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Novartis-Aktie: Wie viel Wachstum ist drin?

Schweizer wollen mehr

Die Aktie von Novartis bleibt für Anleger interessant, da der Konzern trotz auslaufender Patente weiterhin Wachstum anstrebt. Strategische Übernahmen, eine solide Produktpipeline und neue Therapieansätze könnten dem Unternehmen auch in einem herausfordernden Marktumfeld zusätzliche Dynamik verleihen.

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Die letzten Geschäftszahlen unterstreichen die solide operative Entwicklung des Schweizer Phamariesens. Im vierten Quartal 2025 legten mehrere Schlüsselprodukte deutlich zu. Besonders stark entwickelten sich die Medikamente Kesimpta und Pluvicto, deren Umsätze im Jahresvergleich um 27 Prozent beziehungsweise 70 Prozent stiegen.

Insgesamt erzielte Novartis im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 54,53 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Wachstum von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen zeigen, dass der Konzern trotz eines zunehmend kompetitiven Umfelds weiterhin in der Lage ist, seine Erlöse zu steigern.

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Strategische Investitionen stärken die Pipeline

Parallel zum organischen Wachstum investiert Novartis gezielt in den Ausbau seiner Forschungspipeline. So übernahm das Unternehmen das Biotech-Unternehmen Tourmaline Bio für rund 1,4 Milliarden Dollar. Ziel der Transaktion ist der Zugang zum IL-6-Inhibitor Pacibekitug, der sich in der späten Entwicklungsphase zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen befindet.

Darüber hinaus arbeitet Novartis kontinuierlich daran, seine Position in der Onkologie auszubauen. Ein aktueller Schritt ist eine Vereinbarung mit Synnovation Therapeutics mit einem Gesamtvolumen von bis zu drei Milliarden Dollar. Im Zentrum steht der Wirkstoff SNV4818, ein selektiver PI3Kα-Inhibitor zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit hormonrezeptorpositivem und HER2-negativem Brustkrebs.

Neuer Therapieansatz für bestimmte Brustkrebsformen

Brustkrebs zählt nach Hautkrebs zu den häufigsten Krebsarten bei Frauen. Die Erkrankung entsteht durch das unkontrollierte Wachstum bösartiger Zellen im Brustgewebe, wodurch sich feste Tumoren bilden. Frühzeitige Diagnose durch Screeningprogramme hat in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, die Überlebenschancen zu verbessern.

Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, da sie ebenfalls Brustgewebe besitzen. Am häufigsten tritt die Krankheit bei Menschen über 50 Jahren auf, kann jedoch auch in jüngeren Altersgruppen vorkommen.

Der weltweite Markt für Brustkrebstherapien könnte bis 2035 ein Volumen von rund 40 Milliarden Dollar erreichen. Novartis richtet seinen Blick dabei auf eine spezifische Patientengruppe mit hormonrezeptorpositivem und HER2-negativem Brustkrebs. Schätzungen zufolge gehören etwa zwei Drittel der Erkrankten zu dieser Kategorie.

Bei diesen Tumoren treiben Hormone wie Östrogen oder Progesteron das Wachstum der Krebszellen an. Gleichzeitig weisen die Tumoren keine erhöhte HER2-Expression auf, sodass Therapien gegen HER2 hier nicht greifen.

SNV4818 und das Potenzial eines neuen Wirkstoffs

Der Wirkstoff SNV4818 richtet sich gezielt an Patientinnen und Patienten mit einer Mutation im Gen PIK3CA. Diese genetische Veränderung kommt bei rund 40 Prozent der Betroffenen mit hormonrezeptorpositivem und HER2-negativem Brustkrebs vor.

Der therapeutische Ansatz unterscheidet sich von bisherigen Medikamenten derselben Wirkstoffklasse. Frühere PI3K-Inhibitoren blockierten sowohl die mutierte als auch die normale Form des Enzyms. Diese doppelte Wirkung führte häufig zu erheblichen Nebenwirkungen wie erhöhtem Blutzucker, Hautausschlägen oder Entzündungen der Mundschleimhaut.

SNV4818 wurde dagegen so entwickelt, dass vor allem die mutierte Form des Enzyms angegriffen wird, während die normale Variante möglichst geschont wird. Dadurch könnte sich ein günstigeres Nebenwirkungsprofil ergeben. Zudem deckt der Wirkstoff mehrere relevante Mutationsklassen ab, darunter Varianten in der Kinase- und der Helixdomäne des PI3K-Signalwegs.

Sollte sich dieser selektive Ansatz in klinischen Studien bestätigen, könnten Therapien häufiger dosiert und auch besser mit hormonellen Behandlungen kombiniert werden.

Klinische Studien und mögliche Erweiterung auf weitere Tumoren

Aktuell wird SNV4818 in einer frühen klinischen Studie der Phase 1 und 2 untersucht. Ziel ist es, eine sichere und wirksame Dosierung zu bestimmen und erste Hinweise auf die Wirksamkeit zu erhalten.

Die Studie prüft sowohl eine Monotherapie als auch Kombinationen mit etablierten Krebsmedikamenten wie Fulvestrant oder einer Kombination aus Palbociclib und Fulvestrant. Neben Brustkrebs könnten langfristig auch andere solide Tumoren mit ähnlichen molekularen Eigenschaften für diese Therapie infrage kommen.

Um Zugang zu SNV4818 zu erhalten, übernimmt Novartis eine Tochtergesellschaft von Synnovation Therapeutics. Der Konzern zahlt zwei Milliarden Dollar im Voraus und weitere mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu einer Milliarde Dollar. Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Hälfte des Jahres 2026 erwartet.

Robuste Finanzbasis trotz bevorstehender Patentabläufe

Mit einem Jahresumsatz von über 54 Milliarden Dollar verfügt Novartis über eine solide finanzielle Basis. Für 2026 rechnet der Konzern trotz erheblicher Patentabläufe weiterhin mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Zu den wichtigsten Umsatztreibern zählt das Krebsmedikament Kisqali. Die Verkäufe dieses Präparats beliefen sich im Jahr 2025 auf rund 4,78 Milliarden Dollar und wuchsen damit um 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Neben Kisqali trugen mehrere weitere Medikamente maßgeblich zum Wachstum bei. Insgesamt erzielten sieben zentrale Produkte ein Umsatzplus von rund 35 Prozent.

Parallel dazu stärkt Novartis seine Pipeline auch außerhalb der Onkologie. So wurde kürzlich Avidity Biosciences übernommen, um drei fortgeschrittene Entwicklungsprogramme im Bereich neuromuskulärer Erkrankungen in das eigene Portfolio zu integrieren.

Risiken durch frühe Entwicklungsprogramme und Patentverluste

Trotz der positiven Perspektiven bestehen mehrere Risiken. Der Wirkstoff SNV4818 befindet sich noch in einer frühen Phase der klinischen Entwicklung. Ob die vielversprechenden präklinischen Ergebnisse auch in Studien am Menschen bestätigt werden können, ist derzeit offen.

Auch andere Pipelineprojekte bergen Unsicherheiten. Dazu zählen sowohl der IL-6-Inhibitor Pacibekitug als auch Programme aus der Übernahme von Avidity Biosciences. Klinische Studien können jederzeit scheitern oder nicht die nötigen Daten für eine Zulassung liefern.

Ein weiteres Risiko ergibt sich aus dem Patentablauf wichtiger Medikamente. Im Jahr 2026 laufen unter anderem Patente für Entresto, Tasigna und Promacta aus. Generika könnten dadurch den Umsatz dieser Produkte deutlich reduzieren.

Ausblick für die Aktie

Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich Novartis strategisch gut aufgestellt. Mehrere wachstumsstarke Medikamente, gezielte Übernahmen und neue Forschungsprogramme sollen dazu beitragen, den erwarteten Umsatzrückgang durch Patentabläufe abzufedern.

Sollte es gelingen, neue Therapien erfolgreich zu entwickeln und gleichzeitig das bestehende Produktportfolio weiter auszubauen, könnte das Unternehmen auch in den kommenden Jahren stabil wachsen. In diesem Umfeld erscheint eine weiterhin positive Einschätzung der Aktie nachvollziehbar, zumal es eine solide Dividende von gut 3% gibt.

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