Heidelberg Materials erholt, Brenntag fällt zurück: DAX-Ausblick
Der DAX ist in der vergangenen Woche weiter nach oben geklettert. Unter dem Strich legte das größte deutsche Börsenbarometer 345 Punkte zu und schloss +1,39% höher mit 25.260 Punkten. Die höchsten Gewinne gab es bei Heidelberg Materials und Rheinmetall, Brenntag war schwächster DAX-Wert. Folgt nun der Sprung auf ein neues Rekordhoch?
Der Trend zeigt nach oben
Zum Wochenauftakt fiel der Index trotz anfänglicher Gewinne im weiteren Handelsverlauf wieder zurück. Der Dienstag und der Mittwoch brachten dagegen wieder deutliche Aufschläge mit sich, die den DAX zurück über 25.000-Punkte-Marke beförderten. Am Donnerstag lief der Markt zwar wieder etwas zurück, behauptete sich aber über der 1.000er-Marke. Zum Abschluss der Woche zog der Index wieder an.
Unsicherheit bleibt groß
Auch wenn an den Märkten aufgrund der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin Zurückhaltung zu spüren ist, zeigt der Trend dennoch nach oben. So hat der DAX bereits die dritte Woche in Folge im Gewinn geschlossen.
Zum Ende der vergangenen Woche sorgte auch die Entscheidung des US-Supreme Court, die reziproken Zölle der Trump-Administration für illegal zu erklären, für Auftrieb an den Märkten.
Auch wenn sich viele Länder vorsichtig optimistisch zeigten, ist es aber noch zu früh, um Entwarnung zu geben. Denn die US-Regierung verfügt weiterhin über erhebliche handelspolitische Spielräume. Zudem ist die Rückerstattung bereits entrichteter Zölle rechtlich und administrativ hochkomplex und dürfte lange Zeit in Anspruch nehmen.
Trump bezeichnete das Urteil als Schande und kündigte weltweite Zölle von 15% an, die laut Gesetz 150 Tage in Kraft bleiben dürfen. Das könnte an den Märkten für neue Unsicherheit sorgen.
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Geopolitik und Unternehmenszahlen im Fokus
Weiterhin im Fokus bleibt der Konflikt zwischen dem Iran und den USA. US-Präsident Trump erklärte zum Ende der vergangenen Woche, dass in den nächsten zehn Tage eine Entscheidung über einen Angriff gefällt würde. Die Vereinigten Staaten dürften jedoch kein Interesse an einem großflächigen Krieg haben, sondern das Regime in Teheran eher durch gezielte Schläge zum Einlenken im Streit um das Nuklearprogramm bewegen.
Konjunkturseitig stehen in der neuen Woche vor allem der ifo-Geschäftsklimaindex am Montag und die aktuellen Verbraucherpreisdaten für Deutschland am Freitag im Blickpunkt. Am Mittwoch werden das GfK-Geschäftsklima sowie Daten zum deutschen Wirtschaftswachstum veröffentlicht. Aus den USA dürfte vor allem das am Dienstag erscheinende Verbrauchervertrauen im Fokus der Anleger stehen.
Darüber hinaus geht die Berichtssaison weiter. Und hier stehen zahlreiche DAX-Bilanzen auf dem Programm. Am Dienstag geht es los mit den Zahlen von Fresenius Medical Care und MTU, auf die am Mittwoch Resultate von E.ON, Heidelberg Materials sowie Fresenius folgen. Am Donnerstag öffnen Deutsche Telekom, Scout24, Allianz und Munich Re ihre Bücher, die Woche endet mit den Zahlen von BASF.
Dazu legt am Mittwochabend nachbörslich auch noch das KI-Aushängeschild Nvidia Zahlen vor, die die Märkte nachhaltig bewegen könnten.
Heidelberg Materials und Rheinmetall ziehen an, Brenntag fällt zurück
Hierzulande waren die Aktien von Heidelberg Materials und Rheinmetall die Top-Performer mit einem Wochenplus von +9,21% bzw. +8,14%. Heidelberg Materials erholten sich von den jüngsten Korrekturen aufgrund der Sorge vor einer möglichen Lockerung von Klimaschutzvorschriften und stiegen zurück über die 200-€-Marke.
Gefragt waren auch die Papiere von Rheinmetall, die den Wiederanstieg über 50- und 200-Tage-Linie (SMA50; SMA200) schafften, aber weiterhin im mittelfristigen Seitwärtstrend unterwegs sind.
Weniger gut lief es für die Brenntag-Aktie, die nach der jüngsten Erholungsbewegung wieder um -7,15% zurückfiel, belastet von schwachen Zahlen der Chemikalienhändler Azelis und IMCD.
DAX weiter erholt
Der DAX bleibt im Erholungsmodus und hat sich erfolgreich zurück über die Marke von 25.000 Punkten geschoben. Damit rückt nun unweigerlich das Rekordhoch aus der ersten Januarhälfte bei 25.507,79 Punkten wieder in den Fokus.
Kommt es zu einem höheren Hoch, wäre ein Folgeanstieg in Richtung 26.000 Punkte zu erwarten. Ein erneuter Schwächeanfall und Rutsch unter die 25.000 Punkte könnte dagegen zu einem weiteren Test der 50-Tage-Linie (SMA50) führen, die sich aktuell bei 24.730 Punkten befindet.
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