AMD-Aktie +7%: Ist das der Startschuss für die nächste Aufwärtswelle?

Neuer Milliardendeal

Die AMD-Aktie stand in den letzten Wochen wie der gesamte Tech-Sektor unter Abgabedruck. Am Dienstag schießt der Kurs des US-Chipdesigners aber plötzlich um mehr +7% nach oben. Was steckt hinter der Rallye und wie nachhaltig ist diese?

AMD
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Zweiter Multimilliardendeal innerhalb weniger Monate

Profitieren kann der Titel von einem weiteren Milliardendeal. Im vergangenen Oktober hatte der Halbleiterhersteller eine Partnerschaft mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI über 100 Milliarden US$ geschlossen. Nun gibt es eine vergleichbare Vereinbarung mit dem Facebook-Konzern Meta.

Der Deal sieht vor, dass Meta in den kommenden fünf Jahren AMD-Prozessoren im Volumen von bis zu 60 Milliarden US$ erwirbt. Diese sollen eine Gesamtleistung von sechs Gigawatt haben, was der Stromproduktion von vier bis sechs Atomkraftwerken entspricht.

Nach Angaben von AMD-CEO Lisa Su beinhaltet die Lieferung sowohl Chips für den Betrieb bereits trainierter KI-Modelle als auch klassische Zentralprozessoren, die speziell auf die Bedürfnisse von Meta zugeschnitten sind.

Darüber hinaus hat sich die Facebook-Mutter die Option gesichert, eine Beteiligung von bis zu 10% an AMD aufzubauen, was zu aktuellen Kursen einer weiteren Kapitalspritze von 34 Milliarden Dollar entspräche.

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Was bedeutet das für die Aktie?

Die Aktie reagiert mit deutlichen Kursgewinnen und kann sich so vom Unterstützungsbereich knapp unterhalb der 200-US$-Marke nach oben absetzen. Allerdings fällt die Kursreaktion deutlich verhaltener aus als nach dem OpenAI-Deal im Oktober, als es für die Aktie in der Spitze um fast +40% hinaufging.

Dennoch könnte dieser Deal meiner Meinung nach wieder Schwung in die Aktie bringen, die zuletzt wie viele andere Tech- und KI-Werte geschwächelt hatte. Gelingt der Sprung zurück über die 50-Tage-Linie (SMA50), wären auch ein Schließen des Earnings-Gaps und ein Folgeanstieg zu den alten Tops im Bereich 267 US$ möglich.

Achten sollten Anleger dabei in jedem Fall auf die Zahlen des Branchendominators Nvidia, der am Mittwochabend nachbörslich berichtet. Denn möglicherweise können diese den Tech-Sektor und den KI-Trade wieder neu beleben. Kommt es dagegen zu einer negativen Marktreaktion, wäre dies wohl auch für AMD keine gute Nachricht.

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ℹ️ AMD in Kürze

  • Advanced Micro Devices (AMD) mit Hauptsitz in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien entwickelt und vertreibt Mikroprozessoren, Chipsätze und System-on-a-Chip-Lösungen.
  • Eine eigene Fabrikationsstätte hat das Unternehmen seit der Ausgründung der eigentlichen Halbleiterherstellung im Jahr 2009 in Globalfoundries nicht mehr.
  • AMD ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500 und hat Marktkapitalisierung von rund 345 Milliarden US$.
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