welches ein neues Allzeithoch mit sich bringen würde.

Hypoport, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Der besagte, prognostizierte Trendwendebereich reicht vom 0,5er-Fibonacci-Retracement bei 60,20 € bis zum 0,618er-Fibonacci-Retracement bei 34,74 €. Ein typisches Ziel für die Welle C der A-B-C-Korrektur ist die 1er-Fibonacci-Extension bei 41,42 € und fungiert als mögliches Ziel für die Abwärtsbewegung.
ℹ️ Hypoport in Kürze
- Hypoport SE (WKN: 549336) mit Sitz in Berlin ist Muttergesellschaft eines Netzwerks von Technologieunternehmen im Finanzbereich.
- Die Unternehmensgruppe besteht aus vier Segmenten: Kreditplattform, Privatkunden, Immobilienplattform und Versicherungsplattform. Das Herzstück von Hypoport ist Europace, laut Firmenangaben „Die größte deutsche Plattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite“.
- Die Aktie ist im SDAX gelistet; die Börsenbewertung beträgt aktuell ca. 529 Millionen €.
Wenn Du Hypoport beobachtest, solltest Du Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung sichern. Im SD Insider Newsletter berichten wir regelmäßig über Entwicklungen bei diesem und ähnlichen Werten – kompakt und ohne Umwege.
Hypoport weiter verfolgen – Newsletter kostenlos abonnieren »
Fazit
Die Hypoport-Aktie sendet derzeit erste positive Signale, befindet sich technisch jedoch weiterhin in einem herausfordernden Umfeld. RSI und MACD haben auf Wochenbasis jeweils ein bullisches Crossover ausgebildet und deuten damit auf eine mögliche technische Erholung hin. Gleichzeitig bleibt das bisher unerreichte Kursziel der Schulter-Kopf-Schulter-Formation ein Risikofaktor, der das bullische Bild deutlich relativiert.
Auch aus Sicht der Elliott-Wellen befindet sich die Aktie weiterhin in einer potenziellen Korrekturphase. Zwar bleibt das langfristig bullische Szenario mit einer späteren Welle 5 und neuen Hochs grundsätzlich intakt, kurzfristig sind jedoch weitere Rücksetzer in Richtung des prognostizierten Trendwendebereichs möglich. Erst eine nachhaltige Rückeroberung wichtiger Widerstände würde die Chancen auf eine echte Trendwende deutlich erhöhen.