Bitcoin: PlanB sieht jetzt diese vier Szenarien
Der bekannte Krypto-Analyst PlanB, der mit seinem Stock-to-Flow-Modell bereits mehrfach für Aufsehen sorgte, legt jetzt eine Analyse vor, die aufhorchen lässt. In einem Post auf X beschreibt er vier verschiedene Wege, wie sich der aktuelle Rückgang von Bitcoin entwickeln könnte. Die Spanne reicht von einem klassischen Crash um 80% bis zur Variante, dass der Tiefpunkt bereits hinter uns liege.
Die Ausgangslage im Januar
Bitcoin beendete den Januar bei 78.000 US$. Das entspricht einem Minus von rund 40% vom Zyklus-Hoch bei 126.000 US$. PlanB zieht für seine Einschätzung mehrere technische Indikatoren heran. Der 200-Wochen-Durchschnitt lag zu diesem Zeitpunkt bei 58.000 US$.
Besonders interessant wird es beim RSI. Der Relative-Stärke-Index schloss den Monat bei 49 Punkten. Für PlanB ein klares Signal. Alles über 50 deutet auf einen Aufwärtstrend hin, alles darunter auf einen Abwärtstrend. Mit 49 Punkten sieht der Analyst die Lage vergleichbar mit früheren Bärenmärkten 2014 bis 2015, 2018 bis 2019 und 2022 bis 2023.
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Vom Worst Case bis zum optimistischen Szenario
Das erste Szenario klingt brutal. Ein Rückgang um 80% vom Allzeithoch würde Bitcoin in die Region um 25.000 US$ drücken. PlanB räumt selbst ein, dass das „wirklich seltsam aussehen würde“, aber historisch gesehen sei es nicht unmöglich.
Das zweite Szenario orientiert sich an konventionelleren Backtests. Hier würde der Kurs auf den 200-Wochen-Durchschnitt fallen. Das wären etwa 50.000 bis 60.000 US$. Frühere Zyklen zeigen, dass genau in dieser Zone oft die Tiefpunkte markiert wurden.
Spannender wird es beim dritten Szenario. PlanB argumentiert, dass die vorherige Bullenphase in seinen Indikatoren gedämpft wirkte. Die hohen RSI-Peaks fehlten. Deshalb könnte der Bärenmarkt flacher ausfallen und knapp über dem vorherigen Allzeithoch von 69.000 US$ stoppen.
Das vierte Szenario ist das optimistischste. PlanB schrieb zunächst, dass die 72.900 US$ vom 4. Februar bereits der Tiefpunkt gewesen sein könnten. Allerdings fiel Bitcoin bereits am Mittwoch auf 70.140 US$, was diese Variante vorerst ungültig macht.
Stock-to-Flow bleibt im Hintergrund
Interessant ist, dass PlanB sein bekanntes Stock-to-Flow-Modell diesmal eher am Rande erwähnt. Er betonte, dass es weiterhin einen Wert von rund 500.000 US-Dollar als Knappheits-basiertes Wertsignal liefere. Gleichzeitig stellte er klar, dass das Modell nicht dafür gedacht ist, Wendepunkte vorherzusagen. „Stock-to-Flow sagt nichts über Tops oder Bottoms aus“, so PlanB. Vielmehr gehe es um den Vier-Jahres-Durchschnitt sowie um periodische Phasenübergänge alle vier bis fünf Jahre.
Diese Einschränkung leitete seinen letzten Punkt ein: Das klassische Zyklus-Muster könnte sich verschieben. In seinem bisherigen Vier-Jahres-Zyklus lag das Hoch historisch meist im ersten oder zweiten Jahr nach einem Halving. Nach dem Halving 2024 ist das bislang ausgeblieben. Aus seiner Sicht eröffnet das Spielraum für eine spätere Aufwärtsphase.
Fazit
Die Analyse von PlanB zeigt, wie unterschiedlich die nächsten Monate für Bitcoin verlaufen könnten. Die Spanne zwischen den Szenarien ist enorm. Von einem Absturz auf 25.000 US$ bis zu einem bereits erreichten Tief liegen Welten.
Realistisch erscheint aus meiner Sicht das zweite oder dritte Szenario. Der 200-Wochen-Durchschnitt hat in der Vergangenheit oft solide Unterstützung geboten. Die Tatsache, dass der vorherige Bullenmarkt nicht die üblichen Übertreibungen zeigte, spricht für einen flacheren Bärenmarkt.
Anleger sollten die Zone zwischen 65.000 und 70.000 US$ im Auge behalten. Dort könnten sich interessante Einstiegschancen ergeben.
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