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Telemedizin-Turnaround: +140% für den No Brainer Club

Value Investing aus dem Bilderbuch
Redaktion
Die größten Börsengewinner entstehen oft dort, wo die Stimmung am schlechtesten ist. Genau ein solcher Fall war American Well, den der No Brainer Club am 11. Dezember 2025 als Neuvorstellung präsentierte. Damals notierte die Aktie bei rund 4,10 US$, die empfohlene Kaufzone lag bei bis zu 4,30 US$. Für kurzfristige Rücksetzer sahen wir im Bereich von 3,80 bis 3,90 US$ attraktive Nachkaufchancen.

Heute, keine sechs Monate später, notiert die Aktie bei rund 9,83 USD. Damit steht seit unserer Vorstellung ein Kursgewinn von rund +140% zu Buche. Aus einem von vielen Anlegern abgeschriebenen Telemedizin-Wert wurde eine weitere extrem erfolgreiche NBC-Story.

Bilanz machte den Case zum No Brainer

Der Kern unserer Investmentthese war typisch No Brainer Club. Nach dem Ende des Corona-Booms war die gesamte Telemedizinbranche massiv unter Druck geraten. Viele ehemalige Börsenlieblinge verloren den Großteil ihres Marktwertes, während Investoren das Interesse an dem Sektor weitgehend verloren.

Bei American Well war die Abwertung jedoch so weit gegangen, dass sie bilanziell kaum noch nachvollziehbar erschien. Per Ende September 2025 verfügte das Unternehmen über rund 245 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln. Dem standen lediglich etwa 60 Millionen USD-Dollar Verbindlichkeiten gegenüber. Daraus ergab sich eine Nettokassenposition von rund 185 Millionen US-Dollar beziehungsweise etwa 11,20 US$ je Aktie.

Der Clou: Die Aktie wurde damals für knapp über 4,00 US$ gehandelt. Anleger konnten somit ein Unternehmen kaufen, dessen Netto-Cashbestand den Börsenkurs um ein Vielfaches überstieg. Die gesamte Technologieplattform, die Kundenbasis, die etablierten Geschäftsbeziehungen und sämtliche zukünftigen Wachstumschancen gab es rechnerisch praktisch kostenlos dazu. Eine solche Diskrepanz zwischen Börsenwert und innerem Wert sehen wir nur selten.

Operativer Turnaround nahm Form an

Entscheidend war jedoch nicht nur die starke Bilanz, sondern die Aussicht auf eine operative Verbesserung. American Well befand sich mitten in einem umfassenden Umbauprozess. Das Management senkte konsequent die Kosten, konzentrierte sich stärker auf die strategisch wichtige Converge-Plattform und erhöhte den Anteil wiederkehrender Subscription-Erlöse.

Gleichzeitig kommunizierte das Unternehmen ein klares Ziel: Bis Ende 2026 sollte der Cashflow-Breakeven erreicht werden. Für uns war das die perfekte Ergänzung zur bilanziellen Unterbewertung. Die Downside erschien durch die enorme Nettokasse begrenzt, während ein erfolgreicher Turnaround erhebliches Aufwärtspotenzial freisetzen konnte.

Zahlen liefern den Beweis

Genau dieses Szenario ist inzwischen eingetreten. Besonders die Veröffentlichung der Q1-Zahlen 2026 sorgte für einen deutlichen Stimmungsumschwung am Markt. American Well überzeugte mit spürbar verbesserten Margen, deutlich reduzierten Verlusten und bestätigte zugleich das Vertrauen in die Erreichung des angestrebten Cashflow-Breakevens.

Plötzlich begann der Markt, die Gesellschaft mit anderen Augen zu betrachten. Auch Analysten wurden zunehmend optimistischer und passten ihre Einschätzungen entsprechend an. Was lange Zeit als hoffnungsloser Nachzügler galt, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer glaubwürdigen Turnaround-Story.

Tipp: Mitglieder des auf Biotech-Aktien spezialisierten No Brainer Club kommen derzeit aus dem Feiern nicht mehr raus. Du möchtest das Mastermind hinter den NBC-Empfehlungen kennenlernen? Dann sichere Dir jetzt den kostenlosen Newsletter von Biotech-Profi Maximilian Ruth.

Ein Lehrstück für erfolgreiche Deep-Value-Investments

Der Fall American Well zeigt eindrucksvoll, warum sich der Blick auf abgestrafte Net-Cash-Unternehmen immer wieder lohnt. Wenn eine Aktie weit unter ihrem bilanziellen Wert notiert und gleichzeitig operative Fortschritte sichtbar werden, kann daraus eine äußerst attraktive Sondersituation entstehen.

Genau solche Gelegenheiten sucht der No Brainer Club. Während viele Anleger nur die schwache Vergangenheit sehen, konzentrieren wir uns auf die Diskrepanz zwischen aktuellem Börsenwert und zukünftigem Potenzial. Bei American Well passten alle Puzzleteile zusammen: eine außergewöhnlich starke Bilanz, ein laufender Turnaround und ein Markt, der diese Entwicklung zunächst vollständig ignorierte.

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Redaktion

Fazit

Das Ergebnis spricht für sich: Seit Erstempfehlung des No Brainer Club am 11. Dezember 2025 hat die Americal Well-Aktie um rund 140% zugelegt und sorgt für weitere steile Performance in den Mitgliederdepots.

American Well ist damit nicht nur ein weiterer erfolgreicher NBC-Case, sondern auch ein Paradebeispiel dafür, wie lukrativ antizyklisches Investieren sein kann. Wer bereit ist, dort zuzugreifen, wo andere längst aufgegeben haben, wird manchmal mit genau solchen Renditen belohnt. Genau dafür steht der No Brainer Club.

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