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Novo Nordisk: Ein potenzieller Übernahmekandidat?

Unternehmenswert stark gesunken

Die Novo Nordisk-Aktie befindet sich seit dem Hoch Mitte 2024 mit rund 135 € in einem nachhaltigen Abwärtstrend. Am Montag verliert sie aktuell -2,4% und steht bei 31 €, damit befindet sie sich wieder auf dem Niveau von Mitte 2021. Die Bewertung des Unternehmens könnte Begehrlichkeiten von Konkurrenten wecken. Ist das Unternehmen ein Übernahmekandidat?

Novo Nordisk
stock.adobe.com/kittyfly

Fehlschläge bei Arzneistudien

Der letzte Kursrückgang beruht darauf, dass die Phase-3-Studie für den Abnehmwirkstoff CagriSema nicht die erhoffte Wirkung brachte. Mit der Studie sollte nachgewiesen werden, dass CargriSema nicht schlechter ist als das Medikament Zepbound von Eli Lilly. Der Erfolg nach wochenlanger Studie lag nur bei 23%. Dennoch wird die Testserie fortgesetzt.

Ein weiterer Rückschlag waren die Testreihen bezüglich der Wirksamkeit des Diabetes-Medikaments Semaglutid zur Verlangsamung von Alzheimer. Auch blieb der Erfolg aus, und der Kurs ging deutlich zurück.

Preisreduzierung in den USA

Auf Druck der amerikanischen Regierung senkt der dänische Konzern seine Preise in den USA ab 2027 deutlich. So soll die Behandlung mit Wegovy (Abnehmarznei) um rund 50% sinken und Ozempic (Diabetes) um rund ein Drittel. Das dürfte sich negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken. Allerdings werden Produkte für eine breitere Bevölkerungsschicht erschwinglich. Die Bevölkerung der USA leidet unter beiden Krankheiten enorm.

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Unternehmenswert attraktiv für Übernahme

Von dem einst hohen Unternehmenswert ist nicht mehr viel übriggeblieben. Aktuell liegt er bei rund 104 Milliarden €. Sollten weitere Kursrückgänge erfolgen, könnte das Unternehmen ein Übernahmekandidat, beispielsweise von Eli Lilly werden.

Der Kurs von Lilly entwickelte sich in der gleichen Zeit rasant nach oben. Lag er Anfang 2023 noch bei rund 300 €, so erreichte er im November mit 960 € ein neues Allzeithoch. Mittlerweile korrigierte er wieder und steht bei 870 €. Der Unternehmenswert beträgt aktuell 840 Milliarden €. Eine Übernahme wäre für den US-Konzern stemmbar.

Übernahme nicht möglich

Obwohl der Unternehmenswert eine Übernahme zulässt, ist das dennoch nicht möglich. Maßgebend ist die Struktur der Anteilseigner bei Novo Nordisk. Großaktionär ist die Novo Holding A/S mit 28% des Kapitals. Mittels der nicht an der Börse notierten A-Aktien besitzt sie jedoch rund 70% der Stimmrechte. Die Novo Holding ist eine 100%-Tochter der Novo Nordisk Stiftung. Die Eigentümer-Konstruktion ist so angelegt, dass das Unternehmen langfristig forschen kann und die Dividenden der Stiftung zufließen. Diese ist gemeinnützig auf wohltätige Zwecke ausgerichtet.

Eine Übernahme ist somit nicht möglich. Somit sind auch keine Kursaufschläge wie bei fast allen Übernahmen zu erwarten. Für die börsennotierte Aktie sind rein die wirtschaftlichen Daten maßgebend. Momentan sprechen diese eher gegen einen stärkeren Kursanstieg.

Hoffen auf Studienerfolge

Vieles hängt von den zukünftigen Studienerfolgen ab. Um sich hier breiter aufzustellen, wurde eine Kooperation mit Vivtex vereinbart. Ziel ist es, neue orale Biologika der nächsten Generation gegen Adipositas und Diabetes zu entwickeln. Vivtex erhält Vorabzahlungen und spätere Meilensteinzahlungen. Insgesamt können bis zu 2,1 Milliarden US$ fällig werden.

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ℹ️ Novo Nordisk in Kürze

  • Novo Nordisk mit Sitz in Bagsværd bei Kopenhagen produziert und vermarktet pharmazeutische Produkte und Dienstleistungen.
  • Der Konzern ist der weltweit führende Hersteller von Insulin. Fast jedes dritte Diabetes-Präparat weltweit stammt vom dänischen Pharmakonzern. Außerdem ist Novo Nordisk in den Bereichen Blutgerinnungsmedikamente und Hormonersatztherapien aktiv.
  • Darüber hinaus ist Novo Nordisk eines der weltweit führenden Unternehmen in der Herstellung von Adipositas-Medikamenten (Mittel zur Gewichtsabnahme).
  • Das Unternehmen wird aktuell mit knapp 104,2 Milliarden € bewertet.
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