TUI-Aktie: Jetzt kaufen wie der Konzernchef?
Die TUI-Aktie startet am Montagmorgen mit einem leichten Plus in die neue Handelswoche und notiert derzeit bei 6,64 €. Gibt es Anzeichen für ein Ende der Talfahrt?
Der Boss kauft erneut
So sieht wohl Überzeugung von den Qualitäten des eigenen Unternehmens aus: TUI-Chef Sebastian Ebel hat erneut zugeschlagen und Aktien des Konzerns erworben. Am vergangenen Freitag kaufte er über die Handelsplattform Tradegate, auf der sich auch die meisten Privatanleger tummeln, TUI-Aktien für insgesamt 46.340 €.
Laut einer Pflichtmitteilung des Konzerns lag der Durchschnittskurs der erworbenen Anteile bei 6,62 €, also praktisch im Bereich der aktuellen Notierung.
Bereits Mitte Februar war der TUI-Boss aktiv geworden und hatte Wertpapiere des Reiseriesen im Gesamtvolumen von 42.350 € zu einem durchschnittlichen Kurs von 8,47 € je Aktie erstanden. Sebastian Ebel war also zu einem wesentlich höheren Kurs als dem aktuellen schon davon überzeugt, dass die TUI-Aktie zu tief notiert. Und im Übrigen nicht nur der Boss allein, sondern auch weitere Vorstandsmitglieder, die ebenfalls Aktien des eigenen Unternehmens kauften.
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Eine gute Nachricht
Unterdessen hat der Konzernchef nun in einem Interview eine gute Nachricht verkündet, welche offensichtlichen Bedenken vieler Anleger ein wenig den Wind aus den Segeln nimmt. Nämlich den Sorgen, die aktuell hohen Ölpreise und damit Treibstoffpreise könnten die Geschäftsergebnisse des Tourismus-Giganten nachhaltig belasten.
Sebastian Ebel sagte dem „Tagesspiegel“:
Wir haben 85 Prozent unserer Kerosinpreise für den kommenden Sommer abgesichert und auch einen Großteil unserer Kerosinkosten bis zum nächsten Winter fixiert.
Der TUI-Chef zeigte sich ferner davon überzeugt, dass die Ölpreise nicht lange auf diesem hohen Niveau verharren würden. Sobald die Straße von Hormus wieder befahrbar sei, würden sie deutlich zurückkommen. Hier muss man hinzufügen, dass die Straße von Hormus laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sehr wohl offen sei, jedoch natürlich nicht befahren werde, solange der Iran Schiffe beschieße.
Das sagt der Chart
Charttechnisch befindet sich die TUI-Aktie weiter im Abwärtstrend. Nachdem die wichtige Kursmarke von 7 € gefallen ist, rückt nun die nächste Unterstützungszone bei 6,06 € in den Fokus. Darunter gäbe es weiteren Halt bei 5,86 €.
Auf der Oberseite ist es weiterhin der Widerstand bei 8,11 €, der für eine charttechnische Wende nachhaltig überwunden werden müsste.
Was tun mit der TUI-Aktie?
Ist der TUI-Chef verrückt geworden, dass er nach der Talfahrt der Aktie erneut in die eigene Geldbörse greift und Anteilsscheine kauft? Ich würde eher sagen, Sebastian Ebel ist ein kluger Mann, der sehr genau weiß, was er tut. Und ein mustergültiges Beispiel für Privatanleger abgibt.
Fakt ist nämlich: Es gibt überhaupt keinen Zweifel daran, dass die TUI-Aktie mit einem Forward-KGV von 4,85 aktuell spottbillig ist. Die operative Performance des Reisekonzerns hat sich im vergangenen Jahr nachhaltig verbessert, sogar bei der lange bemängelten Profitabilität macht er Fortschritte. Kein Wunder also, dass sich fast alle Analysten einig sind, dass die TUI-Aktie bei diesen Kursen ins Depot gehört.
Kleiner Tipp: Wer in der aktuellen Lage andere aussichtsreiche Aktien sucht, könnte sich einmal unsere Top-Picks 2026 ansehen.
ℹ️ TUI in Kürze
- Die TUI AG (WKN: TUAG50) gehört weltweit zu den größten Touristikkonzernen.
- TUI betreibt eigene Hotels, Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffe sowie Reisebüros, Incoming-Agenturen und Reiseveranstalter.
- Der Konzern hat einen rechtlichen Doppelsitz in Berlin und Hannover, wobei die Konzernverwaltung in der niedersächsischen Landeshauptstadt angesiedelt ist.
- TUI ist Mitglied im deutschen Nebenwerteindex MDAX und aktuell knapp 3,36 Milliarden € wert.