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Deutsche Bank-Aktie: Ist sie der lachende Dritte?

Folgen der Commerzbankübernahme

Die Deutsche Bank-Aktie befindet sich seit Anfang Februar in einem langfristigen Abwärtstrend. Am Mittwoch verliert sie aktuell leicht und steht bei 25,80 €. Nachdem die UniCredit von einem Übernahmeangebot spricht, stellt sich die Frage, wie das die Aktie der Deutschen Bank beeinflusst.

Deutsche Bank
stock.adobe.com/Askar

Übernahme der Commerzbank geplant

Am Montag wurde bekannt, dass die UniCredit ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorbereitet. In diesem Artikel bin ich darauf eingegangen. Der Übernahmepreis soll mittels eines Aktientausches gezahlt werden. Für eine Commerzbankaktie erhalten die Aktionäre 0,485 neue Aktien der UniCredit. Das Übernahmeangebot soll Anfang Mai offiziell gemacht werden.

Sollte die Übernahme gelingen, dürfte es zu einer Verschmelzung der Commerzbank mit der Hypo-Vereinsbank (Tochter der italienischen Großbank) kommen. Wie dann die weitere Konstellation aussieht, bleibt abzuwarten. Die Deutsche Bank würde dann noch als einzige eigenständige deutsche Großbank übrigbleiben.

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Deutsche Bank als Profiteur der Übernahme

Die Deutsche Bank erklärte sich bereit, für neue Kunden die Bankgeschäfte zu übernehmen. Viele Firmenkunden der Commerzbank sprachen sich für eine Eigenständigkeit der Commerzbank aus. Sollte diese wegfallen, dürften einige der Geschäftskunden zu anderen Banken abwandern. Die Deutsche Bank könnte dann der größte Profiteur dabei sein. Sie verfügt über ein internationales Netz und ist auch im Heimatmarkt stark aufgestellt.

Auch einige wichtige Investmentbanker dürften sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Wenn sie zur Deutschen Bank wechseln, bringen sie zusätzliches Neugeschäft mit.

In der Summe ist zu erwarten, dass die Deutsche Bank ein Profiteur wird.

Vorstandschef Christian Sewing erklärte sich so:

Sein Haus stehe bereit, neue Kunden an Bord zu nehmen.

Bankenkonsolidierung verpflichtet die Deutsche Bank

Europa ist "overbanked", das bedeutet, dass es zu viele Großbanken gibt. Im Vergleich zu den US-Banken sind sie jedoch relativ kleine Banken. Schon länger besteht die Forderung, dass im europäischen Raum eine Konsolidierung der Banken notwendig ist. Mit der Übernahme der Commerzbank kommt die UniCredit in eine neue Liga. Sie gehört dann zu den wenigen echten Großbanken in Europa.

Die Deutsche Bank erklärte schon länger, dass sie im europäischen Bankenmarkt zukünftig eine wichtige Rolle spielen wolle. Will sie nicht geschluckt werden wie die Commerzbank, muss sie sich nach Übernahmeobjekten umschauen.

Mittlerweile ist sie wieder so ertragsstark, dass sie eine mittlere Übernahme stemmen könnte. Die Zahl der dafür infrage kommenden europäischen Banken ist begrenzt. Dass die Deutsche Bank eine Übernahme der Commerzbank ablehnte, war richtig. Es wäre kein Mehrwert entstanden. Das zeigte sich damals bei der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank.

Was bedeutet das für die Aktie?

Der starke Kursrückgang seit Februar um rund -25% ist wirtschaftlich nicht gerechtfertigt. Die Geschäftszahlen für 2025 fielen sehr stark aus. Die Bank ist wieder vollkommen auf der Ertragsspur. Zuletzt belastete der Iran-Konflikt die Aktie.

Meiner Meinung nach ist sie deutlich unterbewertet, der faire Wert dürfte bei 34 € liegen, das entspricht dem Niveau im Februar. Was ebenfalls für die Aktie spricht, ist die aktuelle Dividendenrendite von 3,8%. Sollte sie ebenfalls ein Übernahmeopfer werden, ist mit einem deutlichen Kurssprung zu rechnen. Tritt die Deutsche Bank als Bieter einer anderen Bank auf, kommt es auf die jeweilige Konstellation an. Das Verhalten der UniCredit ist kein Musterbeispiel dafür.

Die Analysten teilen einheitlich meine Einschätzung, deren mittlerer Zielkurs liegt bei 35,90 €. Die Bandbreite der Bewertungen reicht von 33 € bis 39 €.

Mein Fazit: Das jetzige Kursniveau bietet gute Einstiegschancen. Von der Übernahme der Commerzbank dürfte die Deutsche Bank profitieren.

Ergänzend sei erwähnt: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.

ℹ️ Deutsche Bank in Kürze

  • Die Deutsche Bank (WKN: 514000) ist die größte Bank in Deutschland und gehört zu den führenden Geldhäusern in Europa. Als Universalbank bietet sie alle üblichen Leistungen an.
  • Neben dem Hauptsitz in Frankfurt unterhält die Bank an allen wichtigen Handelsplätzen Niederlassungen.
  • Die Aktie ist im deutschen Leitindex DAX gelistet und der Börsenwert beträgt aktuell 49 Milliarden €.
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