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Zalando-Aktie bricht ein – jetzt wird es kritisch!

Trend stark belastet

Die Zalando-Aktie ist gestern um rund -5,5% gefallen. Das kurzfristige Chartbild hat sich zuletzt spürbar eingetrübt, während wichtige Unterstützungszonen erneut getestet werden. Vor allem die schwächere Dynamik im Konsumsektor belastet aktuell zusätzlich das Momentum der Aktie. Nun richtet sich der Fokus auf die Frage, ob eine Stabilisierung gelingt oder die laufende Korrektur weiter an Dynamik gewinnt.

Chartanalyse zur Zalando-Aktie

Im Chart der Zalando-Aktie zeigt sich weiterhin ein übergeordnet schwaches Bild. Der Zalando-Kurs befindet sich nach wie vor in einem abfallenden Trendkanal, welcher zuletzt als Widerstand gedient hatte. Hinzukommt, dass der Kurs der Konsumaktie derzeit die Unterkante des Supportbereiches testet. Sollte diese nachhaltig brechen, könnte dieses Signal, das ohnehin schon schwache Chartbild weiter belasten.

Zalando SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Findet der Kurs der Zalando-Aktie hingegen Halt in der strukturellen Unterstützungszone und verlässt den Trendkanal nach oben, wäre dies als bullisches Signal zu werten. Bislang sind jedoch keine Trendwendesignale in Sicht.

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Zalando-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei etwa 39 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchstoßen, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist. Der MACD hat ebenfalls ein bärisches Crossover ausgebildet. Das Momentum ist hingegen relativ schwach, was darauf hindeuten könnte, dass die Bären an Kraft verlieren.

Zalando SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Wochenchart liefern bärische Signale. Sowohl der RSI, als auch der MACD haben ein bärisches Crossover ausgebildet. Das Momentum ist hingegen schwach. Auch auf Monatsbasis ist die Indikatorenlage angeschlagen.

Elliott-Wellen

Im Wochenchart der Zalando-Aktie zeigte sich ein übergeordneter Abwärtstrend im Rahmen einer klar strukturierten Elliott-Wellen-Bewegung. Nach der abgeschlossenen Abwärtsbewegung bis zur Welle (v) im Januar 2024 startete der Kurs der Zalando-Aktie einen neuen, potenziell bullischen Aufwärtstrend, in Form einer führenden Diagonale.

Diese Bewegung lässt sich als beginnende neue Aufwärtsstruktur interpretieren, wobei die Welle (i) bereits abgeschlossen ist und sich der Kurs aktuell in einer Korrektur der Welle (ii) befindet. Der Rücksetzer der Welle (ii) reagierte dabei bisher mehrfach auf das 0,786er-Fibonacci-Retracement bei 19,45 €.

Zalando SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Solange das lokale Tief bei 15,97 € (siehe weiße, gestrichelte Trendline) nicht unterschritten wird, besteht die Chance, dass sich in Kürze eine dynamische Welle (iii) nach oben entwickelt. Wird die Marke jedoch unterschritten, würde sich das bullische Szenario eintrüben und die übergeordnete Abwärtsstruktur könnte fortgesetzt werden.

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ℹ️ Zalando in Kürze

  • Der E-Commerce-Konzern mit Sitz in Berlin beliefert rund 62 Millionen aktive Kunden in 25 europäischen Märkten.
  • Zalando bietet seine Logistikinfrastruktur unter der Marke ZEOS auch anderen Händlern für den Versand von Produkten an.
  • Das Unternehmen ist Mitglied im deutschen Leitindex DAX und wird aktuell mit rund 4,93 Milliarden € an der Börse bewertet.

Fazit

Die Zalando-Aktie bleibt charttechnisch angeschlagen. RSI und MACD haben auf Wochenbasis bärische Signale ausgebildet und bestätigen die aktuell schwache Dynamik im Trend. Gleichzeitig deutet das nachlassende Momentum darauf hin, dass die Verkäufer vorerst etwas an Kraft verlieren könnten.

Die Elliott-Wellen lassen trotz des schwachen Gesamtbildes noch Raum für ein bullisches Szenario. Solange das Tief bei 15,97 € verteidigt wird, bleibt die Chance auf den Start einer dynamischen Welle (iii) bestehen. Ein Bruch dieser Marke würde das Chartbild jedoch erneut deutlich eintrüben.