Evotec-Aktie profitiert von Milliarden-Deal: Gilead kauft Tubulis
Der US-Pharmakonzern Gilead setzt seine Einkaufstour im Biotech-Sektor fort und übernimmt das deutsche Krebsforschungsunternehmen Tubulis für bis zu fünf Milliarden Dollar. Die Transaktion zeigt, wie stark der Wettbewerb um innovative Krebstherapien geworden ist – und sie spült zugleich Geld in die Kassen des deutschen Wirkstoffforschers Evotec, der frühzeitig in Tubulis investiert hat.
Evotec-Aktie springt kurz hoch
Für den Hamburger Wirkstoffentwickler Evotec erweist sich die milliardenschwere Übernahme als finanzieller Glücksfall. Das Unternehmen hatte sich bereits in einer frühen Finanzierungsrunde strategisch an dem Münchner Biotech-Startup Tubulis beteiligt. Mit dem Verkauf an den US-Pharmariesen Gilead dürfte sich diese Beteiligung nun auszahlen: Es winken rund 100 Millionen US-Dollar Vorabzahlung sowie weitere bis zu 58 Millionen an potenziellen Meilensteinzahlungen.
Evotec verfolgt seit Jahren eine Strategie, bei der das Unternehmen neben klassischen Forschungskooperationen gezielt Beteiligungen an vielversprechenden Biotechfirmen eingeht. Ziel ist es, nicht nur an Entwicklungsaufträgen zu verdienen, sondern auch am langfristigen Wertzuwachs innovativer Technologien. Tubulis gilt dabei als Paradebeispiel für dieses Modell: Das Unternehmen entwickelt sogenannte Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC), eine besonders präzise Form der Krebstherapie, bei der ein Antikörper ein hochwirksames Zellgift gezielt zu Tumorzellen transportiert.
Durch den Verkauf an Gilead könnte Evotec nun indirekt an der wachsenden Bedeutung dieser Technologie profitieren – ein Signal für Investoren, dass sich das Beteiligungsportfolio des Unternehmens auszahlen kann. Die Evotec-Aktie springt nach Bekanntwerden des Deals dennoch nur kurz um 5 Prozent hoch und wird – wie zuletzt üblich und im aktuellen geopolitischen Umfeld auch wenig verwunderlich – gleich wieder abverkauft.
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Gilead Sciences weiter auf Shoppingtour
Gilead setzt mit seiner jüngsten Akquisition seine Shoppingtour fort. Erst im Februar wurde mit Arcellx die Übernahme eines weiteren Krebsforschers für fast 8 Milliarden US-Dollar angekündigt.
Mit Tubulis setzt Gilead auf eine Technologie, die in der Krebsforschung als besonders vielversprechend gilt. Antikörper-Wirkstoff-Konjugate verbinden die Zielgenauigkeit von Antikörpern mit der Wirkung starker Chemotherapeutika und können Krebszellen gezielt angreifen, während gesundes Gewebe möglichst geschont wird. Zu den wichtigsten Entwicklungsprojekten von Tubulis zählt der Wirkstoffkandidat TUB-040, der derzeit in frühen klinischen Studien unter anderem gegen Eierstock- und Lungenkrebs getestet wird.
Für Gilead ist die Akquisition Teil einer größeren Expansionsstrategie im Biotech-Bereich. Ein wesentliches Therapiefeld, das den Konzern ehemals groß gemacht hat, wurde bei Zukäufen bis dato vernachlässigt: Viruserkrankungen.
Der nächste Übernahme-Favorit
Erfahre in diesem Artikel kostenlos, welcher US-Small-Cap aus dem Biotech-Sektor für uns der Übernahme-Favorit des Jahres ist. Nach einem Kursvervielfacher in 2025 winken hier erneut dreistellige Prozente.
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