Bitcoin: Kaufen, wenn alle verkaufen?
Der Bitcoin ist weiter auf der Suche nach einem Boden. Nach dem starken Abverkauf in den vergangenen Tagen sackt die Mutter aller Kryptowährungen am Donnerstag erneut um bis zu -5% ab und rutscht erstmals seit November 2024 wieder unter die Marke von 70.000 US$.
2026 beginnt tiefrot
Schon im vergangenen Jahr hatte sich die weltgrößte Kryptowährung nicht mit Ruhm bekleckert. Auch wenn zwischenzeitlich der Anstieg auf ein neues Rekordhoch bei 126.272 US$ gelang, gaben die Kurse unter dem Strich um mehr als -6% nach und hinkten damit den großen US-Indizes und vor allem den Edelmetallen wie Gold und Silber deutlich hinterher.
Doch wer dachte, dass im neuen Jahr alles besser wird, sieht sich eines Besseren belehrt. Allein im Januar büßte BTC über -10% ein. Und der Februar hat mit noch stärkeren Abgaben begonnen. Nach gerade einmal fünf Handelstagen notiert der Coin bereits mit über -9% im Minus.
Seit Jahresbeginn belaufen sich die Verluste damit schon auf mehr als -18%. Gegenüber den historischen Höchstständen aus dem Oktober hat BTC inzwischen über -40% an Wert eingebüßt. Es ist also offensichtlich, dass sich der Bitcoin und damit auch aller anderen Kryptowerte in einem starken Bärenmarkt bewegen.
A propos Top-Picks: Unsere Top-Picks 2026 findest Du hier!
Michael Burry streut Salz in die Wunde
Und in den Crash hinein meldet sich auch noch „Big Short“-Investor Michael Burry zu Wort und warnt vor einer drohenden Todesspirale, falls der Bitcoin noch weiter fallen sollte, da Treasury-Firmen wie Strategy in diesem Fall gezwungen sein könnten BTC zu verkaufen, was den Abwärtsdruck weiter verstärken würde.
Burry ist jedoch für seine grundlegend pessimistische Einstellung zum Bitcoin bekannt und sieht darin ein rein spekulatives Asset. Das hat die digitale Währung aber nicht davon abgehalten, langfristig hohe Renditen für Anleger zu erwirtschaften.
Daher würde ich die Aussagen nicht überbewerten, zumal Strategy immer wieder betont hat, dass die Firma auch bei weiter fallenden BTC-Kursen keine Zwangsliquidationen vornehmen müsse. Gleichwohl haben die Aussagen von Burry natürlich Gewicht und belasten einen ohnehin schon angeschlagenen Markt zusätzlich.
Den Dip zum Einstieg nutzen?
Bei 69.000/74.434 US$ hat der Bitcoin nun eine ganz entscheidende Supportzone erreicht. Trotz des starken Verkaufsdrucks der letzten Tage und des negativen Momentums halte ich eine Bodenbildung in diesem Bereich durchaus für möglich, da der RSI inzwischen stark überverkauftes Terrain erreicht hat. Der wöchentliche RSI notiert erstmals seit dem Bärenmarkt-Tief von 2022 wieder unter der 30er-Marke.
Sollten die Verkäufe dennoch weitergehen, rücken die 60.000-US$-Marke und die bei 58.000 US$ verlaufende 200-Wochen-Linie (SMA200) in den Fokus. Spätestens hier dürfte der Abverkauf final beendet werden.
Langfristig bleibe ich trotz der Warnungen von Burry & Co. weiterhin bullisch, was den Bitcoin angeht und sehe in dem jüngsten Marktrückgang eine gute Gelegenheit antizyklisch in den Sektor einzusteigen. Denn der nächste Bullenmarkt kommt bestimmt.
3 KI-Gewinner 2026
Im Übrigen: Wer nach den besten KI-Investments Ausschau hält, findet in unserem Report „KI-Gewinner 2026“ eine Auswahl an Aktien mit dem Potenzial für überdurchschnittliche Renditen.
Interessenkonflikt: Mitarbeiter von sharedeals.de und der Autor halten Anteile an Bitcoin. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Sie beabsichtigen, die Anteile – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.
ℹ️ Bitcoin in Kürze
- Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
- Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptographisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
- Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.