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Renk-Aktie -4%: Warum dieser Abverkauf?

Zahlen und Ausblick

Bei Rüstungszulieferer Renk brummen die Geschäfte. Das zeigen die Zahlen des vergangenen Jahres. Doch was erwartet das Unternehmen für dieses Jahr? Und kann das die Renk-Aktie, die am Donnerstag erstmal um -4% auf 56,65 € nachgibt, bald zu einer neuen Kursrallye führen?

Renk Group
stock.adobe.com/Frank Gärtner

Rekorde bei Umsatz und Neugeschäft

Im vergangenen Jahr war die Renk-Aktie einer der Highflyer an der Börse. In der Spitze trieb es den Kurs bis über 92 € hinaus. Aktuell ist der Titel davon weit entfernt. Er notiert bei knapp 60 € und kommt seit Jahresbeginn nicht wirklich vom Fleck.

Doch am Donnerstag legt der Getriebehersteller Zahlen vor, die Anlegern Freude bereiten dürften. Beim Umsatz wurde 2025 ein Rekord von 1,37 Milliarden € erzielt, 19,8% mehr als im Vorjahr. Angepeilt waren 1,3 Milliarden €. Beim bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) meldet Renk 230 Millionen €, 21,7% mehr als im Jahr davor. Damit landete man bei einer Marge von 16,9% und am oberen Ende der Prognose.

Und nicht nur das: Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach einsatzkritischen Antriebslösungen verzeichnete das Unternehmen einen neuen Rekord von 1,57 Milliarden € beim Auftragseingang sowie ein neues Allzeithoch von 6,68 Milliarden € beim Gesamtauftragsbestand.

Kräftige Dividenden-Erhöhung

Diese starke Geschäftsentwicklung führt dazu, dass Renk an seine Aktionäre eine Dividende von 0,58 € je Aktie ausschütten will, das sind 38% mehr als im Vorjahr. Beim aktuellen Kurs entspricht das einer Dividendenrendite von 0,98%. Diese ist zwar sehr bescheiden, aber immerhin steigend und es gibt bei einer aktuellen Ausschüttungsquote von 40,9% noch weiteres Steigerungspotenzial.

CEO Dr. Alexander Sagel kommentiert die Geschäftszahlen so:

Unsere Strategie, den Fokus konsequent auf Verteidigungstechnologien zu richten, zahlt sich aus: Wir verbuchen die höchsten Ergebnisse bei Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand in unserer Unternehmensgeschichte. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Kurs sind, um unsere Wachstumsziele bis 2030 zu realisieren.

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Positiver Ausblick

Auch für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Hersteller von Getrieben für Panzer wie den Leopard 2 und für Marineschiffe einen anhaltenden Boom und prognostiziert ein weiteres Umsatzwachstum auf über 1,5 Milliarden €. Bis 2023 sollen die Erlöse kontinuierlich auf dann 2,8 bis 3,2 Milliarden € gesteigert werden.

Beim bereinigten EBIT peilt Renk für 2026 eine Spanne von 255 bis 285 Millionen € an. Und die Profitabilität soll sich bis 2023 weiter verbessern auf eine EBIT-Marge von rund 20%.

Chartbild zwiespältig

Das Chartbild der Renk-Aktie zeigt, dass diese sich seit November in einer Seitwärtsphase befindet. Es ist keine klare Tendenz erkennbar. Eine Unterstützung liegt bei 56,91 € und gerät jetzt in den Fokus. Sollte diese nicht halten, läge die nächste erst bei rund 48 €. Auf der Oberseite müsste der Widerstand bei 61 € überwunden werden, um möglicherweise einen neuen Aufwärtstrend einzuleiten.

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Ist die Aktie ein gutes Investment?

Auf den ersten Blick wirkt bei der Renk-Aktie alles in bester Butter. Die Geschäfte laufen rund, der Umsatz wächst, die Profitabilität ebenfalls. Dass die geopolitischen Rahmenbedingungen für einen Rüstungshersteller angesichts des gerade gestarteten Iran-Krieges und der militärischen Aufrüstung allerorten hervorragend bleiben, muss man eigentlich gar nicht mehr erwähnen. Auch am Ausblick kann es nicht liegen, dass der Titel am Donnerstag kräftig nachgibt. Woran also dann?

Der Haken an der Sache ist dieser: Die Renk-Aktie ist mit einem Forward-KGV von 41 einfach schon sehr ambitioniert bewertet. Folglich sehen auch die Analysten im Schnitt nur noch ein Kurspotenzial von rund +16%.

Aus meiner Sicht darf die Aktie ruhig noch günstiger werden, ehe man sie guten Gewissens kaufen kann. Wer sie bereits hat, kann sie hingegen beruhigt liegenlassen.

ℹ️ Renk in Kürze

  • Die Renk Group (WKN: RENK73) mit Hauptsitz in Augsburg ist ein weltweiter Hersteller von Getrieben, Motoren, Hybridantriebssystemen, Federungssystemen für Fahrzeuge, Gleitlagern, Kupplungen und Prüfsystemen.
  • Das Unternehmen baut Spezialgetriebe für Panzer, Fregatten, Eisbrecher und industrielle Anwendungen und ist führender Lieferant von Fahrwerken und Dämpfungssystemen für militärische Ketten- und Radfahrzeuge.
  • Renk produziert an drei Standorten in Deutschland sowie in der Schweiz, Großbritannien und den USA.
  • Renk notiert seit Ende März im Nebenwerteindex MDAX und ist knapp 5,66 Milliarden € wert.
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